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"Schlechter Tag, um Ohren zu haben": Laura Müller singt - die Reaktionen sind eindeutig

Christian Urban

Redakteur - nordbayern.de

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24.4.2024, 11:42 Uhr
Laura Müller und der gefallene Ex-Schlagerstar Michael Wendler. (Archivbild)

© Rolf Vennenbernd/dpa Laura Müller und der gefallene Ex-Schlagerstar Michael Wendler. (Archivbild)

Was bisher geschah: Es war einmal ein deutscher Schlagersänger namens Michael ("Egal") Wendler, der 2018 die damals 18-jährige Gymnasiastin Laura Müller kennenlernte. Die beiden wurden ein von der Boulevardpresse hingebungsvoll beobachtetes Paar (schließlich war er 29 Jahre älter als sie) und wanderten 2019 nach Cape Coral in Florida aus, wofür sie ein Jahr vor dem Abitur die Schule abbrach.

Dann gingen die Dinge zunächst ihren Gang, bis 2020 die Corona-Pandemie den Globus heimsuchte und Wendler den Weg von Xavier Naidoo und Attila Hildmann einschlug: Statt die Welt mit seiner Kernkompetenz zu erfreuen (dem Singen, bzw. - im Fall von Hildmann - dem Kochen), stürzte er sich voller Elan in die Abgründe des Verschwörungs-Bullshits und verkündete auf seinem eigenen Telegram-Kanal beispielsweise, dass nahezu alle Menschen, die gegen Corona geimpft wurden, 2021 sterben würden. Außerdem verglich er Deutschland mit einem KZ und erklärte anschließend, nachdem die Reaktionen überraschenderweise ziemlich verheerend waren, die Abkürzung KZ habe doch in Wirklichkeit - kein Witz - für "Krisen Zentrum" gestanden.

Als Folge solcher und vergleichbarer Äußerungen wurde Wendler zur absoluten Persona Non Grata und riss auch seine Frau Laura, die bis dahin als Influencerin mit ihrem Instagram-Account relativ erfolgreich war, mit in den Abgrund - was möglicherweise auch ein kleines bisschen daran gelegen haben mag, dass Müller selbst 2021 über ihren Instagram-Account Produkte aus dem Kopp-Verlag bewarb. Falls Sie den Verlag nicht kennen: Dort finden Sie neben rechtsesoterischen, -populistischen und -extremen Titeln auch alles, was Sie schon immer über jüdische Weltverschwörungen und UFO-Entführungen wissen wollten - oder über all das, was Ihnen die Mainstream-Presse (das sind unter anderem wir) sonst so verschweigt.

Nachdem Müllers bisherige Einnahmequellen dadurch mehr und mehr versiegten, erstellte das Paar Ende 2021 einen Account auf dem... äh... auf eher explizite Inhalte spezialisierten Bezahl-Portal Onlyfans - zunächst mit durchwachsener Resonanz. Anfang 2022 kreierte Müller schließlich zusätzlich noch einen eigenen Account, der offenbar deutlich besser läuft und ihr nach Schätzungen bisher ein Gesamtvermögen im mittleren sechsstelligen Bereich verschafft haben soll. Offizielle Zahlen gibt es nicht.

Seit dem 18. Mai ist Müller jedoch nicht mehr nur Onlyfans-Model, sondern auch noch Sängerin - und obwohl der Song zweifellos in die ewige Bestenliste der musikalischen Schwerverbrechen aufgenommen werden wird, muss man ihr eine Sache neidlos zugestehen: Noch nie zuvor in der Geschichte der deutschsprachigen Musik hat sich "Follower" auf "Superstar" gereimt ("Bin auf Onlyfans ein Superstar, habe 100.000 Follower"). Wobei das weniger absurd ist als es klingt, denn sie spricht "Follower" als "Followah" aus. An dieser Stelle dürfen Sie gerne das unten eingebettete Video anklicken - aber seien Sie gewarnt: Den Ohrwurm werden Sie über Stunden nicht mehr los.

Sie haben das Video wirklich angeklickt? Naja, selbst schuld. Aber egal, denn wesentlich unterhaltsamer als das Video selbst (und das, obwohl es zweifellos ein enormes Trash-Potential hat), sind die Kommentare, die das YouTube-Publikum dazu geschrieben hat. Rund 8500 sind es aktuell (Mittwoch, 24. April, ca. 11 Uhr) - und es ist davon auszugehen, dass noch ein paar dazu kommen werden. Eine kleine Auswahl? Aber gerne! Viel Freude damit. Übrigens, die Kommentare sind 1:1 von YouTube übernommen. Für eventuelle orthographische Schwächen sind wir also nicht verantwortlich.

"Ich hab nichts erwartet und wurde trotzdem enttäuscht!" (@robi.8396)

"Ohne Ton peinlich. Mit Ton hab ich mich nicht getraut.! (@PrinzLothar)

"Nach diesem Lied musste ich es meinen Therapeuten zeigen Jetzt ist er in Therapie" (@skreffer2947)

"Hört sich an als würde ein Erstklässer ein Gedicht aufsagen aber ich bin ehrlich, ich will auch keine Erstklässler beleidigen." (@DaveTheMagicalCheeseWizardCat)

"Nach dem abspielen in der Küche waren die Fruchtfliegen weg." (@richardpetermann)

"Ich habe den Song als Wecker genommen, jetzt steh ich sogar 5min früher auf als er klingelt" (@leondominik)

"Wenn ich das Lied furze klingt es besser." (@AnthOBuB11)

"Mein Bruder ist schwerbehindert und sitzt im Rollstuhl- bis gerade eben. Er ist tatsächlich aufgestanden um diesen Müll auszuschalten." (@learicker5234)

"Ein schlechter Tag, um Ohren zu haben" (@AaronSchneider-rw8bl)

"Bibi: Ich hab den schlechtesten Song rausgebracht! Laura: Hold my beer !" (@nicole.s8645)

"Wollte eigentlich keinen Ohrwurm haben, jetzt singe ich das Lied im Bus.danke" (@jameeltahir97)

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