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Dichter und Rocker: Heinz Rudolf Kunze im Hirsch

Liedermacher war in Nürnberg - Neues Album "Meisterwerke: Verbeugungen" - 05.10.2016 08:15 Uhr

Heinz Rudolf Kunze sang im Hirsch nicht nur: Immer wieder unterbrach er seine Show für satirische und politische Zwischentexte. © Michael Matejka


Man muss ganz schön auf Zack sein, um bei diesem Output den Überblick nicht zu verlieren. Derzeit präsentiert Heinz Rudolf Kunze mit Band sein aktuelles Album "Deutschland" auf einer großflächigen Tour.  Aber mit dem nächsten Album ist er schon am Start: "Meisterwerke: Verbeugungen" enthält ausschließlich seine Interpretationen  mehr oder weniger bekannter deutscher Songs von Roy Black bis Einstürzende Neubauten. Außerdem sind gerade zwei neue Kunze-Bücher erschienen; "Schwebebalken" ist eine Art Tagebuch, "Ich will hier nicht das letzte Wort" enthält Gespräche mit dem ehemaligen DDR-Politiker Egon Krenz. Daneben schreibt Kunze Kinderbücher und Musicals oder ist mit seinem Musikkabarett in "Räuberzivil" unterwegs.

Kunze zeigte sich in Bestform

Im Zentrum von Kunzes stetig wachsendem Werk steht nach wie vor die Rockmusik: Seit einigen Jahren kann er sich auf eine bestens geölte Band verlassen, in der neuerdings der hervorragende Gitarrist Peter Koobs frische Akzente setzt. Mehr als zweieinhalb Stunden dauerte die musikalische Werkschau im "Hirsch", immer wieder unterbrochen  von satirischen, politisch ganz aktuellen Zwischentexten. Selten war diese Mischung aus Text und Musik, Zeit-Satire und Rock´n´Roll  so stimmig wie diesmal. Da weiß man, was man an Kunze hat.

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Mr. Deutschrock: Heinz Rudolf Kunze im Hirsch

Im Februar veröffentlichte Heinz Rudolf Kunze sein neues Album "Deutschland", seit Oktober ist der deutsche Rock-Poet mit "Verstärkung" auf großer Deutschlandtournee - am Dienstagabend kam er nach Nürnberg.


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Der Sound ist Saal war wunderbar differenziert und kristallklar, die Musiker glänzten durch Spielfreude, der Sänger zeigte sich in Bestform. Überzeugend auch das Repertoire: Kein einziges Lied aus dem Trubute-Album "Meisterwerke", kein risikoarmes Best-of-Programm, sondern eine überraschende Mischung aus Alt und Neu,   Gereimten und Ungereimten, Liebesliedern und Politsongs. Das Ganze serviert mit Ironie und souveräner Lockerheit. Ein tolles Konzert. Nie war Kunze so wertvoll wie heute! 

Steffen Radlmaier

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