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Auftakt einer wunderbaren Freundschaft?

Erlanger Musikinstitut liebäugelt mit den Rhythmen des 20. Jahrhunderts - 07.06.2010

Im Garten des Erlanger Musikinstituts an der Rathsberger Straße hat der Jazz ein höchst ansprechendes Ambiente gefunden. Jetzt muss nur noch der Wille zum Experiment hinzukommen, um dem zeitgenössischen Jazz im Klassik-orientierten Institut willkommen zu heißen. Vielversprechende Ansätze dazu gibt es. © Edgar Pfrogner


Mit dem durch die Sängerin Kathrin Kohlmann zum Sextett erweiterte Quintett um den Pianisten und Arrangeur Budde Thiem hatte Tilmann Stiehler, der Leiter des Musikinstituts, einen guten Griff getan. Die »JazzZappers« zappten sich in höchst unterhaltsamer Weise durch das »great american songbook von (James) Bond bis (Count) Basie und scheuten auch vor der Filmmusik des Zeichentrick-Klassikers »Dschungelbuch« nicht zurück: Der Bär Balou steppte durch den Burgberggarten - sehr zur Freude eines eher Klassik-gewöhnten Publikums, das durch eine ganze Reihe hartnäckiger Jazz-Fans verstärkt wurde.

Stilsichere Vocals

Werner Treiber an den Fellen, Norbert Meyer-Venus am akustischen Bass, Roland Horsak an der Trompete und Lokalmatador Eberhard Stockmann am Tenorsaxofon gaben den Themen in den Arrangements von Budde Thiem Drive und Witz, Sängerin Kathrin Kohlmann überzeugte durch stilsichere und einfühlsame Vokalarbeit.

Für die Absicht von Tilmann Stiehler und einige eifrige Lobbyisten im Musikinstitut, dem Jazz künftig mehr Raum im Haus wie im Programm zu geben, ein guter Auftakt. 

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