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Samstag, 20.10.2018

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Im Musical-Fieber

Viele Shows sind in der Weihnachtszeit zu sehen - 30.11.2012

„Cats“ ist in Nürnberg in einem Showzelt zu sehen. © Veranstalter


Gleich neben dem Nürnberger Christkindlesmarkt ist das Musical „Christa“ wieder zu sehen. Die Produktion des Musical-Netzwerks e.V. aus der vergangenen Saison wurde aufgefrischt und ist jetzt knapp 30-mal bis zum Dreikönigstag zu erleben.

Im Zentrum der Geschichte von Andreas Rüsing, der auch die Musik komponiert hat, steht das Mädchen Christa, das mit einigen Schicksalsschlägen zu kämpfen hat und dennoch versucht, die dunkle Zeit des 30-jährigen Krieges mit Warmherzigkeit und Wohltätigkeit für Benachteiligte erträglich zu machen. Unter ihren Feinden sind Moralapostel und die herrische Obrigkeit, doch im Hause des Pfarrers Johannes findet das Waisenmädchen Unterstützung.

Das Team besteht allein aus 30 Darstellern (viele davon Kinder und Jugendliche) und etlichen Mitwirkenden im Hintergrund. Die Titelrolle übernimmt Cassandra Schütt, die schon seit Jahren in Musicals mitspielt und beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ in diesem Jahr den ersten Preis in ihrer Sparte gewann. „Ein Stück, das Laune auf die Festtage macht“, schrieb unsere Kritikerin im vergangenen Jahr. Ein Abstecher vom Christkindlesmarkt in den Heilig-Geist-Saal könnte sich also lohnen.

Für „Christa“ erhalten Zeitungsabonnenten genauso Rabatt wie für die Dauerbrenner-Show der „Cats“, die ab 15. Dezember auf dem Nürnberger Volksfestplatz ihre Krallen ausstrecken. Bis 13. Januar ist das Musical im eigens für die Katzen konstruierten Tour-Zelt zu sehen. Der Vorteil: die rund 1800 Besucher, die darin Platz finden, sind nie weiter als 20 Meter vom Geschehen entfernt, und die Stubentiger streifen auch mal quer durch die Sitzreihen.

Mit Lokalkolorit kann dagegen das Musical „Fränkische Weihnacht“ punkten, das nicht zufällig im Untertitel „Ein Musiggl mit Diefgang“ heißt. Getextet hat es Fritz Stiegler, der mit dem Team der Cadolzburger Burgfestspiele schon einige erfolgreiche Großproduktionen gestemmt hat („Die weiße Witwe“). Weil es in der Burg im Winter ein bisschen unwirtlich wäre, gastiert die Truppe diesmal in der Comödie Fürth. „Unser Stück ist anders als andere Weihnachtsspiele“, betont der Autor. Sein Text orientiert sich zwar eng an der Bibel, „aber es geht um die nicht so bekannten Stellen, darum, dass Josef zum Beispiel eine Weile arg eifersüchtig war.“ In einer Rahmenhandlung wird von einer Familie unserer Zeit im Weihnachtsstress erzählt.

Die Musik (Komponist: Matthias Lange) haben die Nürnberger Symphoniker eingespielt. Zu sehen ist das Stück vom 14. bis 30. Dezember. Im Januar geht der Musical-Marathon übrigens ungebremst weiter: „Starnights“ am 10.Januar, Nürnberger Meistersingerhalle. „Shadowland“ am 11. und 12.Januar, ebenfalls Meistersingerhalle, „Blues Brothers“ am 14. Januar in der Heinrich-Lades-Halle Erlangen. „Sissi“ (15.Januar) und „Musical Rocks!“ am 20.Januar (beide Meistersingerhalle).

ZAC-Rabatt für „Christa“ und „Cats“, Karten unter Tel. 0911/ 2162298. Am 16.12. exklusive Cats-Familienshow für Leser dieser Zeitung. „Fränkische Weihnacht“: Comödie Fürth, Karten-Telefon: 0911/ 749340.
  

Katharina Erlenwein

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