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Garmisch-Partenkirchen startet die "Festspiele im Schnee"

Bundeskanzlerin Angela Merkel outet sich zur Eröffnung der WM als Ski-Fan - 07.02.2011 19:22 Uhr

Auf geht´s: Maria Riesch schwenkt bei der Eröffnungszeremonie die deutsche Fahne. © AFP


Die Ski-Asse Maria Riesch und Felix Neureuther winkten beim Einzug mit der deutschen Fahne in der Hand, Kanzlerin Bundeskanzlerin Angela Merkel drückte den deutschen Athleten schon jetzt einmal die Daumen – und mehr als 10 000 Wintersport-Fans bestaunten eine stimmungsvolle Eröffnungszeremonie.

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Garmisch-Partenkirchen setzte durch eine schwung- und stimmungsvolle Eröffnungsfeier ein erstes Ausrufezeichen der Ski-WM. Am Dienstag gingen die DSV-Athleten um Maria Riesch schon erfolgreich auf die Jagd nach Edelmetall.


Merkel erachtet das Motto als genau richtig

„Festspiele im Schnee“ lautet der Titel der am Montagabend eröffneten alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen. „Ich glaube, das Motto ist nicht zu hoch gegriffen“, sagte die Kanzlerin in ihrer Ansprache.

Ein Feuerwerk zum Start der WM: Auch die Athleten wollen leistungsmäßig bei den Titelkämpfen in Garmisch-Partenkirchen nun Raketen zünden. © AFP


„Ich wünsche mitreißende und unvergessliche Wettkampftage“, so Merkel, die hofft, dass der Wintersportort eine gute Visitenkarte abgeben wird. Denn in fünf Monaten werden in Südafrika die Olympischen Winterspiele 2018 vergeben. Die WM soll dabei für Münchens Kandidatur werben.Gebannt schauten Riesch und die anderen Sportler den vielen Darbietungen zu. „Beim Großereignis Eröffnungsfeier dabei zu sein, ist eigentlich Pflicht“, meinte Riesch über die Veranstaltung auf ihrem Hausberg, dem Gudiberg. Dort findet am 20. Februar mit dem Slalom der Herren um Neureuther die letzte von elf Entscheidungen der zweiten Titelkämpfe in Deutschland nach denen in der Marktgemeinde 1978 statt.

„33 Jahre hat Garmisch-Partenkirchen auf diesen Tag gewartet“, sagte Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Skiverbandes, und öffnete den „Vorhang für die Hauptdarsteller“. Wenig später eröffnete Weltverbands-Präsident Gian Franco Kasper die Wettkampf-Tage. Mit den Rennen geht es an diesem Dienstag mit dem Super-G auf der Kandahar los.

„Die Eröffnungsfeier war einfach ergreifend“, meinte ARD-Experte Markus Wasmeier mit „Bauchkribbeln“. Er nahm ebenso wie die Doppel-Olympiasiegerinnen Katja Seizinger und Rosi Mittermaier und andere Stars am Programm teil. Mit technischen Finessen, aber auch mit volkstümlichen Elementen wie Schuhplattlern oder Fingerhakeln glückte der Spagat zwischen Moderne und Tradition. Erinnert wurde an den in Garmisch geborenen Schriftsteller Michael Ende oder den Komponisten Richard Strauss, der die Marktgemeinde zu seiner Wahlheimat erklärt hatte.

Begeistert bei der Sache: Bundeskanzlerin Angela Merkel und die deutschen Medaillen-Hoffnungen Maria Riesch und Felix Neureuther. © AFP


Außer der Bundeskanzlerin waren auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und IOC-Vizepräsident Thomas Bach gekommen. Sie durften unter anderem eindrucksvolle Projektionen auf den Hang bestaunen. Laut Veranstalter wurde die in sieben Länder übertragene Feier vom Bund mit einer Million Euro gefördert. „Ich glaube, dass es ein Meilenstein in der Geschichte des alpinen Skisports ist“, sagte OK-Chef Peter Fischer über die Eröffnungsfeier.

Vieles stand unter dem Motto „Helden“, wie der Song der Band Adoro heißt. Christina Stürmer sang „Beste Zeit“ – und die wollen die Sportler wie die Österreicherin Elisabeth Görgl erleben. Sie glänzte gegen Ende mit dem offiziellen WM-Song „You're the Hero“. 

dpa

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