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Wacker gegen Eibach: Ein ungleiches Zaunderby?

Vorschau Kreisliga 2 6. Spieltag

Der kommende Spieltag beginnt bereits am Samstag um 16 Uhr mit dem Derby zwischen dem SV Burggrafenhof und dem SV Hagenbüchach. Wie gewohnt am Sonntag ab 16 Uhr will der TSV Fischbach gegen Falke den ersten Dreier, der SC Germania erwartet die SG 83 Viktoria, Mögeldorf und die Turnerschaft bitten zur Revanche für das Kopf-an-Kopf-Rennen in der Kreisklasse, der KSD Hajduk will gegen Poppenreuth nachlegen und der SV Raitersaich empfängt den Post SV. Außerdem kommt es zu zwei weiteren Derbys. Der FC Stein hat dabei den Tuspo Roßtal zu Gast und das ewig junge Zaunderby zwischen dem SV Wacker und der DJK Eibach findet seine Fortsetzung unter unterschiedlichen Bedingungen.

Wer hat diesmal die Nase vorn? Der Favorit DJK Eibach (in schwarz) oder die Underdogs vom SV Wacker.

 / © Oliver Gold / Sportfoto Zink

Nachdem es für Aufsteiger KSD Hajduk bis zum vergangenen Wochenende nur Niederlagen gehagelt hatte, konnte die Jelec-Truppe gegen die Turnerschaft ihren ersten Sieg perfekt machen. Nun wartet mit dem SV Poppenreuth ebenfalls ein siegreiches Team. „Wenn die Einstellung wie im Kärwaspiel ist, bin ich guter Dinge, dass wir das Spiel gewinnen werden“, gibt SVP-Coach Peter Meier die Richtung vor.

Der SV Burggrafenhof war das erste Team, das der DJK Eibach ein Bein stellen konnte. Mit 2:1 gewannen die Schützlinge von Juri Judt am vergangenen Wochenende. Gewohnt pragmatisch geht der Ex-Profi auch die kommende Aufgabe an. Er will mit seiner Truppe „an die Leistung vom letzten Wochenende anknüpfen.“ Da wartet nun mit dem SV Hagenbüchach ein Nachbar, sodass man getrost von einer Derbystimmung sprechen kann. Da am gleichen Tag ein Jugendturnier stattfindet und die zweite Mannschaft im Vorspiel gegen die SF Laubendorf ebenfalls ein Derby austrägt, wird es auch ein buntes Rahmenprogramm geben. Vor allem sollte man Appetit mitbringen, denn der Grill wird wieder angeworfen. „Freue mich auf das Derby in Burggrafenhof und auf heiße 90 Minuten. Ich bin überzeugt, dass es ein rassiges, kampfbetontes, jedoch faires Spiel sein wird“, prognostiziert SVH-Coach Ahmet Dönmez, der sich die Hiefer Jungs schon zweimal angeschaut und sich dabei sicherlich seine Notizen gemacht hat. „Uns ist die Super-Offensive von Burggrafenhof bekannt und zusätzlich kommen sie mit wichtigen 3 Punkten im Koffer aus Eibach. Juri hat letztes Jahr sehr gute Arbeit geleistet und dies wird er wohl versuchen zu wiederholen, wenn nicht sogar zu übertreffen.“ Dönmez hat mit seiner Aufsteigertruppe einen starken Start hingelegt und liegt punktgleich mit Eibach an der Spitze. „Bis auf 1-2 abwesende Spieler sind alle wieder an Bord. Auch die Urlauber Gebuhr und Mertel sind wieder dabei, sodass wir fast aus dem Vollen schöpfen können. Natürlich wollen wir unsere Siegesserie mit vier Siegen in Folge weiter ausbauen und werden alles geben müssen, um nach 90 Minuten mit 15 Punkten dazustehen.“

Derbyzeit in Stein. Die Elf von Thomas Eckert trifft auf Tuspo Roßtal mit Trainer Özcan Gündogan. Die Trainer haben eine gemeinsame Vergangenheit. Sie spielten mehrere Jahre zusammen beim ASV Vach. „Trotz großen personellen Umbruchs gelang es meinem Kollegen Öczan Gündogan schnell eine schlagkräftige Truppe zu formen. Wir spielen jedoch zu Hause und wollen unsere aktuelle Serie mit einem Heimdreier weiter ausbauen. Damit uns das gelingt, müssen wir es aber schaffen unsere Leistung wieder über 90 Minuten abzurufen und nicht wie in den vergangenen beiden Spielen die erste Halbzeit verschlafen“, richtet er die Worte mit erhobenem Zeigefinger an seine Truppe. Wie Stein hat auch Roßtal am vergangenen Wochenende einen Sieg einfahren können. „Ganz besonders freue mich auf das Spiel gegen meinen Freund Thomas Eckert, mit dem ich gemeinsam wundervolle Jahre Seite an Seite um Punkte gekämpft habe beim ASV Vach. In den 90 Minuten wird jedoch die Freundschaft im Sinne des Wettkampfes abgelegt“, gibt Özcan Gündogan sein Innenleben preis. „Wir hoffen, dass wir nach dem Sieg aus dem letzten Spiel direkt wieder punkten können, um eine kleine Serie zu starten. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe. Sollten wir eine gute Tagesform erwischen, haben wir große Chancen auf den Dreier.“

Trotz des großen personellen Umbruchs ist der SC Geramania besser gestartet als noch in der vergangenen Spielzeit. Sieben Punkte stehen nach fünf Spielen auf dem Konto der Elf von Trainer Serdar Dinc. Erst am vergangenen Samstag kam bei der DJK Falke ein Sieg der Moral dazu. Nun kommt es zum Aufeinandertreffen mit dem letztjährigen Bezirksligisten SG 83 Viktoria, der seinerseits einen Punkt mehr als die Germanen verbuchen konnte. „Leider konnten wir den Vorsprung gegen Mögeldorf nicht über die Zeit bringen und haben verdientermaßen nur unentschieden gespielt. Gegen Germania wollen wir 3 Punkte holen“, geht SG-Coach Michael Lauth die Aufgabe optimistisch an. „Ich freu mich auf Serdar, er wird alles versuchen um uns das Leben schwer zu machen.“

Das Zaunderby wirft seine Schatten voraus. In der vergangenen Saison entschied jedes Team ein Derby jeweils für sich. Der SV Wacker gewann das Hinspiel in Eibach mit 5:1, während die DJK das Rückspiel auf der Wacker-Alm mit 3:2 gewann. Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen in dieser Saison nicht sein. Wacker steht derzeit mit einem Punkt auf einem Abstiegsplatz, dagegen ist die Elf von Christian Hüttl mit zwölf Punkten Tabellenführer. Die Rollen sind für Wacker-Coach Stefan Sattler deshalb auch klar verteilt. „Wenn wir ehrlich sind, erwartet doch jeder, dass wir am Wochenende zweistellig kassieren und dabei noch fünf Mann Minimum fliegen. Zu Recht! Wenn man im Duden Disziplinlosigkeit nachschlägt, kommt sofort der Verweis auf uns. Das haben wir uns aber auch verdient, wenn man sich nur mal die Entstehung der Platzverweise vor Augen führt. Oder wir haben einfach eine zu gute Kondition, da wir es ja konstant schaffen das letzte Wort zu haben.“ Drei Ampelkarten – allesamt wegen Meckerns – haben ihre Wirkung nicht verfehlt. So fällt Sattlers Wunsch für den Nachbarschaftsvergleich denn auch verhältnismäßig klein aus. „Was ich mir fürs Derby wünsche? Ein faires Spiel.“

Im Vorfeld wurde Werbung für das anstehende Spiel gemacht, die beiden Spielleiter Claus Messingschlager und Robert Danninger haben ein gemeinsames Plakat entworfen und in beiden Sportheimen ausgehängt, so dass dadurch einige Zuschauer angelockt werden sollen. Hüttl hat die erste Niederlage der Saison gegen Burggrafenhof gemeinsam mit seinem Team analysiert. „Wir ziehen hoffentlich die richtigen Schlüsse für das kommende Spiel. Natürlich möchten wir gegen Wacker drei Punkte mitnehmen, aber es wird sicher nicht so leicht, wie es die Tabellenkonstellation vermuten lässt, da solche Derbys meist ihre eigenen Gesetze haben. Personell können wir fast aus dem Vollen schöpfen.“ Bis auf die beiden leicht angeschlagenen Michael Ammon und Johannes Hofmann sowie die Mallorca-Urlauber („sie haben evtl. Trainingsrückstand“) sind alle Mann an Bord. „Wir freuen uns auf ein faires Derby mit einer tollen Kulisse auf der Wacker-Alm.“

Zwar gab es am Ende keine Punkte, doch in der ersten Hälfte konnte der TSV Fischbach beim starken Aufsteiger in Hagenbüchach durchaus überzeugen. „Wir wollen an der Leistung der 1. Halbzeit von Hagenbüchach anknüpfen. Geduldig sein, aber auch mutig“, gibt Daniel Möller zu Protokoll, dem zudem eine Personalie Mut macht. „Einer der Führungsspieler und Kapitän Tobias Schlund wird sein erstes Saisonspiel bestreiten. Wir können am Wochenende das erste Mal aus dem Vollen schöpfen.“ Ein kleines Fragezeichen steht nur hinter Maxi Zeh, der in Hagenbüchach nach einer Minute unglücklich umgeknickt ist und ausgewechselt werden musste. „Wir werden die ein oder andere Veränderung sowohl taktisch als auch spielertechnisch vornehmen. Wir werden alles daran setzen und bleiben weiterhin positiv und optimistisch, dass der erste Dreier am Wochenende in Fischbach bleibt.“

Ebenfalls einen Nackenschlag kassierte die DJK Falke beim 1:3 auf eigenem Platz gegen den SC Germania. „Letzte Woche gegen Germania konnten wir leider nicht die Euphorie aus dem Derbysieg mitnehmen, wie wir es uns eigentlich erwünscht hatten. Letztlich hat uns auch in den entscheidenden Momenten das Matchglück gefehlt. Dieses muss man sich aber auch erarbeiten und somit war das dann in Summe zu wenig“, lässt Falke-Coach Eduard Hulm die Partie Revue passieren. „Dennoch sind wir auf einem guten Weg und wir merken, dass sich die Mannschaft sukzessive weiterentwickelt. Diesen Weg möchten wir auch gegen Fischbach weitergehen und hoffen jedoch dieses Mal wieder drei Punkte einfahren zu können.“

Der erste Punkt für die SpVgg Mögeldorf 2000 im Kreisoberhaus ist unter Dach und Fach. Die Frey-Elf ließ sich auch von einem 0:2-Rückstand bei der SG 83 Viktoria nicht entmutigen und konnte noch ausgleichen. „Zu allererst möchte ich mich bei unseren treuen Fans und Anhang beim Spiel bei der SG Viktoria recht herzlich bedanken für die Unterstützung und Anfeuerung. Nach vier Niederlagen ist das nicht selbstverständlich. War richtig klasse!“ Dies unterstreicht Coach Norbert Frey, der sich auf den 12. Mann verlassen konnte. „Nach unserem ersten Punktbeginn wollen wir im Heimspiel gegen die Turnerschaft aus Fürth nachlegen und den ersten „3er“ der Saison einfahren. In der letzten Saison waren die Spiele heiß umkämpft. Das wird am kommenden Sonntag wieder so sein.“ In der vergangenen Spielzeit endete das Hinspiel mit einem 1:1-Remis, während die Fusionself das Rückspiel gegen die bereits aufgestiegene Turnerschaft einen 7:1-Erfolg feierte. „Die Niederlage gegen Hajduk wird die Turnerschaft vergessen machen wollen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit dem ehemaligen „DFB-Regionalauswahlspieler“ Tolga Toker.“ Den hatte er einst schon unter seinen Fittichen.

Freys Gegenüber Adrian Mesek fiebert dem Duell schon länger entgegen. „Auf Mögeldorf freu ich mich persönlich am meisten. Letzte Saison haben wir uns im Hinspiel auswärts auf dem Hockeyplatz gar nicht zurechtgefunden und trennten uns mit einem Unentschieden. Im Rückspiel sind wir mit der zweiten Mannschaft angetreten, da wir bereits sicher aufgestiegen waren. Deshalb freut es mich, dass wir am Sonntag wieder ein Spiel gegen Mögeldorf auf einem Rasenplatz haben, bei dem 3 Punkte für beide wichtig sind.“ Im Vergleich zur vergangenen Saison wird in Mögeldorf Dickson Abiama fehlen, der inzwischen seine Tore für die SG Quelle Fürth schießt. „Mögeldorf ist nicht gut gestartet. Wahrscheinlich liegt es am Abgang von Abiama. Seine Qualität auf der Außenbahn ist verloren gegangen. Der Spieler war der Schlüsselspieler für sie.“

Der SV Raitersaich ist nach starkem Start wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Zuletzt gab es – auch personell bedingt – zwei Niederlagen zu verdauen. „Wir hoffen, dass bis Sonntag der ein oder andere Verletzte zurückkehrt, müssen aber auf mindestens fünf Spieler verzichten (wohl eher mehr). Wollen zurück in die Erfolgsspur, sind uns aber der Schwere der Aufgabe bewusst“, erklärt SVR-Spielertrainer Dietmar Kusnyarik, der mit seiner Truppe „möglichst in der Spitzengruppe bleiben“ will. Nun kommt der Post SV, der bislang noch ungeschlagen ist, dabei aber auch schon vier Remis (in fünf Spielen) quittieren musste. „Die Jungs ziehen alle super mit. Es liegt in jedem Spiel an uns selbst, erfolgreich zu sein“, so Trainer Birol Pirdal, der auf einige Urlaubsrückkehrer zurückgreifen kann. „Ein Sieg im Auswärtsspiel würde uns für die kommenden Wochen sicherlich helfen.“

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