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Wegen Erdogan-Besuch: Fällt das Bayern-Spiel in Berlin aus?

Polizei äußert Sicherheitsbedenken und fordert den polizeilichen Notstand - 12.09.2018 11:51 Uhr

Eigentlich soll die Partie zwischen Hertha BSC und dem FC Bayern am 28. September stattfinden. Weil an diesem Freitag aber auch der türkische Präsident die Hauptstadt besucht, denkt die Polizei über eine Verlegung des Bundesligaspiels nach. © Matthias Balk/dpa


Eine Spielvelegung wegen eines Staatsbesuchs  gab es in der Geschichte der Fußball-Bundesliga bislang noch nicht. Das könnte sich Ende September ändern, wenn Recep Tayyip Erdogan nach Berlin kommt. Die Personalvertreter der Polizei fordern nach Informationen des Tagesspiegel, das Freitagspiel der Fußball-Bundesliga zu verschieben. Für den 28. September ist das Heimspiel von Hertha BSC gegen den FC Bayern München im Olympiastadion angesetzt - eine Partie, bei der ohnehin viel Polizei im Einsatz wäre.

Erdogan selbst soll zwar schon einen Tag früher anreisen, für Freitag und Samstag sind in der Hauptstadt dann aber zahlreiche Demonstrationen und Kundgebungen geplant, für die viele Polizisten gebraucht werden. Die Polizei schlägt deshalb Alarm: "In der gestrigen Sitzung des Personalrats wurde beschlossen, den Innensenator Andreas Geisel (SPD) aufzufordern, eine Ausrufung des polizeilichen Notstands zu prüfen",  sagte Michael Kranz, Vorsitzender Vertreter des Gesamtpersonalrats der Berliner Polizei, gegenüber der Berliner Zeitung.  Sollte tatsächlich der Notstand ausgerufen werden, könnten Veranstaltungen wie das Bundesliga-Spiel zwischen Hertha und Bayern verschoben werden. Für die Partie im Olympiastadion müsste die Polizei etwa 300 Kräfte abstellen.

Die Hauptstadt bereitet sich aber nicht nur auf den Erdogan-Besuch vor.  Vom 1. bis 3. Oktober findet die große Einheitsfeier statt, auch dafür wird ein Großaufgebot der Berliner Polizei benötigt.

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