Montag, 19.11.2018

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Ärger bei Gräfenbergbahn: Züge fallen drei Wochen lang aus

Bahndamm zwischen Kalchreuth und Eschenau muss stabilisiert werden - 25.11.2017 05:53 Uhr

Drei Wochen lang werden alle Züge zwischen Kalchreuth und Gräfenberg durch Busse ersetzt. © Scott Johnston


Wie der Betreiber der Gräfenbergbahn, die Deutsche Bahn, am Freitag erklärte, ist der Bahndamm zwischen Kalchreuth und Eschenau (Kreis Erlangen-Höchstadt) auf einer Länge von etwa 100 Metern aufgeweicht. Die ersten Züge konnten den Damm bereits am Donnerstagnachmittag nicht mehr passieren.

Um den Damm zu stabilisieren, sind Aufschüttungen notwendig, teilte das Verkehrsunternehmen weiter mit. Doch das dauert – etwa drei Wochen lang. In diesem Zeitraum werden alle Züge zwischen Kalchreuth und Gräfenberg durch Busse ersetzt. Zwischen Nürnberg-Nordost und
Kalchreuth verkehrt weiterhin die Gräfenbergbahn.

Bei den Reisenden der Strecke – darunter sind viele Schüler – dürfte das Ende ihrer Geduld langsam erreicht sein. Denn in den vergangenen Jahren häuften sich dort die Störungen. Die letzte liegt erst wenige Tage zurück. Am Dienstagmorgen waren bereits Züge ausgefallen. Bei Eschenau mussten Ersatzbusse eingesetzt werden.

Antworten gefordert

Eine Anfrage des Nürnberger Landtagsabgeordneten Markus Ganserer (Grüne) an die Staatsregierung hatte ergeben, dass es in den Jahren 2014 und 2015 zu 160 Störungen und Zugausfällen auf der Strecke gekommen war. Weil als Ursache das Stellwerk Heroldsberg ausgemacht wurde, sitzt nun wieder ein Mitarbeiter vor Ort.

Ganserer hat sich nun abermals an die Staatsregierung gewandt. Bis nächster Woche fordert der Verkehrsexperte Antworten, "welche Maßnahmen vorgesehen sind, um in absehbarer Zeit eine akzeptable und die Kunden zufriedenstellende Betriebsqualität sicher zu stellen".

Auch für die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Schienenpersonennahverkehr im Freistaat plant, finanziert und kontrolliert, sind die häufigen Zugausfälle bei der Gräfenbergbahn "nicht akzeptabel". Wenn Verkehrsleistungen ausfallen, werden diese nicht bezahlt, hieß es von Seiten der BEG. "Mit dieser Maßnahme wollen wir den Druck auf die Verkehrsunternehmen erhöhen, einen zuverlässigen und stabilen Betrieb zu gewährleisten." 

Christiane Krodel

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