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Musikalische Reise nach Spanien

Star-Drummer Wolfgang Haffner präsentiert sein neues Album "Kind of Spain" - 28.08.2017 11:00 Uhr

Eine Mann für alle Fälle: Wolfgang Haffner tsmmt aus Franken. © Gregor Hohenberg


Vor kurzem erst hat Wolfgang Haffner beim Nürnberger Open-Air einem Riesenpublikum sein persönliches Wunschkonzert mit ganz unterschiedlichen "Stars im Luitpoldhain" präsentiert. Berührungsängste hatte er noch nie, und Jazz ist für ihn kein Minderheitenprogramm. Haffner hat sich schon immer als "Musiker" verstanden, die Bezeichnung "Schlagzeuger" war ihm zu fachidiotisch. Seit einigen Jahren tritt der Mann, der schon mit zahllosen Größen der Musikwelt gespielt hat, auch verstärkt als Komponist in Erscheinung.

Irgendwie ist es naheliegend, dass sich der Franke mit Wahlheimat Ibiza nun die Musik der iberischen Halbinsel vorknöpft. "Kind of Spain" ist das zweite Album mit einer akustischen Band für das erfolgreiche Act-Label – nach der 50er Jahre-Reminiszenz "Kind of Cool, für das er eine "Goldene Schallplatte" erhielt.

Den sechs Originalen von Haffner und Kollegen im "spanischen Stil" sind auf dem neuen Album sieben Fremdkompositionen gegenüber gestellt. Dazu gehören Klassiker wie "Children Of Sanchez" von Chuck Mangione, "Spain" von Chick Corea und das berühmte "Concierto de Aranjuez" von Joaquín Rodrigo – allesamt in virtuosen, respektvollen, gleichwohl eigenständigen Versionen. Haffner hat es nicht nötig, sich dabei in den Vordergrund zu spielen, im Gegenteil: Als Schlagzeuger hält er zwar die Fäden in der Hand, aber seine exzellenten Spielgefährten nicht an der kurzen Leine. Mit von der Partie sind neben den langjährigen Weggefährten Lars Danielsson (Kontrabass, Cello) und Sebastian Studnitzky (Trompete) der Pianist Jan Lundgren, der Vibraphonist Christopher Dell und der Gitarrist Daniel Stelter.

Samtweich, sanft und entspannt geht es zur Sache. Die Kunst des Weglassens beherrscht Wolfgang Haffner zweifellos: "Platz ist in der Musik für mich essentiell. Die Kombination von wenigen Noten und Balladentempo finde ich besonders reizvoll." Melodie und Harmonie sind für ihn keine Schimpfworte. "Kind of Spain" liegt irgendwo zwischen Kammermusik und mediterranem Smooth-Jazz, geschmackvoll, aber zum Glück nicht gefällig.

Im Herbst präsentiert Haffner "Kind of Spain" auch live: Am 2. und 3. November in der Nürnberger Tafelhalle, am 4. November bei den Ingolstädter Jazztagen und am 12. November im Bayreuther Bechersaal.

ZAktuelle CD: Wolfgang Haffner, "Kind of Spain" (Act Music)  

STEFFEN RADLMAIER

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