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Kunst in der Kirche: Johannes im Heilsbronner Münster

Wanderreporter Johannes Alles auf seiner letzten Etappe - 04.09.2017 18:45 Uhr

Jahrhundertealte Altäre korrespondieren mit Werken zeitgenössischer Künstler. Unser Bild zeigt Gerhard Spangler vor einer Holzskulptur © Johannes Alles


Ist das Kunst oder kann das weg? Ein abfälliger Spruch, der auch Gerhard Spangler bekannt sein dürfte. Seit rund 20 Jahren verfolgt der frühere Religionspädagoge ein Ziel: Im altehrwürdigen Heilsbronn will er mit moderner Kunst im öffentlichen Raum Akzente setzen.

Der 64-Jährige selbst ist kein Künstler, aber er holt die Künstler nach Heilsbronn. Im Münster der ehemaligen Abtei der Zisterzienser stellt noch bis zum 10. September der Nürnberger Harald Kienle Skulpturen aus Holz und Stein aus, darunter den mächtigen, über 15 Meter langen „Kreuzbaum“: Eine 120 Jahre alte Fichte aus dem Klosterwald wurde im Sägewerk zerteilt und von Kienle in neuer Form zusammengesetzt. 
Längst muss Spangler keine Klinken mehr putzen, er kann sich die Künstler aussuchen. "Das soll nicht arrogant klingen, es ist aber so." Stolz ist er darauf, dass er unter anderem schon Andreas Kuhnlein, Quint Buchholz und Thomas Röthel in Heilsbronn willkommen heißen durfte. Spangler: "Es spricht sich rum, dass hier etwas geleistet wird."

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Auf den Spuren der Hohenzollern: Wanderreporter widmet sich Windsbach

Auf seiner vierten und somit letzten Etappe wühlte Wanderreporter Johannes Alles nochmal in der Vergangenheit. In Heilsbronn besuchte er die Grabstätte der Hohenzollern, einem Adelsgeschlecht, welches ab 1871 die deutschen Kaiser stellte. Danach lautete sein Ziel: Windsbach.


Unter dem Dach "KunstRaum Heilsbronn" ziehen Kirchengemeinde, Kommune, Religionspädagogisches Zentrum und der Kulturverein an einem Strang. Der Stadtrat sei stets aufgeschlossen, so Spangler erfreut. Prompt habe sich das Thema Kunst zu einem echten Markenzeichen für Heilsbronn entwickelt.


+++ Der Live-Blog zu Johannes' letzter Etappe +++


Zu Ausstellungseröffnungen kommen bis zu 200 Gäste. Kienles Skulpturen dürften binnen drei Monaten gut 7000 Menschen gesehen haben.

Dass nicht jede und jeder in Heilsbronn etwas damit anfangen kann, dessen ist sich Spangler bewusst. Er erlebe aber immer wieder, dass Kunst in der Lage sei, Menschen staunen zu lassen und sie dazu zu bringen, sich mit existenziellen Fragen zu beschäftigen. "Man muss die Leute nur auf die Spur bringen, sich eigene Gedanken zum Kunstwerk machen zu dürfen."

Wobei die frühere Zisterzienserabtei und das Münster an sich schon ein Gesamtkunstwerk von überregionaler Bedeutung sind.

  

nn

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