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"Disney in Concert": Neue Show kommt nach Nürnberg

Ein Interview mit Star Cassandra Steen über Erinnerungen und den Neustart - 07.12.2017 16:53 Uhr

Arielle, die Meerjungfrau ist einer der Walt-Disney-Filme, deren Melodien "Magic Moments" bescheren sollen. Er basiert auf den Motiven des Märchens "Die kleine Meerjungfrau" von Hans Christian Andersen. © Disney


Frau Steen, können Sie sich noch an Ihre erste Begegnung mit den Figuren von Walt Disney erin­nern?

Cassandra Steen: Oh, da war ich noch ganz klein. Das war vielleicht mit drei oder vier (lacht). Mit Disney bin ich groß geworden.

Schauen Sie sich das heute noch ab und zu an?

Steen: Jetzt schon lange nicht mehr, aber ich glaube, in den nächsten Tagen ist das auf jeden Fall noch mal fällig.

Walt Disney hat von Beginn an enor­men Wert auf gute Musik bei seinen Filmen gelegt. Ist das ein wesentliches Geheimnis des Erfolgs dieser Produk­tionen?

Steen: Ich glaube schon. Die Musik von Disney hatte immer schon eine hohe Qualität. Sie hat die Filme, was die Emotionen angeht, immer gut unterstützt. Auch wegen der Musik haben diese Filme so gut funktioniert.

Der erste abendfüllende Disney-Film "Schneewittchen und die sieben Zwerge" ist 80 Jahre alt. Und trotz­dem kann jeder sofort die Melodie der Zwerge mitsingen, wenn sie zu "Heiho, heiho, wir sind vergnügt und froh" marschieren. Wie konnten so vie­le Disney-Melodien zu unsterblichen Ohrwürmern werden?

Steen: Das sind sie tatsächlich! Dis­ney hat sich viel an klassischen Sachen orientiert und diese verarbei­tet. Walt Disney war ein Musikliebha­ber. Das kam ihm zugute.

Bei der Show werden die beliebtes­ten Film-Szenen auf einer großen Leinwand eingeblendet. Sind Sie manchmal versucht, da hinzusehen und sich diese Meisterwerke selbst noch einmal anzuschauen?

Steen: Auf jeden Fall (lacht). Es ist eine große Herausfor­derung, sich nicht umzudrehen und zu schauen, was da pas­siert. Man guckt das ja immer gerne. Und dann ist es auch so rie­sig. Ich reagiere eh auf einige der Trickfil­me von Disney sehr stark. Deswegen wer­de ich bestimmt immer wieder hin­schielen.

Gibt es einen Moment in der Show, auf den Sie sich besonders freuen?

Steen: Ich freue mich auf die ganze Show. Es ist alles sehr spannend.

Vor einem Jahr sind Sie – nach zwölfjähriger Pause – wieder bei Glas­haus eingestiegen, einer Band, mit der Sie zu Anfang Ihrer Karriere schon sehr erfolgreich waren. Wie funktioniert die­se neue Zusammenar­beit?

Steen: Natürlich wird man älter, aber das war’s eigentlich schon. Wir sind immer noch so ziemlich die Glei­chen. Es fühlt sich gut an. Ich freue mich auf die Tour, da sind ja schon vie­le Termine ausverkauft.

Einige der neuen Titel klingen me­lancholisch, aber auch sehr ehrlich. Sie gehen jetzt ans Eingemachte?

Steen: Die Texte hat ja Moses Pel­ham geschrieben. Ich würde sagen: Ja, das tut er! Und ich finde das auch sehr gut. Es ist immer die Gefahr und die Herausforderung, wenn man auf Deutsch schreibt, dass derart ehrliche Worte eher ins Melancholische leiten. Bei ihm geht es tatsächlich um diese Ehrlichkeit: Er verschweigt nichts.

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Ich finde aber im Vergleich zu seinen anderen Sachen, die ja noch einen Tick melancholischer waren, kommt nun eine Kraft durch, ein spürbarer Wille für das Positive, für die Sonne. Dafür, dass man auch aus den nega­tivsten Situationen heraus etwas Posi­tives finden kann, dass man die Hoff­nung nicht verliert.

Sie können mit Ihrer Soul-Stimme fast nach Belieben Gänsehaut-Momen­te erzeugen. Wie gehen Sie mit dieser Gabe um?

Steen: Ich hoffe gut. Ich versuche zumindest, das nicht zu missbrauchen und allen auf die Nerven zu gehen damit (lacht). Wenn mich viele Leute nach wie vor hören wollen, dann trete ich natürlich gerne auf. Ich bin auch gerne mit Kollegen im Studio, die mich dabeihaben wollen.

Muss man viel proben, wenn man mit jemandem, mit dem man noch nie gesungen hat, gemeinsam auftreten soll?

Steen: Das kommt immer darauf an. Ich weiß noch: Laith al-Deen habe ich zum ersten Mal auf seiner Bühne im Backstage-Bereich getroffen. Er hatte angerufen und gefragt, ob ich Lust hät­te. Ich sagte: Na klar. Er ist nämlich ein ganz netter Typ, bei dem kann man nicht Nein sagen. Wir haben eigentlich nur eine Probe gehabt, kurz vor dem Auftritt. Wir waren beide ganz gespannt, wie das wohl läuft. Aber wir haben uns auf menschlicher Basis so gut verstanden. Es macht jedes Mal sehr viel Spaß.

Was sind Ihre nächsten Projekte nach der Disney-Tour?

Steen: Dann ist erst einmal Weih­nachten! (lacht) Das will ich auf jeden Fall genießen. Im Januar ist dann schon die Glashaus-Tour, die wohl im März verlängert wird. Mitte Januar kommt noch die neue Single "Eine Sprache" der Band Parallel raus, bei der ich als Feature mitwirke. Erst danach werde ich vielleicht ein, zwei Wochen ein bisschen Ruhe finden. Dann geht es aber auch schon weiter und zwar mit der Arbeit an meiner Solo-Platte.

Die "Disney in Concert – Magic Moments"-Serie gastiert am 9. Dezem­ber in Regensburg, Donau-Arena; am 14. Dezember in Nürnberg, Arena Nürnberger Versicherung. Der allgemeinte Vorverkauf ist am Donnerstag gestartet. Tickets gibt es im NN-Ticketcorner.  Während eine riesige Leinwand die Disney-Filmausschnitte zeigt, sorgen das Hollywood-Sound-Orchester und bekannte Topsolisten für die passende musikalische Untermalung. 

Andrea Herdegen E-Mail

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