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Menschenrechtsfilmpreis: Doku "Maidan" holt sich den Titel

Regisseur Sergei Losznitsas lässt in seinem Film Bilder für sich sprechen - 06.10.2015 20:30 Uhr

Bilder, die um die Welt gingen: Wochenlang glich der Maidan in Kiew einem Kriegsschauplatz.

Bilder, die um die Welt gingen: Wochenlang glich der Maidan in Kiew einem Kriegsschauplatz. © Jerome Sessini


Sergei Losznitsas, der Träger des Menschenrechtsfilmpreises 2015.

Sergei Losznitsas, der Träger des Menschenrechtsfilmpreises 2015. © PR


Der Regisseur nahm die mit 2500 Euro dotierte Auszeichnung bei einer Feier am Abend entgegen. Sein Film thematisiert die Demonstrationen auf dem Maidanplatz in Kiew im Februar 2014 ohne Kommentar, Erklärungen und Wertungen. Er lasse vielmehr die Bilder für sich sprechen und damit das Publikum Augenblicke erahnen, in denen Geschichte stattfinde, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Den mit 1000 Euro dotierten Publikumspreis erhielt der Filmemacher Joshua Oppenheimer für "The Look of Silence". Oppenheimer stelle eindrucksvoll die Opfer des Militärputsches im Indonesien der 1960er Jahre in den Mittelpunkt, hieß es. Mit dem Film war das Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte in der Vorwoche eröffnet worden. Oppenheimer war dabei bereits mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden.

Festival mit neuem Besucherrekord

Das Festival zeigte 58 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme, 11 davon befassten sich mit dem Thema "Flüchtlinge". Der mit 1000 Euro dotierte Preis der Jugendjury ging an Hanna Polaks "Something Better to Come". Die Regisseurin begleitete über 14 Jahre hinweg ein Mädchen, das auf einer Großmüllhalde am Rande Moskaus wohnt.

Insgesamt 11.000 Besucher kamen in diesem Jahr zu Deutschlands Filmfestival mit dem Thema Menschenrechte - ein neuer Rekord. "Ich freue mich besonders, dass es uns gelungen ist,nicht nur mit unserem Programm, sondern auch mit Herzlichkeit, Offenheitund Atmosphäre in unserer Festivallounge zu überzeugen", sagt Festival-Leiterin Andrea Kuhn. 

dpa/nb

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