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Baiersdorf holt Hilfe

Machbarkeitsstudie zum Grundschulausbau - 14.12.2017 15:00 Uhr

Ob und wie die Grundschulke erweitert werden kann, soll die Machbarkeitsstudie erschließen. © Dieter Köchel


Der Geschäftsführer von ConceptK, Christian Auerbach, erläuterte dem gremium Kompetenz und Arbeitsweise seines Unternehmens, das auf bauliche Schulkonzepte spezialisiert ist. Dabei lege sein Büro Wert darauf, "alle Beteiligten in den Prozess der Modernisierung der Grundschule einzubinden", betonte er. Lehrer, Eltern, Sachaufwandsträger, Stadträte und Verwaltung. Deshalb greift ConceptK auch auf ein interdisziplinäres Team zurück, in dem neben Architekten und Ingenieuren auch Kaufleute, Juristen und Diplom-Pädagogen mitarbeiten.

"Dadurch", führte Auerbach aus, "können wir fundierte Entscheidungsgrundlagen liefern"; daraus könnten dann etwa ein Raum- und Funktionsprogramm entwickelt werden.

Schulleiterin Sabine Bartsch machte im Ausschuss deutlich, dass die Räume der Schule ausreichen würden, wenn sie nur für den Unterricht der Grundschule genutzt würden. Doch seien ja auch Räume von der Mittagsbetreuung, der Hausaufgabenbetreuung, der Musikschule belegt. Dazu komme, dass man für Mittags- und Hausaufgabenbetreuung eine ganz andere Einrichtung benötige als für den Unterricht.

Die Rektorin schilderte die Schulsituation so. Die Zahl der Geburten in Baiersdorf liege stabil bei 65 bis 70 Kindern im Jahr. Das bedeute, dass dauerhaft drei Klasssen pro Jahrgang gebildet werden können. Zurzeit aber gehe der Trend zu jahrgangsgemischten Klassen. Daher seien zehn Kinder in die benachbarten Orte Poxdorf und Bubenreuth abgewandert, wo bereits jahrgangsgemischte Klassen angeboten werden. Bartsch kündigte an, den Eltern der Kinder, die im Schuljahr 2018/2019 eingeschult werden, eine jahrgangsgemischte Klasse anzubieten. Für solche gemischte Klassen seien aber zusätzlich Gruppenräume vonnöten, erklärte sie, der Raumbedarf werde dadurch nicht geringer.

Die Grundschule, darauf machten einige Ratsmitglieder aufmerksam, habe das Problem, keine Ganztagsklassen zu haben. Als Ganztagsschule wären andere Fölrderchancen gegeben wie auch die Anerkennung eines höheren Raumbedarfs.

Vertrag vorbereiten

Am Ende beauftragte das Gremium die Verwaltung, mit der Firma ConceptK einen Vertragsentwurf zu erarbeiten und die erforderlichen Haushaltsmittel – die Rede ist von zirka 26 000 Euro – im Etat 2018 bereitzustellen.

Sabine Bartsch hattejedoch noch ein weiteres Anliegen. Die Grundschule möchte als Ersatz für den Holz-Igel, der außer Betrieb genommen wurde, ein neues Spielgerät für den Pausenhof für 25 000 Euro anschaffen. Die Schule mit Elternbeirat und Förderverein würde die Kosten für das Gerät übernehmen; Bartsch bat jedoch die Stadträte darum,, die Stadt möge den Holz-Igel abbauen, den Untergrund auffüllen und für einen Fallschutz unter dem neuen Spielgerät sorgen.

Begutachtet wird im kommenden Jahr auch der Bauhof der Stadt. Die Ausschussmitglieder beschlossen, eine Organisationsuntersuchung im Bauhof in Auftrag zu geben. Dabei handrelt es sich nicht um Misstrauen gegenüber der Arbeit im Bauhof. Es geht eher um die Frage, wie Bürgermeister Andreas Galster verdeutlichte: "Machen die Leute das, wofür sie bezahlt werden?"

Und geschäftsleitender Beamter Klaus Hutzler ergänzte, dass bei den Bauhofmitarbeitern oft der Eindruck entstehe, dass es heißt "Macht mal", ohne dass gefragt werde, ob Zeit dafür ist. Dabei, so Galster, sei im Bauhof ein gutes Team mit Fachwissen und Initiative. Die Untersuchung soll klären, ob der Bauhof in der Lage ist, organisatorisch wie personell, den Anforderungen gewachsen ist. 

DIETER KÖCHEL

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