Nürnbergs Surfer warten auf die Dauerwelle

21.12.2011, 18:17 Uhr
Nürnbergs Surfer warten auf die Dauerwelle

© NN-Archiv

Das ergab ein Treffen von Vertretern der Initiative Nürnberger Dauerwelle  mit Verantwortlichen der Stadt Nürnberg.  Grund für die Zeitverzögerung ist die dringend notwendige Suche nach einem Betreiber, der die Verantwortung für das neue Surfer-Domizil mitten in Nürnberg übernehmen kann. Noch ist unklar, ob die Welle feste Öffnungszeiten haben oder rund um die Uhr für alle zugänglich sein wird und wer als Betreiber infrage kommt.

Um das Dauerwellen-Projekt weiterhin am Leben zu halten, wollen dessen Unterstützer nun einen Verein gründen, der als Betreiber fungieren kann und darüber hinaus Förderung durch die Stadt erfährt und in der Öffentlichkeit mehr Gehör findet.

Bevor es allerdings an die Planung konkreter Modelle gehen kann, sollen weitere Gespräche mit dem Umweltamt und dem Fischereiverein geführt werden. So darf die Anlage im geplanten Bereich nicht die natürlichen Überschwemmungsvorgänge der Pegnitz beeinflussen.

Außerdem muss sie so verändert werden können, dass ein Boot daran vorbeikommt, da die Stadt in diesem Gebiet das Bootfahren öffentlich zugänglich machen möchte. Zusätzlich muss auch eine regelmäßige Fischdurchgängigkeit vorhanden sein.

Erst wenn genau feststeht, welche technischen Anforderungen die Dauersurfwelle erfüllen muss, kann auch eine erste Kostenaufstellung für den Stadtrat erfolgen. In einem Businessplan will die Initiative zur Dauerwelle zudem alle Folgekosten wie die zukünftige Wartung berücksichtigen.

Bei der Verwirklichung des Baus wird das Dauerwellen-Team weiterhin vom Innsbrucker Universitätsprofessor Markus Aufleger unterstützt, der seine Erfahrungen vom Lehrstuhl für Wasserbau einbringt. Außerdem kooperiert die Initiative mit dessen Firma Dreamwave, die verstellbare Wellensysteme baut.

Die Nürnberger Dauerwelle bedarf einer weit ausgeklügelteren Konstruktion als das große Vorbild der Eisbachwelle in München. Da die durchfließende Wassermenge an der angestrebten Stelle unter der Theoder-Heuss-Brücke von Tag zu Tag stark schwanken kann, muss durch eine hydraulische Steuerung eine Mindestfließgeschwindigkeit erreicht werden.

Trotz aller Verzögerung berichtet die Initiative Nürnberger Dauerwelle von sehr konstruktiven Gesprächen mit dem Wasserwirtschaftsamt und Sör, so dass die positive Nachricht für alle Nürnberger Surfer ist: 2012 soll immerhin mit dem Bau der Dauerwelle begonnen werden.

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