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1. FC Nürnberg U21
TSV 1860 München
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Der Verkehrslage und dem hohen Zuschauerandrang geschuldet, knapp 14.000 Münchner Fans reisten mit ihrer Mannschaft nach Nürnberg, startete das Topspiel der Regionalliga Bayern mit 15 Minuten Verspätung. Die Gäste aus München kamen gut in die Partie, machten von Beginn an Dampf. Die Clubamateure hingegen wirkten in der ein oder anderen Situationen schläfrig. Nach nicht mal vier Minuten bestraften die Löwen die Nürnberger Lethargie. Über Aaron Berzel landete der Ball nach schönem Spielzug bei Benjamin Kindsvater. Der den 22-jährigen Simon Seferings bediente, der wenig Mühe hatte, den Ball im Nürnberger Kasten unterzubringen. Vor 17.689 Zuschauern fiel dem FCN-Nachwuchs anschließend wenig ein. Zu oft war der Ball - vor allem in der gegnerischen Hälfte - zu schnell wieder weg. Nach 24 Minuten tauchte der Club das erste Mal gefährlich vor dem Tor von Marco Hiller auf. Alexander Fuchs traf aus 16 Metern nach Zuspiel von Maximilian Krauß aber nur den Innenpfosten. Anders die Gäste. Nur drei Minuten nach dem Nürnberger Pfostentreffer schlug der TSV 1860 erneut zu. Nach Freistoß von Philipp Steinhart war Sascha Mölders zur Stelle, der mit seinem zehnten Saisontreffer das 2:0 erzielte. Nach einer halben Stunde wurde die Club-U21 stärker, gegen die kompakte Münchner Defensive waren gefährliche Torraumszenen jedoch weiterhin Mangelware. Kurz vor dem Pausenpfiff bot sich den Gästen die Chance auf das 3:0. Mölders eroberte sich nach Nürnberger Fehler im Spielaufbau die Kugel, brachte die anschließende Flanke aber nicht den eigenen Mann. Quasi im Gegenzug gelang dem FCN der Anschlusstreffer. Krauß nutzte einen Patzer von Jan Mauersberger, umkurvte den weit aus seinem Tor herausgestürmten Hiller und legte quer. Erik Engelhardt musste den Ball aus leicht abseitsverdächtiger nur noch zum 1:2 ins leere Münchner Tor einschieben (43.). Danach war Pause. Nach dem Seitenwechsel versuchten die Nürnberger den Schwung aus den letzten Minuten des ersten Durchgangs mitzunehmen, wodurch die Partie offener wurde. Mölders hätte nach 52 Minuten den alten Abstand wieder herstellen müssen. Verdutzt, dass die Fahne des Assistenten unten blieb, scheiterte er im Eins-gegen-Eins aber an Nikola Vasilj, der mit einer Fußabwehr gerade noch zur Stelle war. Die mögliche Vorentscheidung verpasst und sich anschließend selbst aus dem Spiel genommen. Mit zwei dummen Aktionen erwies Felix Weber seinem Team einen Bärendienst, der den Löwen binnen drei Minuten womöglich den Dreier kostete. Zunächst kassierte er nach 63 Minuten wegen Meckerns Gelb. 180 Sekunden später sollte der zweite Karton folgen - Gelb/Rot für den Münchner Kapitän, der sich nach einer Verletzungsbehandlung dummerweise nicht wieder bei Schiedsrichter Eduard Beitinger anmeldete und ohne dessen Erlaubnis das Spielfeld wieder betrat. Der Tabellenführer zog sich in Unterzahl weit zurück, dennoch öffneten sich für den 1. FC Nürnberg Räume, der mit einem Mann mehr auf den Ausgleich drängte. Neun Minuten später war es schließlich soweit. Alexander Fuchs war nach Engelhardt-Flanke aus sechs Metern zur Stelle und köpfte zum mittlerweile verdientem 2:2 ein. Von den Gästen kam in den letzten 20 Minuten nur noch wenig, aber auch der Nürnberger Nachwuchs konnte sich nicht mehr entscheidend in Szene setzen. Der eingewechselte Manuel Feil traf kurz vor dem Ende zwar noch den Pfosten, der Siegtreffer blieb dem Tabellenzweiten aber verwehrt, wodurch der Abstand auf die Löwen in der Tabelle weiterhin sieben Zähler beträgt.

Club-U21 würde auf Aufstieg verzichten

Ein Konkurrent weniger für die Münchner Löwen: Vor dem direkten Duell am kommenden Samstag wurde bekannt, dass der FCN-Nachwuchs auch in der kommenden Saison in der Regionalliga antreten will.