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ATSV Erlangen gewinnt Pokal-Fight auf ungewohntem Untergrund

Toto-Pokal Achtelfinale, Dienstag

Der ATSV Erlangen ist am Dienstag mit einem souveränen 3:0 bei Landesligist ASV Cham ins Viertelfinale des bayerischen Toto-Pokals eingezogen.

Die ATSV-Verantwortlichen um Trainer Shqipran Skeraj (schwarze Weste) sahen einen deutlichen Sieg ihrer Mannschaft.

 / © Harald Sippel (Archiv)

Sie hätten auch auf Schotter gespielt, sagt der Erlanger Trainer Shqipran Skeraj. "Wir haben alles angenommen." Tatsächlich musste der ATSV nur auf einem Kunstrasenplatz ran. Doch auch das ungewohnte Geläuf kann eine Mannschaft, die spielerische Lösungen sucht, aus dem Konzept bringen. "Wir wollten aber nicht umsonst 150 Kilometer gefahren sein." Die Erlanger hatten extra einen Bus gemietet, auch ein paar eigene Fans waren mitgekommen nach Cham. Beim Dritten der Landesliga Mitte gab es den erwarteten Pokal-Fight. "Der Platz war eng, in der ersten Halbzeit hat man den Klassenunterschied nicht gesehen", sagt Skeraj. Cham war gefährlich, auch Erlangen hatte zwei, drei Chancen. Erst nach dem Seitenwechsel gelang das erste Tor. Ferdinand List beförderte das Leder nach einem Freistoß in die Maschen (53.). "Wir haben das cleverer gemacht, das 1:0 war unser Dosenöffner." Drei Minuten später standen die Hausherren plötzlich nur noch zu zehnt auf dem Feld. Schiedsrichter Michael Freund zeigte ASV-Kapitän Franz-Xaver Brandl Gelb-Rot, auf die Verwarnung wegen Meckerns folgte der Platzverweis nach einem taktischen Foul. "Das", gibt Skeraj zu, "hat uns in die Karten gespielt." Der ATSV hatte nun mehr Platz auf dem ungeliebten Kunstrasen, und wusste den auch zu nutzen. "Gutes Kombinationsspiel" sah der Trainer, Tim Ruhrseitz und der eingewechselte Ahmet Kulabas nach einem Eckball sorgten für den 3:0-Endstand. "Wir haben von Anfang an gesagt: Wir nehmen den Pokal ernst", meint Skeraj noch. "In der Bayernliga wussten wir, dass es eine schwierige Saison wird. Doch wir nehmen den Kampf an." Ob im Pokal-Viertelfinale dann ein Schotter-Platz wartet, steht allerdings noch nicht fest.

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