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Dietmar Kusnyarik will’s wissen

Der Spielertrainer des SV Raitersaich über seine Pläne

Nach sieben Jahren in der Kreisliga, in denen der SV Raitersaich zumeist eine sehr ordentliche Rolle spielte, mündete eine komplett verkorkste Saison 2016/17 im Abstieg der Gelb-Schwarzen. Mit mehr als einem Dutzend neuer Akteure sowie dem vom SV Tennenlohe geholten Spielertrainer Dietmar Kusnyarik (33) soll dieses Malheur schnellstmöglich korrigiert werden. Im Vorfeld der Partie des aktuellen Tabellenzweiten der Kreisklasse 5 in Cadolzburg (Samstag, 16 Uhr) unterhielten wir uns mit dem neuen SVR-Coach über das ausgegebene Saisonziel, die Vorbereitung und die Konkurrenz.

Dieter Kusnyarik (in gelb), hier im Duell gegen Oberasbachs Tobias Barthel.

 / © Wolfgang Zink / JüRa

Herr Kusnyarik, nun also Raitersaich. Wäre für Sie mit 33 Jahren und reichlich Landesligaerfahrung nicht noch mehr drin, als in der Kreisklasse zu kicken?

Dietmar Kusnyarik:
Als Spieler wahrscheinlich schon, als Spielertrainer musst du aber schon etwas herausragen. Konditionell würde es in einer höheren Spielklasse, glaube ich, auch etwas schwieriger werden für mich.

Der SVR ist Ihre dritte Station als Spielertrainer?

Kusnyarik:
Richtig. Zunächst coachte ich meinen Heimatverein ASV Veitsbronn- Siegelsdorf in den ersten beiden Landesligajahren und war dann für zwei Jahre beim SV Tennenlohe.

Ihr Engagement im Erlanger Süden endete bekanntlich mit dem Abstieg aus der Bezirksliga. Planen Sie, die laufende Saison als Aufstiegstrainer abzuschließen?

Kusnyarik:
Auf jeden Fall! Es ist schade, dass der Verein aus der Kreisliga abgestiegen ist, aber da müssen wir jetzt durch.

Die Aussage vom Vize-Vorsitzenden Bernhard Kießling vor Saisonstart, dass „nach vielen Jahren in der Kreisliga das Saisonziel klar sein sollte“, finden Sie also keineswegs zu abgehoben?

Kusnyarik:
Der unmittelbare Wiederaufstieg in die Kreisliga ist auch mein Ziel. Ich bin nicht hierher gekommen, um ewig in der Kreisklasse zu spielen. Mittelfristig möchte ich hier eine ordentliche Kreisligatruppe auf die Beine stellen.

Sie gedenken also, länger in Raitersaich zu bleiben?

Kusnyarik:
So ist der Plan! Sollten wir in zwei Jahren im hinteren Mittelfeld der Kreisliga umherdümpeln, muss freilich alles auf den Prüfstand gestellt werden. Für ambitioniertes Arbeiten bin ich aber stets zu haben.

Mit 14 Punkten aus den ersten sechs Partien ist Ihre Mannschaft ja ganz ordentlich aus den Startlöchern gekommen. Zudem ist Ihr Team noch unbesiegt.

Kusnyarik:
Eigentlich haben wir zu wenige Punkte gesammelt in der Gesamtschau.

Finden Sie?

Kusnyarik:
Ja, in Oberasbach beispielsweise haben wir klar mit 2:0 geführt und etliche Chancen auf einen dritten Treffer liegen lassen. Am Ende hieß es nur 2:2. Das war schon bitter.

Dennoch ist es Ihnen anscheinend gelungen, rasch ein funktionierendes Team zu formen. Nach dem Abstieg haben ja zwölf Spieler den Verein verlassen, 14 neue kamen hinzu.

Kusnyarik:
Wir hatten eine lange Vorbereitungsphase. Die acht Wochen boten uns genügend Zeit, um uns kennenzulernen und aufeinander einzustellen.

Ein solcher personeller Umbruch verlangte bestimmt auch hinter den Kulissen einigen Aufwand.

Kusnyarik:
Das stimmt. Mein Dank gilt zuvorderst Bernhard und Daniel Kießling (Spielleiter des SVR, d. Red.). Die beiden haben einen unglaublichen Aufwand betrieben, um diesen Kader zusammenzustellen, und mussten dabei immer wieder mit Rückschlägen zurechtkommen. So sprang ein ganzes Trio kurzfristig noch ab. Das Thema ist mittlerweile aber durch für uns.

Welche Vereine könnten den Raitersaichern denn bezüglich des angepeilten Aufstiegs in die Kreisliga gefährlich werden?

Kusnyarik:
Die Mannschaft von Hajduk Nürnberg war bei unserem Auftritt dort richtig gut drauf. Auch mit dem derzeitigen Spitzenreiter Rangierbahnhof Nürnberg muss man rechnen, wobei es auch gut sein kann, dass die „Rangers“ etwas einbrechen, sobald sie erstmals Punkte lassen sollten.

Und welche Rolle trauen Sie Ihrem nächsten Gegner Cadolzburg zu? Der TSV zählt als aktueller Fünfter ja zu Ihren Verfolgern.

Kusnyarik:
Wir fahren dorthin, um drei Punkte zu holen. Dann hätten wir schon einen beachtlichen Vorsprung auf Cadolzburg. Ganz oben erwarte ich den TSV ohnehin nicht, für die Top Sieben dürfte es aber langen.

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