Spitzenkandidat für die Europawahl

Spionagevorwurf gegen Mitarbeiter: AfD-Politiker Maximilian Krah sagt Auftritt in Oberfranken ab

Carolin Heilig

Volontärin

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26.4.2024, 15:16 Uhr
Maximilian Krah bleibt selbstbewusst. Aber hält auch der Rückhalt aus seiner Partei?

© Michael Kappeler/dpa Maximilian Krah bleibt selbstbewusst. Aber hält auch der Rückhalt aus seiner Partei?

In den vergangenen Tagen zeigte sich Maximilian Krah als AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl weiterhin selbstbewusst. Obwohl bekannt geworden war, dass einer seiner Mitarbeiter für China spioniert haben soll, hielt Krah an seiner Kandidatur fest.

Die Parteispitze allerdings will offenbar, dass Krah in den Hintergrund rückt. So hat die Partei nun eine Wahlkampfveranstaltung mit Krah im oberfränkischen Weidenberg (Landkreis Bayreuth), die für Sonntag, den 28. April geplant gewesen war, abgesagt.

Auch die geplante Gegendemo werde nun nicht stattfinden, teilte der DGB Oberfranken am Freitag mit.

Der AfD Kreisverband Bayreuth teilt bei Facebook mit, dass so kurzfristig kein "adäquater Ersatz" gefunden werden konnte.

Mehrere Wahlkampfauftritte abgesagt

Die AfD-Parteiführung hatte zuletzt erklärt, an Krah als Spitzenkandidaten für die Europawahl festhalten zu wollen. Nach Angaben aus der AfD-Bundesgeschäftsstelle sind jedoch alle geplanten Wahlkampfauftritte Krahs bis zum 1. Mai abgesagt. An diesem Tag ist ein Auftritt Krahs in seiner Heimatstadt Dresden geplant. Wie es danach weitergeht, ist den Angaben zufolge noch unklar.

Ein anderer Wahlkampfauftritt Krahs im baden-württembergischen Donaueschingen am Wochenende wurde ebenfalls bereits abgesagt.

Gegenüber Journalisten nannte Krah die Spionagevorwürfe innerhalb seines Teams eine unangenehme Angelegenheit und bekundet, sich um Aufklärung zu bemühen. Dennoch sei er sich sicher, dass er sich selbst nichts vorzuwerfen habe. Dem beschuldigten Mitarbeiter wurde inzwischen gekündigt, hieß es Mitte der Woche.

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