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25 Jahre Welterbe: Bamberg hat Grund zum Feiern

Jubiläum im kommenden Jahr wird auf vielfältige Weise begangen - 26.12.2017 09:41 Uhr

Bamberg lockt jährlich viele Touristen an.


Seit nun fast 25 Jahren trägt die Altstadt von Bamberg die Auszeichnung Unesco-Weltkulturerbe. Gefeiert wird das Jubiläum im kommenden Jahr auf vielfältige Weise, doch die Verantwortlichen nehmen besonders die Einheimischen in den Blick. Mit kostenlosen Führungen und weiteren Aktionen sollen sie sich mit dem Thema Welterbe befassen. Denn: "Welterbe ist kein Tourismussiegel, es ist ein Auftrag", sagte Patricia Alberth, Chefin des Zentrums Welterbe in Bamberg, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wollen so viele Akteure wie möglich ins Boot holen."

Den Menschen in Bamberg sei ihr Welterbe wichtig, hat Alberth beobachtet. "Die Leute setzen sich dafür ein." Die Bevölkerung sei sehr sensibilisiert, wenn es um die Belange des Welterbes gehe, und unterstütze die Bemühungen, das kulturelle Erbe zu erhalten.

Natürlich sei die Unesco-Auszeichnung auch ein "Verkaufselement" für den Tourismus, sagte Alberth. Viele Gäste kämen bewusst wegen des Welterbe-Status in die Stadt. Bamberg zählte nach Angaben des Bamberg Tourismus & Kongress Service im Jahr 2016 knapp 660.000 Übernachtungen – das ist ein Zuwachs von 8,7 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Dazu kommen Millionen von Tagesgästen. Dass die Tourismuszahlen in der oberfränkischen Stadt stark gestiegen sind, beweist ein Blick ins Jahr 2002 – damals knackte die Zahl der Übernachtungen erstmals die Marke von 300.000.

Tourismus birgt auch Belastungen

Inzwischen stößt der Touristenboom nicht überall in der Bevölkerung auf Zustimmung. Anfang des Jahres schrieb der Bamberger Tourismus-Service deshalb: "Der florierende Tourismus bringt zweifelsfrei Vorteile für Wirtschaft und Bürger – er birgt aber auch Belastungen. Damit sich die Einwohner durch den hohen Besucherzuspruch nicht eingeengt und bedrängt fühlen, wollen wir tourismusinduzierte Auswirkungen auf den Lebensraum der Bamberger möglichst akzeptabel gestalten." Es brauche eine Balance zwischen den Interessen der Einheimischen und der Gäste.

Auch Welterbe-Expertin Alberth betonte, es sei wichtig, die Touristen in der Stadt zu verteilen, damit sich nicht alle auf den Dom oder das Brückenrathaus konzentrierten – sondern auch andere, vielleicht etwas verstecktere Orte entdeckten. 

dpa

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