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Samstag, 22.09.2018

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Parsberg: Bauarbeiten für Technologie-Campus haben begonnen

Gemeinschaftsprojekt zusammen mit Lupburg - Spatenstich mit Albert Füracker - 28.03.2018 16:30 Uhr

Nahe seines Heimatortes Degerndorf hat der bayerische Finanzminister Albert Füracker mit Landrat Gailler, den Bürgermeistern Bauer und Hauser sowie den Vertretern der Hochschulen den Spatenstich für den Technologiecampus Parsberg-Lupburg ausgeführt. © F: W. Sturm


Ab sofort entsteht zwischen Parsberg und Lupburg, in einem rund 80.000 Quadratmeter großen neuen Gewerbegebiet neben dem Kreisverkehr, ein gemeinsamer Forschungs-Campus der OTH Regensburg und der THD Deggendorf gebaut.

Rund 5,7 Millionen Euro werden in den Bau des Gebäudes investiert, Grundstücksankauf und Erschließungskosten nicht eingerechnet. Der Markt Lupburg bringt 750.000 Euro ein, den großen Rest von fast fünf Millionen Euro stemmt die Stadt Parsberg. Der Freistaat Bayern übernimmt die Kosten für das Mobiliar und die Einrichtung des Campus sowie für die Ausstattung der Labore. Der Campus wird an den Freistaat vermietet. Die ersten fünf Jahre werden die Miete, die Betriebskosten und der Unterhalt von der Stadt Parsberg getragen. Die Stadt ist es auch, die nun mit der Vermarktung der Gewerbeflächen beginnt.

Historischer Tag

Beim symbolischen Spatenstich bedankte sich Parsbergs Bürgermeister Josef Bauer bei allen Beteiligten, darunter auch die Präsidenten der TH Deggendorf und der OTH Regensburg, Professor Peter Sperber und Professor Wolfgang Baier. "Ohne sie als Unterstützer, Wegbereiter und Wegbegleiter stünden wir heute nicht hier."

Er fuhr fort: "Wir bereiten die Zukunft für Innovation, Entwicklung und Modernität vor. Wenn der Bau erstellt ist, liegt es an Ihnen und Ihren Teams, das Vorhaben umzusetzen und mit Tatkraft dafür zu sorgen, dass es auch gelingen wird." Professor Sperber antwortete: "Unsere Schulen werden alles daran setzen, um dem Standort Erfolg zu bringen." Professor Baier sprach anschließend von einem historischen Tag, denn für die OTH sei es der erste Campus überhaupt. "Er ist eine große Chance und die werden wir nutzen", versprach er.

Termin vor der Haustür

Mit Freude nahm Albert Füracker als frischgebackener Staatsminister den Termin sozusagen vor seiner Haustür wahr. Der Finanzminister erinnerte daran, dass ganz viele Hebel in Bewegung gesetzt werden mussten, um den Ministerratsbeschluss zur Errichtung des Technologie-Campus herbeiführen zu können. Das Projekt erfordere einen langen Atem, bis eines Tages die Ernte eingefahren werden könne. "Aber da bin ich sehr zuversichtlich, wenn ich das Engagement der beiden Kommunen sehe und feststellen darf, dass auch die Firmen mitmachen", so Füracker.

"Heute wird ein neues Kapitel in der Bildungslandschaft im Landkreis aufgeschlagen, das ist wahrlich ein historischer Tag", freute sich auch Landrat Willibald Gailler. Es gehe hier nicht allein um die Forschung, sondern auch darum, die mittelständischen Unternehmen wissenschaftlich zu begleiten.

Heimische Firmen stärken

Der Lupburger Bürgermeister Manfred Hauser brachte es auf den Punkt: "Ich glaube, dass unsere heimischen Firmen durch den Campus gestärkt werden und hoffe, dass sich neue Firmen ansiedeln und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen." Bis das Campus-Gebäude betriebsfertig ist, werden voraussichtlich zwölf bis 15 Monate vergehen.

Im Zuge der Weiterentwicklung der dezentralen Hochschul-, Wirtschafts- und Wissenschaftslandschaft in ländlichen Räumen wurde vonseiten der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH), dem Landkreis Neumarkt, der Stadt Parsberg und dem Markt Lupburg ein Förder- und Umsetzungskonzept für ein "Technologiezentrum Material-Innovation: moderne Werkstoffe und ihre Verarbeitung in digitalisierter Fertigungsumgebung" beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst eingereicht.

Das Konzept hat den Bayerischen Ministerrat überzeugt und so kam Anfang April 2017 aus München das Okay für den Technologiecampus. Der Parsberger Stadtrat stimmte dem zukunftsweisenden Projekt in seiner Junisitzung zu, der Marktrat Lupburg ein Monat später. 

WERNER STURM

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