Mittwoch, 26.09.2018

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Alte Probleme der Erlanger Triathlon-Teams

Der TV 48 ist mit Damen und Herren enttäuschend in die zweite Liga gestartet - 12.06.2018 17:18 Uhr

Zu viert im Ziel, aber nur dreimal in der Wertung: die Erlanger Triathletinnen. © Foto: TV 48 Erlangen


Die neue Saison hat begonnen wie die alte aufgehört hatte: mit Chaos. Während im Vorjahr ein Renntermin verschoben worden war, so dass die Triathletinnen des Turnvereins nicht in Bestbesetzung antreten konnten, hatte sich nun eine Abitur-Prüfung verschoben, von Donnerstag auf den gestrigen Montag. Eine Erlanger fiel daher aus, die zweite hatte sich einen Nerv eingeklemmt. Und schon stand Ella Schmidt in Darmstadt an der Startlinie, ihrer Erkältung zum Trotz.

"Ich dachte mir, ich probier’s", sagt die 26-Jährige. "Beim Laufen bin ich dann aber raus." Im Rennen waren für das Erlanger Damen-Team fortan nur noch Stefanie Walter, Katharina Kern und Zila Kosta, die als Nachwuchstalent eingesprungen war. Dabei hatte es zu Beginn so gut ausgesehen: "Stefanie kam als Erste aus dem Wasser", sagt Schmidt. "In der Radgruppe musste sie dann sehr viel arbeiten." Die Folge: Beim Laufen reichte die Kraft nicht mehr, Walter fiel auf Rang zwölf zurück.

"Sie hatte sich da selbst mehr erhofft, weil sie bislang gut drauf war in dieser Saison. Deshalb war sie sehr enttäuscht." Das galt für das gesamte Erlanger Damen-Team, das eigentlich in jedem Rennen aufs Podest wollte — natürlich ein Ziel, das nur in besserer Besetzung realistisch ist. Verloren ist noch nichts, schließlich war Darmstadt erst das erste von fünf Rennen in der zweiten Liga.

Erlanger holt Tagessieg

Der zweite Wettbewerb allerdings steht bereits am Samstag am Rothsee an. "Wir müssen schauen, dass wir bis dahin unsere Invaliden-Gruppe wieder fit bekommen", sagt Ella Schmidt. Dann besteht auch Hoffnung, dass mehr herauskommt als ein Gesamtrang sechs. "Und wir stehen jetzt auch noch nicht arg unter Druck, wir hatten nur einen schlechten Start."

Das Herren-Team hat ebenfalls nicht überzeugt. Bester Erlanger — in einem deutlich größeren Starterfeld als bei den Damen — war Jannik Hoffmann auf Rang 44. Der Turnverein hatte auch hier Verletzungsprobleme, hinzu kommen die Abgänge der beiden Top-Talente Dion Heindl und Fabian Kraft, die in der Bundesliga starten.

Weil diese pausiert, war Kraft dennoch beim Zweitliga-Auftakt dabei, allerdings für die Reserve des DSW Darmstadt. Der Erlanger holte sich den Tagessieg. Die Punkte aber gingen an sein neues Team. 

Katharina Tontsch Sportredakteurin in Erlangen E-Mail

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