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Endstation Nürnberg: Zugreisende müssen auf Busse umsteigen

Stillstand bis September - Grund ist Neubau der ICE-Trasse nach Berlin - 12.01.2016 07:49 Uhr

Das Großprojekt startet: In Breitengüßbach bei Bamberg haben die Arbeiten an der ICE-Trasse Nürnberg - Berlin schon begonnen.

Das Großprojekt startet: In Breitengüßbach bei Bamberg haben die Arbeiten an der ICE-Trasse Nürnberg - Berlin schon begonnen. © Arno Stoffels


Wegen des Neubaus der ICE-Trasse von Nürnberg in Richtung Berlin ist die Bahnstrecke nördlich von Bamberg aktuell gesperrt  - uind das bleibt die nächsten 34 Wochen so. Erst im September können dort wieder Züge rollen. Seit diesem Dienstag müssen Pendler auf Busse ausweichen. Der Fernverkehr wird über Fulda umgeleitet, zudem werden täglich IC-Busse auf den Verbindungen Jena-Nürnberg sowie Erlangen-Erfurt eingesetzt. Insgesamt sollen alle im Auftrag der Bahn zum Ersatz eingesetzten Busse mehr als zwei Millionen Kilometer während der Bauarbeiten zurücklegen.

Die Sperre zwischen Hallstadt im Landkreis Bamberg und Bad Staffelstein im Landkreis Lichtenfels ist notwendig, um die neugebaute ICE-Trasse mit den bestehenden Gleisen zu verbinden.

Der teilweise Neubau der ICE-Strecke von Nürnberg nach Berlin soll 2017 abgeschlossen sein. Die Fahrt von München in die Hauptstadt soll dann nur noch vier Stunden dauern. Bislang saßen Reisende knapp sechs Stunden im Zug. Das Großprojekt kostet mehr als zehn Milliarden Euro. Vom oberfränkischen Ebensfeld (Landkreis Lichtenfels) über Erfurt bis nach Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt ist die Strecke komplett neu gebaut worden - inklusive zahlreicher Brücken und Tunnel.

Bamberg und Erlangen abgehängt

Der Fahrgastverband Pro Bahn übt an der Streckensperrung heftige Kritik: Die Bahn stehe unter Zeitdruck, deshalb plane man die Sperre - ohne eine fahrgastfreundliche Lösung gefunden zu haben. Bamberg und Erlangen beispielsweise würden bis auf wenige Züge vom Fernverkehr abgehängt, sagte der stellvertretende Vorsitzende des bayerischen Landesverbandes, Lukas Iffländer. Wäre langfristiger geplant worden, hätte man die Strecke zumindest eingleisig weiterbefahren können. So würden viele Pendler auf das Auto umsteigen, bedauert er.

Grundsätzlich sei ein Problem bei dem Projekt, dass die Neubaustrecke schnell fertiggebaut werde, während aber bei einigen Abschnitten auf der Ausbaustrecke die Arbeiten noch nicht einmal begonnen hätten. 

dpa, sh, acb

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