Dienstag, 13.11.2018

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„Auch Stromerzeugung muss ethisch verantwortbar sein“

Der Vertreter der Erlanger Kirchen, Johannes Mann, verlangt auch bei dieser Technologie gesellschaftlichen Konsens - 12.04.2011

Pfarrer Johannes Mann (im Vordergrund) verlangte auf der Kundgebung die Rückkehr zu einem gesellschaftlichen Konsens in der Frage einer verantwortbaren Energieerzeugung. Die Atomkraft lehnt er kategorisch ab. © Bernd Böhner


Der Pfarrer der evangelisch-reformierten (Hugenotten-)Kirche, derzeit auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Erlangen, zeigte sich erschüttert vom Beispiel der havarierten Atommeiler in Japan, die deutlich gemacht hätten, was unter dem verharmlosenden Begriff „Restrisiko“ zu verstehen sei. Er warnte davor zu einer Erde zurückzukehren, wie sie am Beginn der Schöpfung war — wüst und leer, wie es zu Bibel-Beginn heißt.

Mann forderte (auch im Namen der anderen Kirchen) zu einer Rück- und Umkehr auf und zeigte sich befriedigt darüber, dass die Bundesregierung wieder einen gesellschaftlichen Konsens in der Energiefrage suche, in der auch die Kirchen wieder gefragt seien. Diese hätten allerdings zum Thema Atomkraft eine klare Haltung.

Den rund 180 Teilnehmern legte Mann nahe, sich auch mit einem niedrigeren Lebensstandard anzufreunden — eine verantwortbare Energiepolitik sei ohne einen persönlichen Beitrag nicht zu haben. 

pm

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