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Volle Kinosäle beim Filmfestival der Menschenrechte

Preisverleihung und Konzert - ernste Themen kommen beim Publikum an - 04.10.2017 15:31 Uhr

Festivalleiterin Andrea Kuhn (re.) mit den Mitgliedern der Internationalen Jury, Yulia Serdyukova, Ulla Simonen und Frédéric Jaerger, die den Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte an die Doku "Ta´ang" von Wang Bing vergab. Der chinesische Regisseur konnte nicht persönlich nach Nürnberg kommen und bedankte sich via Skype. © Stefan Hippel


Den mit 2500 Euro dotierten Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte gewann die Dokumentation "Ta’ang" von Wang Bing. Der international renommierte chinesische Regisseur begleitet darin Angehörige des Ta’ang-Volkes, die vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat Myanmar Zuflucht in China suchen und nirgendwo mehr Zuhause sind. Bing schaffe "ein grandioses und gleichzeitig genauso intimes wie nuanciertes Bild dieses fragilen Zustands, wenn Menschen ihr Zuhause verlassen, ohne Hab und Gut oder auch nur eine Vorstellung davon, ob sie jemals werden dorthin zurückkehren können", so die Jury.

Bing bedankte sich via Skype für die Auszeichnung. Ebenso wie die anderen Gewinner konnte auch er nicht persönlich zur Preisverleihung kommen, was die Veranstalter natürlich bedauerten. Doch nach der bewegenden Eröffnung des Festivals vor einer Woche mit Weltstar Vanessa Redgrave als Ehrengast, war auch die zehnte Ausgabe mit Filmen aus 42 Ländern, zahlreichen Filmschaffenden, die zu Publikumsgesprächen gekommen waren und vielen ausverkauften Vorstellungen wieder ein voller Erfolg. Gut 10.000 Besucher zeigten: auch mit ernsten Themen kann man ein breites Publikum erreichen kann.

Die Bedeutung und Wertschätzung des deutschlandweit größten und ältesten Festivals seiner Art belegt zusätzlich der von den arabischen Partnerfestivals erstmals in Nürnberg vergebene Anhar-Award. Er ging an "Headbang Lullaby" von Hicham Lasri, der, so die Begründung, "auf pschedelische und absurd komödiantische Weise eine Gesellschaftsparabel aus Marokko erzählt".

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Den mit 1000 Euro dotierten Publikumspreis gewann die erschütternde Doku "The War Show" von Obaidah Zytoon über den Wandel der friedlichen Revolution in Syrien hin zum brutalen Bürgerkrieg. Die Open-Eyes-Jugendjury vergab ihren ebenfalls mit 1000 Euro verbundenen Preis an "Dil Leyla". Der Film von Asli Özarslan über die über das Engagement der Bürgermeisterin von an den fast vergessenen Krieg im Kurdengebiet im Osten der Türkei. 

ru

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