Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Notarzteinsatz bei Germania - Hagenbüchacher Gala im Spitzenspiel

Kreisliga 2 8. Spieltag

Klare Sache an der Spitze: Der SV Hagenbüchach siegte im Top-Spiel gegen den FC Stein. Dahinter rangiert der SV Reitersaich, der sich in einem Sieben-Tore-Spiel gegen die DJK Eibach durchsetzte. Den klarsten Sieg des Tages landete der Post SV gegen Roßtal, Mögeldorf gewann last-minute gegen Poppenreuth. Die Partie zwischen dem SC Germania und dem KSD Hajduk wurde 50 Minuten unterbrochen - der Grund war eine schwere Verletzung. Am Ende stand ebenso ein Remis wie bei Fischbach gegen Turnerschaft Fürth. Auswärtssiege gab es für Falke (gegen Wacker) und die SG 83 (in Burggrafenhof).

Keine schönen Szenen bei der Partie Germania gegen Hajduk: Ein Spieler zog sich einen Bruch zu.

 / © Zink/DaMa

Durch hohe Einsatzbereitschaft sowie eine kämpferisch geschlossenen Mannschaftsleistung knüpften die „Karpfen“ den Gästen aus Fürth einen Zähler ab. Zwar zeigte die Turnerschaft die reifere Spielanlage, jedoch hielt die Elf um das Trainerduo Möller/Lechner über die gesamten 90 Minuten sehr gut dagegen und hätte beinahe gegen Ende der Partie noch den Sieg errungen. Während die erste Hälfte ohne große Höhepunkte blieb, wendete sich das Blatt in Halbzeit zwei. Nils Schellenberger brachte Fischbach nach einem herrlich ausgespielten Konter mit 1:0 in Führung, Gästekeeper Nell hatte hier keine Abwehrchance. Die Fürther erhöhten daraufhin den Druck, diesen hielt jedoch das Fischbacher Abwehrbollwerk stand. Der eingewechselte Akin Bölük ließ vier Minuten vor Schluss sein Können aufblitzen, als er einen Fischbacher Verteidiger austrickste und sein Schuss aus gut 20 Metern im linken unteren Eck einschlug. In der Schlussphase hatte die Heimelf noch zwei gute Möglichkeiten auf den Heimdreier, doch Eric Bauers Treffer wurde wegen Abseitsstellung aberkannt. Nino Häberleins Abschlussversuch wollte ebenfalls nicht über die Linie und eine scharfe Hereingabe von Eric Bauer fand keinen Abnehmer, sodass bei der Punkteteilung blieb, die den Fischbachern sicherlich Mut machen wird für die kommenden Aufgaben. kk

Der Post SV landete beim 6:0 gegen Roßtal einen auch in dieser Höhe völlig verdienten Erfolg. Schon nach 23 Minuten war die Partie am Ebensee gelaufen. Bis dahin führte die Post durch einen lupenreinen Hattrick von Ölcer und einem Tor von Kapitän Almosdörfer bereits mit 4:0. Die Elf von Trainer Birol Pirdal zeigte sich kampfstark, spielfreudig und extrem effizient im Abschluss. Den ersten Treffer von Ölcer bereitete der agile Karac über links vor, Ölcer traf nach einer feinen Ballannahme aus der Drehung. Das zweite Tor bereitete Antreiber Niklaus vor, der den Ball stark mitnahm und Ölcer dann mit einem klasse Pass bediente. Der PSV-Torjäger veredelte die Aktion mit einem frechen Lupfer über Tuspo-Keeper Seifert hinweg. Roßtal hatte dazwischen bei einer Flanke von Saleh, die ans Lattenkreuz klatschte, und einem Schuss von Wolf, der vom Innenpfosten heraussprang, Pech, aber auch die Post hatte durch Ölcer noch zwei Hochkaräter. In der 19. Minute war er aber wieder zur Stelle, als er nach einer Kombination zwischen Karac und Almosdörfer den Abpraller verwertete. Einen Pirdal-Schuss entschärfte Seifert mit einer tollen Parade, ehe Almosdörfer einen abgewehrten Karac-Schuss per Kopf zum 4:0 im Tor versenkte (23.). Nach dem Treffer des Kapitäns nahmen die Gelb-Blauen etwas das Tempo aus der Partie, ohne den Gegner ins Spiel kommen zu lassen. Im zweiten Durchgang einer insgesamt fairen Partie hatte das Team vom Ebensee weiter alles im Griff. Almosdörfer erhöhte mit einem Schuss aus der Distanz über Seifert hinweg zum 5:0 (64.), Routinier Kühnlein setzte schon in der 67. Minute nach einer Ecke per Kopf den Schlusspunkt. Andi Niklaus

Punkte holen hieß es für den SV Burggrafenhof: Nachdem in den letzten Spielen die Erfolgserlebnisse ausblieben, wollte sich der SVB nun tabellentechnisch vor Ex-Trainer Michael Lauth stellen. Doch fehlende Stammspieler trübten die Stimmung. Die erste Halbzeit fand hauptsächlich im Mittelfeld statt, der Wind trug einiges zu einer torlosen ersten Hälfte bei. Nur durch Freistöße oder Ecken kam der Ball in Richtung Tor, eine Ecke von Raab küsste den Pfosten. Die Gäste hatten aus dem Spiel heraus schon paar Chancen mehr, aber der Wind vereitelten teilweise den Erfolg. Kurz vor der Halbzeit konnte Müller nach einem Gedränge vor seinem Kasten ein Eigentor verhindern. In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild. Singer hatte bei einem Freistoß die Chance zum Führungstreffer, sein Versuch ging aber übers Tor. Gäste-Akteur Wallinger sollte letztlich zum Matchwinner avancieren: Durch einen Freistoß erzielte er zunächst den Führungstreffer, kurz darauf verwandelte er auch den Elfmeter, den Meier an Rodriguez Alonso verursacht hatte. Zehn Minuten später hatte Gessnitzer nach einem Freistoß von Raab die Anschlusschance, aber SG-Keeper Panetta war zur Stelle und hielt seinen Kasten am heutigen Tag sauber. Der SVB bleibt damit im dritten Spiel in Folge ohne Sieg. Friederike Weißer

Am Sonntag begrüßte der SV Raitersaich die DJK Eibach. Die Begegnung endete torreich: Der Gastgeber gewann mit 4:3. Die Heimelf war zunächst tonangebend, vor 110 Zuschauern markierte Bernd Grillenberger mit der ersten Torchance auch die Führung für den SV Raitersaich (13.): Nach einer Steinlein-Ecke lauerte er am zweiten Pfosten. Wenig später das 2:0: Von Thomas Paulus geschickt, bewies Florian Müller in Minute 16 Vollstreckerqualitäten und brachte den Ball im 1-gegen-1-Duell mit dem Keeper über die Linie. Im Anschluss verpasste es die Heimelf, für noch klarere Verhältnisse zu sorgen. Also schlug Michael Ammon doppelt zu und glich damit für die DJK Eibach nor vor der Halbzeit aus (40./44.): Zunächst wurde er bei einer Freistoßhereingabe alleine gelassen, dann profitierte er von einem Fehler von SVR-Keeper Schuster, der bei einer Ecke am Ball vorbeisprang. Eine Aussage darüber, wer am Ende die Nase vorn haben würde, war nach dem Abpfiff der ersten Halbzeit noch nicht zu treffen. Es ging mit einem Gleichstand in die Kabinen. In Durchgang zwei traf Raitersaichs Müller zweimal Aluminium, Eibach ging dann Mitte des Durchgangs durch den dritten Treffer von Ammon sogar in Führung: Er nutzte eine Abstimmungsschwierigkeit in der Raitersaicher Defensive. Doch die Heimelf zeigte sich unbeeindruckt: Dietmar Kusnyarik (73.) verwertete einen langen Ball von Paulus zum Ausgleich, Dominik Steinlein (83.) brachte seine Farben nach einem Ball auf den zweiten Pfosten wieder in Front. Zwischenzeitlich hatte aber auch der Gast einen Pfostenkopfball zu vermelden. Am Ende verbuchte der SV Raitersaich gegen die DJK Eibach einen verdienten Sieg - auch wenn die Heimelf die Partie früher für sich hätte entscheiden müssen. 

Mögeldorf konnte nach der deutlichen Niederlage bei Hajduk den zweiten Heimsieg in Folge feiern. Die Sportvereinigung begann druckvoll, während die Gäste auf Konter lauerten. Nach einem Standard gingen die Hausherren nach 18 Minuten in Führung. Christoph Ubrig brachte den Ball aus den Halbfeld nach innen, Torhüter Christoph Weiner faustete den Ball unzureichend weg, Solomon Abraha schaltete am schnellsten und köpfte den Ball in das verwaiste Tor zum 1:0. Doch Poppenreuth konnte im Gegenzug ausgleichen. Einen feinen Ball in die Schnittstelle verwertete Dominik Döll souverän zum schnellen 1:1. Mögeldorf berappelte sich kurz und spielte weiter nach vorne. Nach einer halben Stunde zelebrierte die Sportvereinigung einen schönen Spielzug, Benjamin Renns Tor wurde jedoch wegen vermeintlichen Abseits aberkannt. Die Frey-Elf ließ nicht locker: Der für den Gelb-Rot gefährdeten Oliver Mehl eingewechselte Kevin Wilhelm setzte sich sehenswert gegen zwei Gegenspieler durch und spielte den Ball flach nach innen, Andy Lissner konnte noch vor dem einschussbereiten Abraha in aller höchster Not klären. Auch nach dem Seitenwechsel war die Heimelf die aktivere Mannschaft. Nach einer Stunde konnte Paul Schinner seine Farben wieder in Führung bringen: Arthur Reins Abschluss wurde an der Strafraumkante geblockt, Schinner nahm den Ball direkt und schlenzte ihn sehenswert ins lange Eck. Die Mögeldorfer Jungs verpassten es, die Entscheidung herbeizuführen, so kamen die Fürther zum etwas überraschenden Ausgleich. Nach einer feiner Einzelleistung wurde Sebastian Döll bedient, der aus kurzer Distanz den Ball über die Linie drückte. Poppenreuth schien mit dem Punkt zufrieden, Mögeldorf wollte unbedingt den Dreier und fuhr noch einen letzten schönen Spielzug. Steffen Klein setzte sich am Flügel durch und bediente den in der Mitte postierten Renn, dessen Direktabnahme unhaltbar ins lange Eck zum Last-Minute-3:2 einschlug. Ein insgesamt verdienter Sieg für Mögeldorf, das eine couragierte Leistung zeigten. Poppenreuth zeigte offensiv zu wenig und wurde in der Schlussminute bestraft. Harry Bielz

Im Spitzenspiel der Kreisliga unterlag der FC Stein - auch in der Höhe verdient - dem SV Hagenbüchach mit 0:4 und musste somit nach sechs Spielen ohne Niederlage erstmals wieder alle drei Punkte abgeben. In den ersten 20 Minuten war allerdings der FC die spielbestimmende Mannschaft und hatte auch die ersten Torchancen. In der 7. Minute wurde Rupprecht schön von Elibol freigespielt, sein Abschluss aus halblinker Position war allerdings zu harmlos und konnte somit problemlos von Torhüter Krauß entschärft werden. Fünf Minuten später war es dann Elibol selbst, der mit seinem Versuch aus spitzem Winkel knapp am Tor der Gäste vorbeischoss. Nachdem der früh eingewechselte Frenzel (Kolb hatte sich bereits nach wenigen Minuten verletzt) seinen Distanzschuss etwas zu hoch angesetzt hatte, war es allerdings vorbei mit der Steiner Herrlichkeit. Spätestens nach 20 Minuten, als Marrouki mit der ersten Chance der Hagenbüchacher an Lehnert scheiterte, war auch die Spielfreude des Tabellenführers erwacht. Diese führte dann auch nach 26. Minute zur 1:0-Führung der Gäste. Marrouki wurde vor dem Tor der Hausherren flach angespielt und hatte keine Mühe, aus fünf Metern völlig blank vor Torhüter Lehnert stehend einzuschieben. Mit der 1:0-Gästeführung wurden schließlich auch die Seiten gewechselt. In den zweiten 45. Minuten drehte Hagenbüchach zusehends auf, während die Steiner immer mehr nachließen. Insbesondere die schnellen und technisch überaus versierten Spitzen Maraj und Marrouki stellten die Hintermannschaft der Faberstädter immer wieder vor große Probleme. So war es nur eine Frage der Zeit, bis weitere Tore der Gäste fielen. Bereits in der 48. Minute erzielte Marrouki erneut völlig freistehend vor Lehnert das 0:2. Eine gute Viertelstunde später war es dann Maraj, der zum 0:3 vollendete. Einen Freistoß von Hanf fing die Hintermannschaft der Gäste ab, dann schaltete man blitzschnell um, während die Steiner nur hinterher trabten. Letztendlich hatte der freigespielte Maraj keine Mühe den Ball aus kürzester Entfernung über die Linie zu drücken. Den Schlusspunkt in einer in der zweiten Halbzeit einseitigen Partie, setzte erneut Marrouki, der in 74. Minute abermals völlig allein gelassen aus sieben Metern am bedauernswerten Lehnert vorbei einschieben konnte. Der SV Hagenbüchach konnte mit diesem Sieg seine Tabellenführung untermauern, während für den FC gilt: Mund abwischen und in den nächsten Spielen wieder zu alter Stärke finden. Dirk Schaefer

Ein Spiel, bei dem das Ergebnis keine Rolle spielt - aber von Beginn an: Germania war zunächst die spielbestimmende Mannschaft, versuchte auf das erste Tor zu gehen, doch in der Anfangsphase konnten die Gäste dagegenhalten. In der 41. Minute hatte Toksöz eine Idee und schloss aus der zweiten Reihe ab: Der Ball zappelte im Netz. Alhassan hatte kurz vor der Pause nochmal die Riesengelegenheit zum 2:0. Er lief alleine auf den Keeper zu, doch konnte den Ball nicht verwerten. Danach passierte bis zur Pause nicht mehr viel. Zu Beginn der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch. Dieser dauerte bis zu 68. Minute an, doch diese Minute veränderte das ganze Spiel: Bei einen Zweikampf auf Höhe der Mittelinie zwischen Marcos Mayer und Dominik Dokic kam Mayer schneller am Ball, Dokic nahm die Sohle hoch und hielt sie offen drauf. Eine Darstellung, der der KSD Hajduk widerspricht. Die Gäste beschreiben die Situation folgendermaßen: "Es war ein Zweikampf, in dem beide Spieler direkt zum Ball gerannt sind und beide zeitgleich gegen den Ball getreten haben - ein Pressschlag. Beide Spieler haben komplett durchgezogen, und nachdem Dokic den Ball gespielt hat, ging Mayer leider zu Boden. Dokic ging somit auf gar keinen Fall gestreckt in den Zweikampf." Die Folgen des Zweikampfs waren unzweifelhaft heftig: Wadenbeinbruch von Mayer. Das Spiel wurde für 50 Minuten unterbrochen, der Sanitäter versorgte den verletzten Spieler auf dem Platz, anschließend wurde Mayer ins Krankenhaus gebracht. Das Schiedsrichtergespann zeigte Dokic nur den Gelben Karton, aus Sicht der Heimmannschaft eine zu milde Entscheidung. Das Spiel wurde fortgeführt - und besagter Dokic traf in der 82. Minute zum Ausgleich. So trennten sich die Germania und Hajduk mit 1:1. Martin Knispel / red

Hatte der SVW in Hälfte eins noch ein Chancenübergewicht gegenüber Falke mit mehr Ballbesitz, so entfachte die DJK in der zweiten Halbzeit mehr und mehr Dominanz und drehte das 1:2 zur Pause noch in einen 4:2-Auswärtssieg. Vor allem in der zweiten Hälfte bereitetet Wackers wenig kämpferisches und läuferisches Verhalten Trainer Sattler Sorgenfalten. Die Torwartrochade war nicht ausschlaggebend für die Niederlage der Heimelf.

Mehr zum Thema