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Steiner tritt zurück, Fuchsbauer zurück bei der SpVgg Erlangen

Trainer legt überraschend sein Amt nieder

Bei der SpVgg Erlangen läuft es nach dem Aufstieg in die Landesliga aktuell nicht wirklich rund. Nur 14 Zähler stehen nach 14 Begegnungen auf dem Konto der Spieli, nur eins der letzten sechs Spiele konnte gewonnen werden. Nun trat auch noch Trainer Stefan Steiner überraschend zurück. Für ihn übernimmt bis zum Winter erst einmal ein alter Bekannter. Am Freitag heißt der Gegner dann TSV Buch.

Stefan Steiner ist überraschend bei der Spieli zurückgetreten. Sein Vorgänger, Bernd Fuchsbauer, wird auch sein Nachfolger.

 / © Sportfoto Zink

Beim Aufsteiger sieht es derzeit nicht sehr rosig aus: Aus den letzten sechs Partien gab es für die "Spieli" nur drei Zähler. Die Folge: Die Erlanger sind unter den Strich gerutscht, stehen auf Relegationsrang 14. Am Mittwoch wurde zudem bekannt, dass Trainer Stefan Steiner sein Amt abtritt. Vergangene Saison übernahm Steiner die Nachfolge von Bernd Fuchsbauer, der die SpVgg Erlangen zuvor fünf Jahre trainierte und von der Kreis- an den Rand der Landesliga führte. Was in der Fuchsbauer-Ära nicht gelang, sollte Steiner gleich in seiner ersten Spielzeit schaffen. Mit sieben Zählern Vorsprung auf die SG 83 ging es in diesem Sommer von der Bezirks- in die Landesliga. Nach 14 Spieltagen in der neuen Klasse ist für den Trainer nun aber Schluss.

"Stefan und ich haben uns gestern länger unterhalten. Er hat mir seinen Standpunkt erklärt", bedauert "Spieli"-Abteilungsleiter Holger Müller, für den der Trainerwechsel zu einem äußert ungünstigen Zeitpunkt kommt, Steiners Entscheidung. Der "Spieli-Macher" unterzog sich am Montag nämlich einer Hüft-OP, agiert deshalb aus dem Krankenbett heraus. "Ich bin geschockt gewesen, als er mir mitteilte, dass er sein Amt niederlegen wolle. Das kam für mich überraschend." Nach den vergangenen durchwachsenen Wochen wurde es etwas unruhiger in der Mannschaft, Steiner merkte den Verschleiß, glaubte die Mannschaft nicht mehr zu erreichen. Hinzu kam beruflicher Stress. Darunter litt seine Motivation. Der 38-Jährige konnte sein Amt nicht mehr so ausüben, wie er es selbst gerne getan und wie es dem Verein weitergeholfen hätte. Einem weiteren Abfall - auch des Teams - wollte er mit seiner Entscheidung zuvorkommen.

Bernd Fuchsbauer springt ein

"Respekt davor, so offen damit umzugehen. Das macht nicht jeder. Viele sehen den Trainerjob nur dazu, um Geld zu verdienen, Stefan nicht." Bis auf Weiteres wird nun Bernd Fuchsbauer, Steiners Vorgänger, wieder an der Seitenlinie stehen. "Ich habe Bernd gestern Abend kontaktiert, wir haben uns so ja auch immer ausgetauscht und er ist dem Verein verbunden geblieben. Er kennt die meisten Spieler noch und wird einspringen." Wie lange das Engagement des "neuen Alten" gehen wird, darauf wollte sich Holger Müller noch nicht festnageln lassen. "Wir haben noch sieben Spiele bis zur Winterpause, bis dahin wird Bernd sicher übernehmen. Wir werden gemeinsam ruhig weiterarbeiten, wie wir es bei der Spielvereinigung immer gemacht haben, das ist unsere Stärke."

Unterstützung erhält Fuchsbauer von "Spieli"-Urgestein Peter Grundl, der nicht nur Müller derzeit in der Abteilungsleitung vertritt, sondern auch das Training unter der Woche durchführte. "Bernd wird sich heute Abend der Mannschaft vorstellen. Die meisten kennen ihn ja noch, aber einige eben nicht. Am Freitag wird er dann gegen Buch an der Linie stehen, ab der nächsten Woche das Training leiten und dann denken wir von Spiel zu Spiel." Gegen Buch erwartet Müller ein äußerst schweres Spiel, "da müssen wir uns gewaltig strecken, um etwas mitzunehmen". Verloren sei bisher noch nichts. "Andere wären froh, wenn sie schon 14 Punkte hätten. Wir wollen natürlich wieder punkten und auf den Erfolgsweg zurückkehren. Aber ich vertraue dem Bernd, der wird das schon richten."

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