Erlangen belegt Top-Platzierung bei Städteranking

27.11.2015, 17:23 Uhr
Bei einer neuen Städtestudie der Gesellschaft IW Consult landete Erlangen in mehreren Kategorien auf vorderen Plätzen.

© Klaus-Dieter Schreiter Bei einer neuen Städtestudie der Gesellschaft IW Consult landete Erlangen in mehreren Kategorien auf vorderen Plätzen.

Vier der zehn wirtschaftsstärksten Städte in Deutschland liegen einer Studie zufolge in Bayern. Neben Spitzenreiter München sind Ingolstadt (Rang 2), Erlangen (3) und Regensburg (7) unter den Topplatzierten des Rankings, das die Wirtschaftskraft der Städte miteinander vergleicht. Das teilten Immobilienscout24 und die "Wirtschaftswoche" am Freitag mit. München punkte etwa mit hoher Lebensqualität, der Entwicklung des Immobilienmarkts sowie einer ausgeglichenen und zukunftstauglichen Wirtschaftsstruktur.

Beim Zukunftsindex, der die digitale und vernetzte Wirtschaft im Blick hat, schob sich Erlangen aber sogar noch an München (3) vorbei und landete auf dem zweiten Platz. Denn wie beim Erstplatzierten Darmstadt gibt es hier besonders viele Unternehmen, die sich mit der sogenannten Industrie 4.0 auseinandersetzen. Darunter wird die umfassende digitale Vernetzung von Fabriken verstanden. Hinzu kämen viele Absolventen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Darüber hinaus punktete Erlangen in der Gesamtwertung unter anderem mit einer niedrigen Zahl an registrierten Straftaten. Pro 100.000 Einwohner gab es in der Hugenottenstadt davon 6,3 - der Durschnitt lag bei 10,2. Defizite sieht die Studie hingegen bei der Wirtschaftsleistung und der Arbeitslosenquote bei Jugendlichen.

Trotzdem bleibt festzuhalten: Erlangen und Fürth (18), mit einer Verbesserung von fünf Rängen, gehören zur Wirtschaftsregion Nürnberg - Fürth - Erlangen, welche zu den wichtigsten Technologieregionen Deutschlands gezählt wird. Nürnberg selbst belegte wie im vergangenen Jahr den 26. Platz.

Monopolstruktur birgt Risiken

Die Rangliste zur Wirtschaftslage wird von den Autostädten Ingolstadt und Wolfsburg angeführt. Die überragende Bedeutung der Autobauer sei jedoch zugleich ein Risiko, sagte Miriam Meckel, Chefredakteurin der "Wirtschaftswoche": "Wer sich monostrukturell aufstellt, der erlebt auch die Krisen der Branche hautnah mit."

Die arbeitgebernahe Gesellschaft IW Consult hatte für die Studie 69 kreisfreie Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern verglichen. Gut 100 Faktoren aus Bereichen wie Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilien und Lebensqualität wurden dabei analysiert.

 

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