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Darum werden die VGN-Tickets wieder teurer

Preise steigen um rund 2,7 Prozent - MobiCard knackt 90-Euro-Grenze - 06.12.2018 21:33 Uhr

Viele Pendler müssen zum Jahresbeginn für ihr VGN-Ticket tiefer in die Tasche greifen. © Daniel Karmann


Wie der Verkehrsverbund mitteilt, sollen die Preise für Einzeltickets im neuen Jahr um etwa 10 Cent ansteigen. Das TagesTicket Plus kostet ab 1. Januar in den Preisstufen C und D 20 Cent mehr.

Einen Ausreißer nach oben stellt das Tagesticket für den Gesamtraum dar: Es soll in Zukunft 20,30 Euro statt der bisherigen 19,70 Euro kosten. Auch die MobiCard knackt 2019 die 90-Euro-Grenze. Pendler müssen in Zukunft 90,90 Euro für das Monatsticket bezahlen, das zuvor bei 88,90 Euro lag.

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"Die Preisanpassung ist notwendig, um die umfangreichen Verkehrs- und Serviceleistungen bei kontinuierlich steigenden Kosten weiterhin anbieten und ausbauen zu können", rechtfertigt sich der Verkehrsverbund für die erneute Preiserhöhung. Den stärksten Anstieg machen in der Prognose für 2019 die Kosten für Dieselkraftstoff und Gas mit 3,8 Prozent aus. Personalkosten und Kapitalkosten für Investitionen schlagen zudem mit einem Plus von 3,1 beziehungsweise 2,6 Prozent in der Bilanz zu Buche.

Außerdem setzen die Anforderungen des Klimaschutzes, der Ausbau der Barrierefreiheit sowie die Digitalisierung den Verkehrsverbund finanziell unter Druck. "Soweit durch den Gesetzgeber keine alternativen Finanzierungslösungen geschaffen werden, ist die Koppelung der Fahrpreise an die Entwicklung der Kosten unverzichtbar", macht der VGN klar.


VGN: Darum gibt es kein regionales TagesTicket solo


Seitens der Politik gibt es bereits Bestrebungen, den öffentlichen Nahverkehr in Zukunft stärker finanziell zu unterstützen. So fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ein ÖPNV-Ticket für 365 Euro im Jahr, das bereits 2020 umgesetzt sein soll. Die Verhandlungen mit dem Bund laufen bereits auf Hochtouren. Denn auch im Koalitionsvertrag ist die finanzielle Unterstützung des öffentlichen Nahverkehrs ein klar formuliertes Ziel.

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Die Preise im Überblick:

Einzelfahrkarten
Preisstufe A (Nürnberg – Fürth - Stein): Erwachsene 3,20 Euro (bisher 3,10 Euro), Kind 1,60 Euro (unverändert)
Preisstufe B (Fürth): Erwachsene 2,60 Euro (bisher 2,50 Euro), Kind 1,30 Euro (unverändert)
Preisstufe C (Erlangen): Erwachsene 2,40 Euro (bisher 2,30 Euro), Kind 1,20 Euro (unverändert)
Preisstufe D (Ansbach, Bamberg, Bayreuth, Forchheim, Neumarkt, Schwabach): Erwachsene 2,00 Euro (bisher 1,90 Euro), Kind 1,00 Euro (unverändert)
Preisstufe F (Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Gunzenhausen, Hersbruck, Herzogenaurach,
Hirschaid, Lauf, Lichtenfels, Rothenburg, Treuchtlingen, Weißenburg): Erwachsene 1,30 Euro (unverändert), Kind 0,70 Euro (bisher 0,60 Euro)
Preisstufe K (Nürnberg und Fürth): Erwachsene 1,70 Euro (bisher 1,60 Euro), Kind 0,80 Euro (unverändert)

TagesTicket Plus
Gültig für zwei Erwachsene und bis zu vier Personen unter 18 Jahren,
am Wochenende zwei Tage Gültigkeit.
Preisstufe A: 12,30 Euro (unverändert)
Preisstufe B: 8,70 Euro (unverändert)
Preisstufe C: 7,80 Euro (bisher 7,60 Euro)
Preisstufe D: 7,20 Euro (bisher 7,00 Euro)
Preisstufe F: 4,70 Euro (unverändert)
Preisstufe 10 (Gesamtraum): 20,30 Euro (bisher 19,70 Euro)

4er-Tickets – Sparmöglichkeit
Preisstufe A: 11,00 Euro (unverändert), 2,75 Euro pro Fahrt
Preisstufe B: 9,00 Euro (unverändert), 2,25 Euro pro Fahrt
Preisstufe C: 8,20 Euro (bisher 8,10 Euro), 2,05 Euro pro Fahrt
Preisstufe D: 6,80 Euro (unverändert),
Preisstufe F: 5,00 Euro (unverändert)
Preisstufe 1: 6,80 Euro (unverändert)

31-Tage-MobiCard: Preisstufe A: 90,90 Euro (bisher 88,90 Euro)
9-Uhr-JahresAbo
Preisstufe A (Nürnberg – Fürth – Stein): 37,90 Euro (bisher 37,00 Euro),
Preisstufe B (Fürth): 26,00 Euro (unverändert)

JahresAbo – Sparmöglichkeit
Preisstufe A: 61,60 Euro (bisher 60,20 Euro) monatlich
Stark rabattiert sind die JahresAbos des VGN in allen Preisstufen. 

evo

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