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Sonntag, 16.12.2018

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Carsharing in Neunkirchen ist erfolgreich

Elektrofahrzeug wird seit April 2017 gut angenommen - 11.01.2018 15:00 Uhr

Am Standort des Carsharing-Autos am alten Bahnhof ist auch die E-Zapfsäule angebracht. © Cunningham


Der Renault ZOE der BfB-Energie e.G. bietet ausreichend Platz für bis zu fünf Personen und hat eine Reichweite, die jeden Ausflug in die Fränkische, nach Erlangen, Nürnberg oder Bamberg problemlos möglich macht. Getankt wird am Fahrzeugstandort (natürlich Strom) auf Kosten der BfB-Energie. Im Winter beträgt die Reichweite bis zum nächsten Aufladen zirka 250 Kilometer (wegen der für die Heizung benötigten Energie sind das etwa 50 km weniger als in den wärmeren Jahreszeiten).

Jeder darf ran

"Wir möchten mit unserem Angebot den einen oder anderen Zweitwagen in Neunkirchen überflüssig machen", sagt Eugen Rittmeyer, Vorsitzender der BfB-Energie e.G. und Hauptorganisator des Carsharing-Angebots. "Meist steht doch ein Zweitwagen den ganzen Tag nur rum, kostet Geld in der Anschaffung und im Betrieb und ist eigentlich gar nicht notwendig."

"Bei unserem Zoe handelt es sich nicht um ein übliches Carsharing-Modell – jeder kann das Fahrzeug nutzen, niemand muss Mitglied unserer Genossenschaft werden oder zuerst hohe Einlagen einzahlen", so Co-Vorsitzende Barbara Cunningham. Damit soll die Hürde für die Nutzung verringert werden. Vor der ersten Fahrt erfolgt eine ausführliche Einweisung, damit sich jeder in der Bedienung sicher fühlt. Und wer den Renault Zoe einmal gefahren hat, ist in der Regel absolut begeistert, erzählen die Vereinsmitglieder.

"Ich konnte mich mit dem Mietauto probeweise vom Fahren eines Elektroautos überzeugen lassen. Für uns ist der Wagen eigentlich eher schon zu groß, jedenfalls größer als notwendig. Ein Zweisitzer à la Smart wäre m.E. meist schon ausreichend", so Annette Hüttmann, eine regelmäßige Nutzerin der ersten Stunde. "Carsharing ist für mich in erster Linie eine Alternative zum Zweitwagen. Es gibt ein bis zwei berufliche Termine für meinen Mann und mich in der Woche, die sich überschneiden. Dafür ist das Konzept ausgezeichnet, und ich wundere mich eigentlich, warum es bisher nicht mehr in Anspruch genommen wird. Ich könnte auch mit dem Bus fahren, allerdings muss ich oft sperriges Material für meine Kurse mitnehmen; das ist im Bus umständlich und außerdem hätte ich keine direkte Verbindung. Oft sind die Busse etwas unpünktlich, sodass ich den Anschlussbus verpasse. Ich müsste also viel mehr Zeitpuffer einbauen. Ein weiterer Punkt ist der Preis. Ich zahle für den Bus Hin + Rück 6,90 Euro; für zwei Stunden Carsharing bezahle ich sechs Euro."

Guter Standort

Die bisherigen Nutzer betonen auch den günstigen Standort am Alten Bahnhof, der optimal zu erreichen ist. Sogar wenn der Bus am Busbahnhof längere Verspätung hatte, kann man den Zoe kurzfristig buchen. Man braucht dann nur über die Straße zu gehen und einzusteigen.

Das Neunkirchner Angebot ist das zweite dieser Art im Landkreis Forchheim; Vorreiter war das BioEnergieDorf Willersdorf mit einem Peugeot iOn.

Gemeinsam arbeiten die beiden Genossenschaften an dem Ausbau des eMobil-Angebots im Landkreis und an der Perfektionierung der Verleih-Plattform. "Wir haben noch nicht alle Eventualitäten abgedeckt, aber mit jedem neuen Nutzer und jedem Hinweis lernen wir mehr und können so das Angebot verbessern und die Nutzung weiter erleichtern", sagt Eugen Rittmeyer.

www.BfB-Energie.de 

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