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Hulm: "Die Turnerschaft spielt in einer anderen Liga"

Vorschau Kreisliga 2 17. Spieltag

Neu-Tabellenführer Turnerschaft Fürth hat die ersatzgeschwächte DJK Falke zu Gast, während sich der entthronte SV Hagenbüchach mit dem KSD Hajduk misst. Im Duell der Freunde trifft der SV Raitersaich auf den SV Burggrafenhof. Der Post SV will gegen den TSV Fischbach nachlegen, der seinerseits alles raushauen will. Die Germanen haben den zuletzt auswärtsstarken Tuspo Roßtal vor der Brust. Die DJK Eibach um Thomas Neubauer hat Ex-Coach Norbert Frey mit der SpVgg Mögeldorf 2000 zu Gast. Auf Konstanz hofft Peter Meier mit dem SV Poppenreuth gegen die SGV 1883, die mit großem Selbstvertrauen nach Fürth kommt. Thomas Eckert ist es letztlich egal, wie er die Punkte gegen den SV Wacker holt. Hauptsache der Dreier steht am Ende auf der Anzeigetafel.

Eduard Hulm sieht sich mit der DJK Falke als krasser Außenseiter im Duell mit der Turnerschaft Fürth.

 / © Matthias Janousch

Der SV Poppenreuth ist seit drei Spielen ungeschlagen, teilte sich in zwei Partien aber die Punkte. Dementsprechend gespalten ist deshalb auch Coach Peter Meier in seiner Rückbetrachtung. „Wir müssen endlich einmal ein Spiel über 90 Minuten konstant spielen. Auch wenn wir zur Zeit ersatzgeschwächt spielen, sollten die drei Punkte in Poppenreuth bleiben.“ Mit einem Dreier wäre man in der Spitzengruppe der Liga angelangt. Doch der kommende Gegner hat es in sich. Die SGV 1883 wurde seit fünf Spielen nicht mehr besiegt und feierte in dieser Zeit drei Dreier. Freilich kommt die Elf von Michael Lauth nun mit breiter Brust nach Poppenreuth. „Nach dem Sieg gegen Falke wollen wir natürlich jetzt oben dranbleiben und auch gegen eine erfahrene Mannschaft aus Poppenreuth was mitnehmen.“

Der Post SV belegt aktuell den sechsten Rang und hat neun Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Dies ist freilich den acht Unentschieden geschuldet – keine Mannschaft teilte öfter die Punkte. Zum Start in die Rückrunde gelang nun ein Sieg beim 2:0 über Germania. „Nun ist es wichtig nicht nur spielerisch - zumindest größtenteils - sondern auch mit Ergebnissen zu überzeugen. Die kommenden zwei Spiele bis zur Winterpause sind für die restliche Saison wegweisend und enorm wichtig für das Selbstbewusstsein. Die Vorgabe lautet im Gegensatz zur Hinrunde so wenig Punkte wie möglich liegen zu lassen, denn einige Unentschieden, die wir auf unserem Konto haben, müsste man in Siege verwandeln, wenn wir uns am Ende der Saison zumindest auf einem der oberen Tabellenplätze positionieren wollen“, sagt Post-Coach Birol Pirdal, der nun den TSV Fischbach am Ebensee erwartet. Das Hinspiel endet – wie sollte es anders sein – mit einem 2:2-Remis. Die Elf von Daniel Möller und Stefan Lechner kommt als Tabellenletzter, was aber eine Momentaufnahme bleiben soll. „Wir wollen die letzten zwei Spiele vor der Winterpause nochmal alles raushauen, was möglich ist, um den Anschluss an das untere Tabellendrittel zu schaffen“, gibt Möller als Ziel aus. „Post SV wird ein schwerer Brocken, den es 90 Minuten zu bekämpfen gilt. Wenn alle das abrufen, was sie können, denke ich, dass uns eine Überraschung gelingen kann.“ Mut machen ihm dabei die Leistungen im Training. „Ich hoffe wir können die guten Trainingsleistungen endlich mal in einem Punktspiel zeigen.“ Dann wäre der Knoten ein für alle Mal geplatzt.

Mit Mögeldorfs Coach Norbert Frey kommt ein alter Bekannter nach Eibach zurück, der in der Saison 2010/11 die erste Mannschaft betreute. Damals schon war Thomas Neubauer, der diesmal wie bei Hajduk den verreisten Christian Hüttl vertreten wird, für die Zweitvertretung verantwortlich. „Dass wir bei Hajduk noch das 2:2 machen, war leistungsgerecht.“ Kurz vor dem Ende erzielte Karlheinz Wiesenmayer den Ausgleich. Allerdings hat man in Eibach aus dem mit harten Bandagen auf und neben dem Platz geführten Duell auch zwei Verletzte zu beklagen. Bei Philip Jäckel bestätigte sich die befürchtete Diagnose Kreuzbandriss glücklicherweise nicht, trotzdem wird er dieses Jahr wohl nicht mehr zum Einsatz kommen können. Auch für Florian Haas kommt die Partie gegen Mögeldorf wohl zu früh. Dafür kehren mit Johannes Hofmann und Philipp Eich zwei zuletzt verhinderte Akteure zurück. „Ich war im Vorspiel dabei. Mögeldorf hat eine richtig gute Mannschaft. Wir waren damals Tabellenführer, die SpVgg hatte noch keinen Zähler auf dem Konto. Inzwischen sind sie einen Punkt vor uns. Das spricht für eine sehr gute Entwicklung.“ Allein schon deshalb spricht Neubauer davon, dass sich der Aufsteiger inzwischen in der Liga etabliert hat. Die Elf von Norbert Frey ist freilich längst kein Punktelieferant mehr. „Nachdem wir nun seit acht Spielen ungeschlagen sind, möchten wir im schweren Auswärtsspiel in Eibach wieder punkten, um unsere Serie weiter aufrechterhalten zu können. Da wir das Heimspiel gegen Roßtal nicht gewinnen konnten, sollten wir nun in Eibach zusätzlich bzw. erst recht etwas Zählbares mitnehmen, da sonst der Abstand nach unten weiter schmelzen würde. Dazu ist eine konzentrierte, disziplinierte und dynamische Spielweise nötig“, gibt SpVgg-Trainer Norbert Frey zu Protokoll.

Der SV Raitersaich hat sich in der Spitzengruppe der Liga niedergelassen und trifft nun auf den SV Burggrafenhof, der sich nach einer Durststrecke wieder gefangen hat und inzwischen seit drei Spielen ungeschlagen ist. Das ist auch SVR-Coach Dietmar Kusnyarik nicht verborgen geblieben. „Auf uns wartet ein schwerer und schwer einzuschätzender Gegner. Sie sind gut drauf nach einer kleinen Serie in den letzten drei Spielen. Wir aber auch. Die vergangenen beiden Spiele haben wir dominiert und verdient gewonnen. Der Trend soll nun fortgesetzt werden.“ SVB-Coach Juri Judt hat freilich was dagegen und auch in Raitersaich punkten. „Die Mini-Serie wollen wir ausbauen“, erklärt er dementsprechend optimistisch. Weit um mehr als drei Punkte geht es obendrein. Denn die SVR-Akteure Florian Müller und Thomas Paulus sowie SVB-Keeper Dominik Müller verbindet eine enge Freundschaft. Beim 3:1-Erfolg des SVR im Hinspiel fehlte der Torhüter. Allein schon deshalb gibt es für ihn einiges geradezurücken.

Die Tabellenführung hat der SV Hagenbüchach abgeben müssen. Nun darf man gespannt sein, wie die Dönmez-Truppe ihre Rolle als Verfolger ausfüllt. Der KSD Hajduk kommt jedenfalls nicht vorbei, um die Punkte kampflos aufzugeben. „Am letzten Samstag haben wir schon besser gespielt als in den letzten Wochen. Es hat etwas das Glück gefehlt. Jedoch haben wir uns in den letzten Spielen wenigstens nicht besiegen lassen und darauf müssen wir aufbauen“, meint Alex Wassermann über das 2:2 gegen Eibach. „Die Besserung kommt rechtzeitig vor dem wichtigen Spiel gegen Hagenbüchach. Trotz allem sind wir noch nicht ganz so weit mit unserem Spiel, wie wir es eigentlich können und wollen, aber das kommt hoffentlich früher als später, wenn alle weiter gut zusammenarbeiten. Am Sonntag wird es hoffentlich ein sehenswertes Spiel auf gutem Niveau.“

Für den FC Stein steht eine richtungsweisende Partie ins Haus. Der letzte Sieg der Elf von Thomas Eckert ist fast einen Monat her und war seit September auch der einzige. Inzwischen wurden die Steiner bis auf Rang elf durchgereicht. Eckert weiß, was die Stunde geschlagen hat. „Wir müssen das Spiel am Wochenende zu unseren Gunsten entscheiden, egal wie.“ Doch auch der SV Wacker hat nichts zu verschenken. Die Elf von Stefan Sattler könnte mit einem eigenen Sieg den Anschluss an den Relegationsrang herstellen.

Verlieren verboten heißt es für den SC Germania im Duell mit dem Tuspo Roßtal. Die Dinc-Elf belegt derzeit den letzten Platz über dem Strich, Roßtal ist Vorletzter. Mit einem Sieg könnten die Germanen den Tuspo auf neun Punkt distanzieren. "Wir sind zum Siegen verdammt. Wenn wir aufhören, Geschenke zu verteilen und uns selbst auch mal belohnen, dann punkten wir auch mal in Heimspielen. Wobei es egal ist, ob Heim- oder Auswärtsspiel - es ist ja nicht so, dass wir in Heimspielen vor 50.000 Zuschauern spielen und enormen Druck hätten. Denn da sind die gleichen treuen 50 Seelen, die uns auch auswärts begleiten. In unserer Situation ist es absolut egal, wo und wie du gewinnst", sagt Dinc. Es muss nicht schön..sondern gut sein!Das will man in Roßtal tunlichst verhindern. „Wir spielen gegen einen sehr unbequemen Gegner Germania, der uns sicher vor eine große Herausforderung stellen wird. Wir konnten in unserer sehr angespannten personellen Situation zuletzt zeigen, dass wir enger zusammengerückt sind und den Teamgeist eingeschworen haben, der uns auch zwei gute Auswärtsspiele in Folge beschert hat“, sagt Tuspo-Coach Özcan Gündogan und meint damit die beiden 2:2-Remis bei Hajduk und in Mögeldorf. „Wir möchten diesen Trend natürlich mit allen möglichen Mitteln weiter fortführen.“

Die Turnerschaft Fürth ist nach dem 2:0-Sieg über Hagenbüchach seit dem vergangenen Wochenende neuer Tabellenführer. Damit wurde die Mesek-Elf automatisch vom Jäger zum Gejagten. Erster Herausforderer ist nun die DJK Falke, die derzeit zumindest ergebnistechnisch ein Tief durchmacht. „Leider konnten wir aus den letzten vier Spielen nur einen mageren Punkt holen und haben uns somit von den schönen Plätzen der Tabelle ins Mittelfeld katapultiert. Zu dem ohnehin schon bitteren Negativlauf kommt auch noch, dass wir jetzt gegen den Spitzenreiter mit einer Rumpfelf nach Fürth reisen werden. Unser Mix aus erster und zweiter Mannschaft wird versuchen nicht allzu sehr unter die Räder zu kommen“, hat Falke-Coach Eduard Hulm keine großen Erwartungen, dass gerade jetzt der Bock umgestoßen werden könnte. „Die Mannschaft um Spielertrainer Mesek steht aufgrund ihrer spielerischen und mannschaftlichen Leistung völlig verdient da oben und spielt für mich in einer anderen Liga. Die Turnerschaft wird auch am Ende das Rennen um die Meisterschaft machen, da bin ich mir sicher“, kürt Hulm den Meister bereits vorab. „Bei unserer Personallage ist für uns ist das primäre Ziel verletzungsfrei zu bleiben, um gegen ebenbürtige Gegner frühzeitig die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen.“ Kurzfristig wurde die Partie von Samstag auf Sonntag, 17 Uhr, verlegt.

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