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Diepersdorf will Druck machen, Neunkirchen keine Schwäche zeigen.

Vorschau Kreisliga 2 11. Spieltag

Pottenstein erwartet mit dem SV Ermreuth erneut ein Spitzenteam. Diepersdorf will weiter Druck auf die Tabellenspitze ausüben, doch der TSV Neunkirchen hofft, keine Schwäche zu zeigen. Weingarts ist vorsichtig und will nicht über das Schlusslicht stolpern. Kühlenfels, Brand und Neunhof versuchen im Tabellenmittelfeld weiter nach oben zu klettern und nicht wieder in die Abstiegszone hinein zu rutschen. In Ottensoos wird wegen des „Bölwiesn-Oktoberfest“ in Moggast erst am kommenden Mittwoch gekickt.

Neunkirchen muss am Sonntag nach Schnaittach, während Weingarts Schlusslicht Pegnitz empfängt.

 / © Harald Hofmann

Nachdem der SC Kühlenfels am Dienstag unfreiwillig aussetzten durfte, kommt nun die Laufer Reserve um Coach Robert Larisch nach „Kümas“. Der Ausfall des Spieles gegen Brand kam SCK-Coach Christopher Schraml aber nicht gerade gelegen. „Wir haben jetzt schon zwei Nachholspiele und sind deshalb in der Tabelle wieder etwas nach unten gerutscht. Jetzt wollen wir natürlich gegen Lauf punkten, um nicht weiter hinten rein zu geraten. Eine Reserve ist immer schwer einzuschätzen, weil man nicht weiß, ob sie verstärkt wird und die Laufer kenne ich persönlich nicht. Ich bin mir aber sicher, dass wenn wir unsere Leistung bringen ein Sieg drin ist.“ Die unter der Woche siegreichen Laufer könnten mit einem Erfolg in der Tabelle an den Hausherren vorbeiziehen und werden wohl sehr motiviert anreisen.

„Nachdem wir das Spitzenspiel positiv gestalten konnten, es war ein geiles Spiel auf Augenhöhe, kommt jetzt mit Schnaittach gleich der nächste schwere Gegner.“ So blickt Neunkirchen-Trainer Jojo Müller sowohl zurück als auch schon voraus auf den nächsten Konkurrenten aus dem oberen Tabellendrittel. „Schnaittach ist eine gute Mannschaft mit guten Spielern, auch mit dem Spielertrainer im Zentrum, der die Fäden zieht. Es wird ein schwieriger Gegner.“ Angesprochen auf die Zielsetzung für die Partie äußert sich der Coach zurückhaltend: „Klar ist die Zielsetzung ein Heimsieg, doch wir haben gegen Ottensoos gesehen, dass man auch manchmal mit einem Punkt zufrieden sein muss. Wir sind nicht so vermessen, dass wir sagen ‚wir gewinnen jetzt alles‘. Wir haben vor jedem Respekt und die können uns auch schlagen.“

Auf dem Papier ist im kommenden Heimspiel gegen das Schlusslicht aus Pegnitz ein Sieg Pflicht, doch Weingarts-Trainer Arne Schmidt will sich gar nicht zu sehr auf den Gegner konzentrieren. „Pegnitz ist schwer einzuschätzen und ich habe sie auch noch nie spielen sehen. Wir müssen auf jeden Fall aus uns schauen.“ Wegen ein paar Blessuren und Krankheiten steht der Kader noch nicht endgültig fest, doch die Zielsetzung ist schon klar: „Nach der Niederlage gegen Neunkirchen wollen wir wieder in die Spur kommen und drei Punkte holen. Ein Heimspiel wollen wir immer gewinnen und werden auf Sieg spielen.“ Für die Gäste aus Pegnitz kann es eigentlich nur bergauf gehen, setzte es doch zuletzt neun Pleiten in Serie.

Die Topspiel-Wochen in Pottenstein neigen sich dem Ende entgegen, doch am Sonntag wartet auf den heimischen TSC mit dem SV Ermreuth nochmal ein echtes Spitzenteam. TSC-Coach Thomas Spethling ist aber auch vor dem SVE nicht Bange: „Nach den letzten Wochen und starken Auftritten in den letzte drei Spielen haben wir wieder viel Selbstvertrauen. Wir schauen dem nächsten Topgegner entspannt entgegen und wissen, dass wir Außenseiter sind. Das letzte Jahr hat uns auch gezeigt, dass wir gegen den Paradesturm Sprenger und Hammerand Mittel haben, um sie ihn Schach zu halten. Mit Blick auf die Tabelle sieht man einen kleinen Bruch und unten ist alles eng beieinander. Mit einem Sieg könnten wir Plätze klettern, es kann aber auch schnell in die andere Richtung gehen. Das Ermreuth einen Tag weniger Pause hat, kann ein Vorteil sein, andererseits haben sie einen breiten Kader und können das auffangen.“

Das Team mit der kürzesten Pause, die SpVgg Sittenbachtal, trifft auf die Mannschaft, die am längsten Zeit zur Regeration hatte, der TSV Brand. „Das ist kein Vorteil, das ist Unsinn“, findet Gästetrainer Christian Häring. „Wir trainieren am Donnerstag, sie spielen am Mittwoch, beide haben die Belastung, für uns ist es eine ganz normale Woche. Wir haben unser letztes Auswärtsspiel in Reichenschwand gewonnen und wollen auch in Sittenbachtal gewinnen. Ich würde lügen, wenn ich sage ‚ich bin mit einem Punkt zufrieden‘. Es wird kein einfaches Spiel und wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen. Wir haben dort auch schon vor drei Jahren 1:6 verloren und sind gewarnt.“ Die Heimelf will natürlich den letzten beiden Heimsiegen einen weiteren folgen lassen und die Brander weiter auf Schlagdistanz halten.

Reichenschwand ist durch zuletzt drei Niederlagen auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht und empfängt nun mit dem TSV Neunhof ein Team aus dem Tabellenmittelfeld. Der Coach der Gäste, Marco Schlagbaum, erwartet ein schweren Gang für seine Truppe. „Wir wollen gewinnen, zwar steht Reichenschwand nicht gut da, doch die knappen Ergebnisse zeigen, dass sie so langsam wieder fit werden. Wir müssen immer wieder das Fehlen vieler Stammkräfte kompensieren, doch wenn wir an die Leistung der zweiten Halbzeit gegen Diepersdorf anknüpfen, können wir dort bestehen.“ Für beide Teams ist es ein äußerst wichtiges Spiel, denn Schlagbaum weiß: „Wir wollen nicht unten rein rutschen, wir wollen den Abstand zumindest waren, eigentlich sogar ausbauen.“ Die Heimelf um Kapitän und Leader Philipp Lämmermann will ihrerseits den Anschluss an das Mittelfeld herstellen, braucht dafür aber auch unbedingt Punkte.

Erst 0:7 in Schnaittach verloren, dann aber daheim ein 5:0 gegen Moggast folgen lassen. Die Woche des SC Uttenreuth war bisher ein Auf und Ab und auch in Diepersdorf wartet eine schwere Aufgabe auf die Liebing-Elf. Der Trainer der Heimmannschaft, Daniel Wolf, kann den Gegner auch schwer einschätzen: „Nach dem souveränen Sieg im Derby gegen Lauf und dem Sieg im Kampfspiel in Neunhof wollen wir den Schwung mitnehmen. Bei Uttenreuth weiß man auch nicht, erst verlieren sie 0:7 und gewinnen dann 5:0. Daheim wollen wir aber natürlich gewinnen und Druck auf Neunkirchen machen. Nach oben hin schaut es jetzt wieder besser aus.“ Der Gegner ist für den höherklassig erfahrenen Coach ein unbeschriebenes Blatt, doch ist er von der Qualität seines Teams überzeugt und will die Siegesserie auf vier Erfolge ausbauen.

Erst am kommenden Mittwoch, den 11.10, stehen sich der FC Ottensoos und der SV Moggast gegenüber. Aufgrund des „Bölwiesn-Oktoberfest“ in Moggast bat der SVM um Verlegung und da das Flutlicht nicht das Beste ist in Moggast wurde das Heimrecht getauscht. Dies passt FCO-Coach Thomas Strobel ganz gut in den Plan, denn „daheim läuft es bei uns gut. Wir sind froh, dass das Spiel nun daheim ist, da es ein wichtiges Spiel ist, das wir gewinnen müssen. Danach kommt schon Diepersdorf, gegen die wir auch punkten wollen, da wir schon einige Zähler hergeschenkt haben. Wir nehmen die Partie sehr ernst und werden den Gegner nicht unterschätzen.“ Die Elf von Trainer Alexander Roth ist momentan so etwas wie die Wundertüte der Liga, da auf überzeugende Siege immer wieder deutliche Pleiten folgen.

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