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Nürnberger Autor nennt Flüchtlinge "Asyl-Erpresser"

Godehard Schramm sorgt mit Aussagen in seinem Buch für Entsetzen - 22.03.2017 16:02 Uhr

Godehard Schramm hat ein Buch über den Landkreis Neustadt/Aisch geschrieben. Mit einigen Aussagen über Flüchtlinge, sorgt der Nürnberger Autor für Entsetzen. © Michael Matejka


Das Buch "WeitLandWeitGroßstadtlosGroß" ist, wie es im Untertitel heißt, ein Porträt des Landkreises Neustadt/Aisch. Im vorletzten Kapitel geht es darin auch um die Flüchtlingsthematik. Darin heißt es unter anderem: "Meiner Meinung begann das Unheil der unbewaffneten Invasion Europas damit, dass Papst Franziskus auf die Insel Lampedusa reiste und alle, die da übers Meer kamen, als Flüchtlinge auf der Stelle schon zu Lebzeiten selig sprach. (…)

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Ich bezeichnete diese Abhauer aus verschiedenen afkrikanischen Ländern sowie aus Syrien als Asyl-Erpresser oder Einwanderungs-Einbrecher, die mit nichts anderem bewaffnet als ihrer nackten Existenz bei der Ankunft uns ihre leibeigene und leibhaftige Pistole auf die Brust setzen und uns mit ihrem Schicksal nötigen, ihnen auf der Stelle ein besseres Leben zu ermöglichen. Mittlerweile steht uns das Invasions-Hochwasser bis zum Hals und es wird nicht mehr lange dauern, bis staatliche Blockwarte nicht ständig von uns genutzte Wohnräume beschlagnahmen. Denn dieses menschliche Hochwasser spült auch Terroristen unerkannt ins Land. Guter Rat wird immer teurer."

Bei der Bürgerbewegung für Menschenwürde sorgen diese Passagen für große Empörung und einen Sturm der Entrüstung: "Hier werden Menschen, die in Not aus ihrer Heimat fliehen, verächtlich gemacht, mit Zynismus und Häme bedacht, pauschal diffamiert und beleidigt", so Rach. Schramm sieht in seinen Zeilen eine "kritische, Widerspruch herbeirufende Darstellung in einem komplexen Zusammenhang". Er beruft sich auf die Meinungsfreiheit und betont, er habe seine Worte mit Bedacht gewählt. Der Autor ist unter anderem Träger des Wolfram-von-Eschenbach-Kulturpreises des Bezirks Mittelfranken und des Friedrich-Baur-Preises der Akademie der Schönen Künste. 

Birgit Ruf

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