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Messerattacke auf Schwangere: Plädoyers verschoben

Ungeborenes Kind der 32-Jährigen überlebte die Attacke nicht - 26.06.2018 14:20 Uhr

Im Mai 2017 kam es im Ortskern von Neuendettelsau zu der Tragödie: Der 25-Jährige griff seine schwangere Verlobte unvermittelt an. © NEWS5 / Goppelt


Der Angeklagte muss nach einem rechtlichen Hinweis des Landgerichts vom Dienstag nun auch mit einer Verurteilung wegen versuchten Mordes rechnen. Er stand bisher unter anderem wegen versuchten Totschlags vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Verlobte im Mai 2017 auf einer Straße in Neuendettelsau mit mehreren Messerstichen schwer verletzt zu haben. Die Frau überlebte, das ungeborene Kind der heute 32-Jährigen jedoch nicht.

Weil das Opfer arg- und wehrlos gewesen sei, sieht die Anklagebehörde das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an. Damit drohen dem Mann bis zu 15 Jahren Gefängnis. Anklage, Nebenklage und Verteidigung sollen nun ihre Plädoyers vorbereiten. Das Urteil soll am Freitag gesprochen werden.

Der als Flüchtling nach Deutschland gekommene Äthiopier ist auch wegen gefährlicher Körperverletzung und eines besonders schweren Falls des Schwangerschaftsabbruchs angeklagt. Zum Prozessauftakt hatte der 38-Jährige gesagt, er könne sich zwar an einen Streit mit seiner ebenfalls aus Äthiopien stammenden Verlobten erinnern, nicht aber an die Tat. Mehrere Zeugen berichteten vor Gericht, der Mann habe brutal auf seine Partnerin eingestochen.

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Brutaler Messerangriff in Neuendettelsau: 22-Jährige in Lebensgefahr

Ein 24-Jähriger stach im Mai 2017 in der Hauptstraße in Neuendettelsau mit einem Messer auf eine 22-Jährige ein. Die Frau wurde lebensgefährlich verletzt. Ein couragierter Rentner versuchte den Angreifer abzuwehren.


 

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