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Durchmarsch des ATSV Erlangen II gebremst

Landesliga-Reserve will wenigstens einstelligen Tabellenrang

Nach zwei Jahren Durchmarsch durch A- und Kreisklasse spielt die Reserve des ATSV Erlangen als Aufsteiger in der Kreisliga eine gute Rolle. Für ganz oben reicht es aber erstmals seit langem offenbar nicht mehr.

Gegen den FSV Großenseebach fuhr die ATSV-Reserve ein souveränes 4:1 ein.

 / © Harald Sippel

75 Punkte aus 30 Spielen, 66 Punkte aus 28 Spielen. Überflüssig zu erwähnen, dass der ATSV Erlangen II mit diesen Ausbeuten jeweils die Meisterschaft in der A-Klasse und der Kreisklasse holte. Zwei Jahre lang marschierte die Reserve des Landesligisten wie ein gefräßiges Monster durch den unterklassigen Fußballkreis und fraß alles, was nicht bei drei auf den Bäumen am Sportgelände an der Paul-Gossen-Straße war.

Seit dieser Saison also ist die „U23“, wie man eine zweite Mannschaft nun mal im Selbstverständnis eines Klubs mit großen Zielen nennt, Kreisligist, drei Niederlagen in zehn Spielen sind zumindest, nun ja, gewöhnungsbedürftig. Platz fünf ist für den Aufsteiger nach einer 0:1-Niederlage in Möhrendorf am Dienstag und einem 4:1-Heimsieg über Großenseebach am Sonntag, trotzdem sehr gut.

„Unser Geheimnis ist der extreme Zusammenhalt“, sagt Trainer Bernd „Peppi“ Kohler, „der ist größer als bei anderen zweiten Mannschaften.“ Hier spielen, nicht wie in der Landesliga, „zu 95 Prozent Erlanger“, die Jungs, die schon immer beim ATSV waren oder hier einst begannen und mittlerweile wieder zurückkehrten. Auch viele A-Junioren gehen ihre ersten Schritte im Seniorenfußball über Kohlers Mannschaft, heuer allein vier. Ein paar konnten sich schon für die Erste empfehlen: „Das ist und bleibt unser Ziel: Möglichst viele Spieler zu entwickeln, die sich auch höherklassig durchsetzen.“ Ein eingeschworener Haufen ist der ATSV II trotzdem – „ein einstelliger Tabellenplatz ist drin“, sagt Kohler. Das ist jetzt das Saisonziel – für mehr wird es erstmals seit zwei Jahren wohl nicht mehr reichen.

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