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Kurz vor Weihnachten: Adventssingen im Nürnberger Stadion

Auch die Stadtdekane Jürgen Körnlein und Hubertus Förster machen mit - 06.11.2018 18:15 Uhr

In Berlin ist das Weihnachtssingen ein echtes Gemeinschaftserlebnis geworden. Ob das in Nürnberg auch so klappt? © Paul Zinken, dpa


Einen Tag vor Weihnachten öffnet das Stadion um 16.30 Uhr seine Türen. Diesmal jedoch nicht für eine Sportveranstaltung, sondern für das große Adventssingen. In Dortmund, Berlin und Gelsenkirchen gibt es das schon seit Jahren. Im süddeutschen Raum jedoch sucht man vergeblich nach einer solchen Veranstaltung. Das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern, um 18 Uhr soll es offiziell losgehen, stärkt nicht nur das Miteinander, sondern ruft nach Aussagen von Teilnehmern auch ein besonderes Gefühl hervor.

Sie organisieren das erste Adventssingen im Nürnberger Stadion: (Von links nach rechts) Günther Schubert (Sängerbund), Bürgermeister Christian Vogel, Stadionsprecher Guido Seibelt, Hanne Henke (Klaubautermann) und Stadiongeschätsführer Alfred Diesner. © Julia Vogl


Ihre Teilnahme an diesem ersten derartigen Event haben jetzt der Nürnberger evangelische Stadtdekan Jürgen Körnlein und sein katholischer Amtsbruder Hubertus Förster zugesagt, teilte am Mittwoch eine Sprecherin des Max-Morlock-Stadions mit. Die Dekane werden einen ökumenischen Segen sprechen.

Der Advent sei für die Christen eine ganz besondere Zeit im Jahr mit vielen liebgewonnenen Traditionen, erklärte Körnlein. Eine davon sei das gemeinsame Singen. "Daher freue ich mich sehr über diese Aktion und darüber dabei sein zu dürfen", sagte der Dekan.

Von dem besonderen Gefühl sollen aber auch die profitieren, die es im Leben nicht ganz so leicht haben. Pro verkaufter Eintrittskarte (fünf Euro plus ein Euro Vorverkaufsgebühr) geht ein Euro an den Verein Klabautermann, der sich für schwerkranke und behinderte Kinder und deren Geschwister einsetzt. Zudem erhalten die Besucher eine Kerze und ein Programmheft. Die Eintrittskarte gilt auch als Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel, parken kann man an dem Tag rund um das Stadion gratis. 

Unterstützt wird der weihnachtliche Gesang von "The Voice of Germany"-Teilnehmer Benedikt Köstler und Chören des Fränkischen Sängerbunds, hieß es. Auch das Nürnberger Christkind und die Spieler des 1. FC Nürnberg wollen kommen.

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Als das Nürnberger Stadion einmal Victory-Stadium hieß

Das "Max-Morlock-Stadion", der oft geäußerte Wunsch vieler Club-Fans, ist Realität geworden. Die Arena des Altmeisters ist nun nach der Vereinsikone, die Deutschland 1954 in Bern zum Weltmeister machte und für den FCN über 22 Jahre lang Treffer an Treffer reihte, benannt. Doch wie hieß die Spielstätte der Rot-Schwarzen eigentlich früher? Auf jeden Fall vielversprechend: Ausgerechnet Victory-Stadium tauften sie die Amis nach dem Zweiten Weltkrieg.


 

epd, jule

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