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Buckenhofer "Häkelfee" setzt auf Ökologie

Siglinde Müller stellt nun auch Einkaufstaschen und -netze her - 15.08.2017 12:00 Uhr

Alles gehäkelt: Ein Blick auf die kleinen (Kunst)Werke von Siglinde Müller. © Harald Sippel


Kleider, Deko, Tischdeckchen, Schmuck. All das kann man in den Kursen der "Häkelfee" Siglinde Müller häkeln lernen. Und nun auch praktische Einkaufstaschen und -netze. Unter dem Motto "Der Umwelt und Tieren zuliebe nie wieder Plastiktüte" rief die pensionierte Siemensmitarbeiterin ihre Kursteilnehmer auf, Umweltbewusstsein zu zeigen und mehr Plastik beim Einkauf zu vermeiden.

In ihren Kursen häkelt sie im vertraut-kleinen Kreis von bis zu acht Leuten im eigenen Atelier im Keller ihres Hauses in Buckenhof.

Schon seit Kindertagen ist Müller von den einfachen Techniken und der kreativen Vielfalt beim Häkeln begeistert und "möchte diese Handarbeit gerne an Jung und Alt weitergeben.". Ihre Kurse sind gut besucht, Schülerinnen bis Großmütter haben Spaß beim gemeinsamen Häkeln, Kreieren von eigenen Mustern und lockerem Plaudern. Berufstätige Frauen suchen Entspannung beim Häkeln und hin und wieder findet sich auch ein Mann in den meist weiblichen Runden.

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Buckenhofer Häkelfee setzt auf Ökologie

Seit Jahren bietet Siglinde Müller aus Buckenhof Häkelkurse an. Nun hat sie umweltbewusste Ideen in ihr Angebot aufgenommen. Farben und Formen sind bei ihrer Arbeit dabei keine Grenzen gesetzt.


Doch Siglinde Müller möchte immer auch neue nützliche Anwendungen für ihr gehäkeltes Werk finden. "Man muss nicht alles wegschmeißen, man kann aus allem etwas machen.", sagt sie, die in einer Zeit aufwuchs, die noch weit weg von der heutigen Wegwerf-Gesellschaft war.

So nutzt sie auch die Idee des "Upcycling", eine Bewegung, in der gebrauchte oder alte Dinge verwendet und kreativ umgewandelt werden in Möbelstücke, Deko-Artikel oder anderes. Beim Häkeln kann man auf diese Art aus alten Knöpfen und Flaschenverschlüssen Schmuck zaubern, oder aus Klopapierrollen Stiftehalter oder Katzenspielzeug herstellen.

Dahinter stecken mehr als bunte Deko-Artikel. Die Idee, dass etwas in neuer Art wiederverwendet wird, ist in Zeiten, in denen die Weltmeere voller schwimmender Müllberge sind, sinnvoll. Klein anfangen ist hier schließlich mehr wert,  als gar nichts zu tun, und kreative Kurse wie die Häkelangebote schaffen ein Bewusstsein. Dabei handwerkliche Kreativität auszuleben, ist doppelt gut.

Auch praktische Artikel für junge Leute, bei denen das Häkeln vielleicht nicht allzu beliebt ist, hat Siglinde Müller: Becherhauben mit Strohhalmloch, damit Insekten von süßen Säften im Sommer ferngehalten werden. Oder auch Maßkrughauben für die jetzigen Kirchweihen können gut genutzt werden, praktischer als die Pendants aus Holz. Mit ihrer Passion und ihren Ideen kann Siglinde Müller alle Generationen fürs Häkeln oder zum kreativen Arbeiten motivieren. 

LUISA HEINE (Text)UND HARALD SIPPEL (Fotos)

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