Sonntag, 18.11.2018

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Pfleiderer schließt wegen schlechter Nachfrage Fabrik

Werk in Baden-Württemberg betroffen - Seit 13 Monaten Kurzarbeit - 11.10.2010 13:24 Uhr

Der Bau- und Möbelzulieferer Pfleiderer hat sein Werk im baden-württembergischen Gschwend geschlossen. Jetzt wird über die SChließung weiterer Werke nachgedacht. © oh


Nachdem sich Gschwend seit 13 Monaten bereits vollständig in der Kurzarbeit befand, sei die Schließung mit sofortiger Wirkung beschlossen worden, sagte der für die deutschen Standorte zuständige Pfleiderer-Geschäftsführer Michael Wolff. Das Unternehmen begründete den Schritt mit Überkapazitäten in der Spanplattenproduktion aufgrund einer gesunkenen Nachfrage.

Im Krisenjahr 2009 sei der Markt um etwa ein Fünftel eingebrochen. »Wir hatten gehofft, dass sich der Markt entsprechend erholt, dass wir die Produktion wieder aufnehmen können, das ist aber nicht der Fall», sagte Wolff der Nachrichtenagentur dpa. Nur bei den veredelten Dekoplatten habe es eine leichte Erholung des Geschäfts gegeben, bei den Rohspanplatten hingegen nicht.

Gschwend wurde laut Wolff ausgewählt, weil es das kleinste deutsche Pfleiderer-Werk war. Das Unternehmen will nun baldmöglichst mit dem Betriebsrat einen Sozialplan aushandeln. Angedacht ist dabei auch die Gründung einer Auffanggesellschaft zur Weiterqualifizierung von Mitarbeitern. Für andere komme möglicherweise der vorgezogene Ruhestand in Betracht, sagte Wolff. Die Werksschließung wird wegen des Sozialplans die Pfleiderer-Bilanz in diesem Jahr mit neun Millionen Euro belasten. 

dpa

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