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Umweltausschuss lehnt Gelder für Raubtierasyl ab

Abgeordneter der Freien Wähler hatte Antrag im Landtag gestellt - 03.04.2017 05:57 Uhr

Seit Jahren kümmert sich das Raubtierasyl in Ansbach-Wallersdorf um exotische Tiere, die in Not geraten sind. © Claudia Beyer


Peter Bauer, Abgeordneter der Freien Wähler aus Sachsen bei Ansbach, empört sich vor allem darüber, mit welcher Begründung die CSU-Mehrheit im Ausschuss seinen Antrag zurückgewiesen hat. Offenbar werde ignoriert, dass das Raubtier- und Exotenasyl Tiere beherberge, die vom Zoll oder von anderen Behörden beschlagnahmt und zugewiesen worden sind. Die Ansbacher Tierfreunde erfüllten damit sozusagen eine staatliche Pflichtaufgabe. "Schon aus diesem Grund muss das Tierasyl eine staatliche Unterstützung erhalten", fordert er.

 In Ansbach finden Raubkatzen und exotische Tiere aller Art aus illegaler oder schlechter Haltung ein neues Zuhause. Nach Angaben des im Jahr 2007 gegründeten Vereins werden hier zurzeit fünf Tiger, ein Puma, zwei Schneeaffen und weitere Tiere möglichst artgerecht betreut. Darunter auch ein Luchs, der bei einem Privatmann in der Bamberger Gegend beschlagnahmt worden war. Ein Karakal kam aus dem Münchner Rotlichtmilieu an die Rezat. Andere Tiere stammen aus dem illegalen Handel oder von Zirkussen.

"Unsere Tiere nimmt auch kein Zoo", sagt Olaf Neuendorf, Vereinsvorsitzender und Betriebsleiter der Einrichtung in Ansbach-Wallersdorf: Die Enttäuschung über den abgelehnten Antrag sitzt tief. Neuendorf: "Im ersten Moment habe ich überlegt, den 2014 mir verliehenen Tierschutzpreis zu nehmen und nach München zurückzutragen". 

hma

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