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Schweizerin Antonia Hersche Eichin stellt im Rathaus aus

Der Schlüssel zur Poesie der Bilder liegt im Betrachter - 26.03.2012 18:01 Uhr

Die Schweizer Künstlerin Antonia Hersche Eichin stellt ihre Werke zur "Poesie der Unvollkommenheit" im Rathaus aus. © Julia Vogl


„Wir sehen nur, was wir sehen möchten und können,“ erklärt Antonia Hersche Eichin, „und ich möchte zeigen, auf welchen unterschiedlichen Ebenen unsere Vorstellungskraft funktioniert.“

Im Mittelpunkt ihrer Fotografien und Bilder stehen die Strukturen und Systeme der Natur, zum Beispiel die vielschichtige Aussagekraft von Wasser.

Oft sind ihre Arbeiten aber nicht das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Erst wenn man näher an sie herantritt, offenbaren sie ihre urprünglichen Motive.

Denn obwohl sich die Künstlerin hauptsächlich innerhalb der klassischen Fotografie und Malerei bewegt, nutzt sie auch die Möglichkeiten digitaler Technik.

Geisterhafte Werke entstehen so, die innere Leere, das eigene Eingesperrtsein, manchmal auch den Tod thematisieren. Zentraler Aspekt aller Bilder ist vor allem aber das Prinzip des Gegensätzlichen, des Kontrastes.

Raum für Assoziationen

Was genau der Betrachter aus ihrer Kunst für sich macht, das möchte Antonia Hersche Eichin allerdings der eigenen Vorstellungskraft überlassen: „Nicht die reale Aufnahme interessiert mich, sondern die Frage: Wann wird ein Bild zum imaginären Raum für neue, eigene Assoziationen?“

Genauso frei gestaltete sich auch der Auftakt ihrer Ausstellung am Freitag. Zusammen mit Friederike Pöhlmann-Grießinger von „Kunst und Drama“ hatte die Künstlerin ein Rahmenprogramm erarbeitet, das, schon für sich selbst genommen, ein kleiner Höhepunkt war.

Gäste konnten Antonia Hersche Eichin persönlich kennenlernen und „The Automatic Rolling Band“ sorgte für musikalische Untermalung. Außerdem wurden auch Auszüge aus Václav Havels Theaterstück „Protest“gelesen, an welchem „Kunst und Drama“ kürzlich die Rechte erwerben konnte.

Das Stück ist das neueste Projekt von Friederike Pöhlmann-Grießinger. Ab dem 13. Juni wird es in der Tafelhalle zu sehen sein.

„Poesie der Unvollkommenheit“ ist noch bis zum 12. April am Rathausplatz 2 (Erdgeschoss und zweite Etage) zu sehen.
  

Anne Hellmuthhäuser

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