Donnerstag, 21.02.2019

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Bolzen in Belek: Kleeblatt macht den Abflug ins Trainingslager

SpVgg Greuther Fürth bereitet sich in der Türkei auf Rückrunde vor - 07.01.2019 18:52 Uhr

Für die Mannschaft aus der Kleeblattstadt ging es am Montag mit dem Flieger Richtung Belek ins Trainingslager. © Sportfoto Zink / WoZi


Auch weil der Zeitplan insgesamt nicht ganz so pünktlich einzuhalten war, fand die erste Trainingseinheit unter Flutlicht, aber immerhin noch bei vier Grad statt und auf butterweichem und nassem Geläuf statt. Die Wetterprognose kündigt jedoch auch für die nächsten Tagen reichlich Regen an. "Kleinigkeiten", beschwichtigt Buric, der wie Manager Rachid Azzouzi ein großer Verfechter der vorübergehenden Flucht in so gut wie sicher schneefreie Gefilde ist. Im vergangenen Winter organisierte Azzouzi ganz kurzfristig und auf expliziten Wunsch des Trainers hin einen zunächst nicht vorgesehenen Trip nach Spanien, und Buric verwandelt die konzentrierte Arbeit mit seiner Mannschaft in tatsächlich in die erhoffte Leistung. "Damals haben wir die Basis für die gute Rückrunde gelegt", erinnert der Kroate. Sein Team verbesserte sich vom Vorletzten auf den 15. Platz und holte zu den 18 Punkten in 18 Spielen noch einmal 22 in 16 Partien.

Diesmal feilt sein Team weitaus entspannter mit einem Puffer von 24 Zählern und frei von akuten Abstiegssorgen an einer besseren Form. "Die Ausgangsposition haben wir uns auch verdient", stellt Buric zufrieden fest, lässt dabei aber den Leistungseinbruch am Ende der Hinrunde außen vor. Auch deshalb ruft der 54-Jährige nun jedoch den Neustart aus: "Jetzt geht es noch einmal richtig los." Für ihn selbst bedeutet das den Anspruch, aus jedem einzelnen Spieler "noch etwas herauszukitzeln".

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Dabei wird er sich auf den bekannten Kader beschränken müssen. Neben den drei Juniorenspieler Michael Guthörl, Tom Schulz und Nader El-Jindaoui bilden in erster Linie die von Verletzungen nahezu genesenen Akteure den Kreis der Hoffnungsträger. Neuzugänge oder Testspieler wird Buric in den acht Tagen in Belek vermutlich nicht zu Gesicht bekommen. "Wir müssen abwarten, was auf dem Markt passiert", sagt Azzouzi. Fürth bildet auf dem Transfermarkt so etwas wie das Ende der Nahrungskette. Erst wenn die finanzkräftigeren Teams versorgt sind und Aussortierte nach und nach durch den Rost fallen, darf das Kleeblatt noch auf ein Schnäppchen hoffen. 

Knapp an Dubai vorbei 

Erschwinglich wäre beinahe ein Trip nach Dubai für Fürth geworden. Azzouzi hätte es gerne dem FC Bayern München gleichgetan und bei der Wahl des Winterdomizils eine exklusivere Destination angesteuert. Doch um in den Genuss von Subventionen seitens der bei der Ausbreitung der deutschen Fußballmarke gerne behilflichen Deutschen Fußball-Liga zu kommen, fehlten professionellere Strukturen. Unter anderem hätte Fürth in Eigenregie gewährleisten müssen, von seinen Testspielen Bewegtbilder für Übertragungen im Fernsehen und Internet zur Verfügung zu stellen.

Unglücklich mit der Wahl Beleks ist Azzouzi aber freilich nicht. Der Ex-Profi preist gerne die erstklassigen Bedingungen im Trainingslager-Mekka an, das im Vergleich zu Spanien auch mit einem sehr guten Preisleistungsverhältnis überzeuge. Über ein Dutzend europäischer Klubs residiert in durchgestylten Ferienanlagen. Gemeinsam mit dem bulgarischen Erstligisten Ludogorets Razgrad und dem türkischen Süper-Lig-Klub Konyaspor hat sich Fürth in die Nobelunterkunft Cornelia Diamond Golf Resort & Spa eingemietet und die Sorgen der Vergangenheit über die politische unsichere Lage in der Türkei nach zwei Jahren im teuren Spanien gerne auch wieder dem finanziellen Aspekt untergeordnet. "Die Hotels, das Essen, die Plätze – alles top", sagt Azzouzi. 

Ladung vermisst 

So top, dass der Manager gestern beim Einladen des Gepäcks in Belek kurz in Sorge um die Fußbälle war. "Hoffentlich sind die dabei. Auf den Rasenteppich musst du einfach mit dem Ball am Fuß", sagte der Ex-Profi als Teambetreuer gerade auf der Suche nach drei vermissten Aluminiumkisten waren. Von 60 hatten es nur 57 an die türkische Riviera geschafft. Die Bälle waren aber ebenfalls butterweich gelandet.
  

Stefan Jablonka

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