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Der 360-Grad-Rundgang

Eine Stadttour machen ohne das Haus zu verlassen - 01.09.2012

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Egal ob Marktplatz, Markgrafentheater oder Bergkirchweih — bei Erlangen 360 sieht man alle Bilder bekannter Orte und Veranstaltungen in Erlangen aus einer ganz besonderen Perspektive.

Der Fotograf Jan Köhn und der Webdesigner Andreas Dorn machen Panoramaaufnahmen von bekannten Plätzen in Erlangen. © privat


Für das Panorama werden sechs verschiedene Bilder nacheinander vom selben Standpunkt aus mit Hilfe eines Stativs aufgenommen: eins in jede Himmelsrichtung, eines nach oben und eins vom Boden. Danach werden die Bilder von Jan Köhn mit einem speziellen Programm sozusagen wie ein Globus zusammengefügt. So entsteht ein Bild ohne Ränder und ohne Ende. Einige Bilder wurden auch mit Hintergrundmusik versehen.

Auf der Website von Erlangen 360 kann man sich die Bilder anschauen und selbst in ihnen hin- und hernavigieren, so entsteht der Eindruck, man würde selbst zum Beispiel auf dem Dach des Rathauses stehen, nach oben und unten schauen oder sich im Kreis drehen.

Die Idee hinter Erlangen 360 ist, dass ein möglichst vollständiges Bild der Stadt vermittelt werden soll, durch das auch Ortsfremde einen Eindruck von Erlangen bekommen können. Deshalb arbeiten der Fotograf und der Webdesigner auch mit der Stadt zusammen. Dabei ermöglicht Jan Köhn Blicke dorthin, wo google Streetview nicht hinkommt — und das in hoher Auflösung und mit einem großen künstlerischen Anspruch. Das ist auch das Hauptanliegen von Köhn und Dorn, denn die Bilder von öffentlichen Plätzen machen sie unentgeltlich und stellen sie der Stadt Erlangen zur Verfügung.

„Erlangen 360 will hoch hinaus“, sagt Andreas Dorn mit einem Zwinkern — und das nicht nur auf den Bildern. Seit dem Beginn des Projekts Anfang Mai dieses Jahres haben sich die beiden Erlanger das Ziel der Vollständigkeit gesetzt. Das haben sie nun geschafft. Alle bekannten und für Erlangen signifikanten Orte sind als Panoramaansicht verfügbar.

Der Clou dahinter: in jedem Bild gibt es verschiedene „Hotspots“, die andere Orte markieren. Wenn man diese anklickt, wechselt die Perspektive in das Bild, das von diesem Hotspot aus aufgenommen wurde. So kann man zum Beispiel am Markgrafendenkmal starten und den Weg über den Schlossgarten direkt in das Markgrafentheater fortsetzen. In manche Gebäude kann man sogar hineinschauen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Blick ins Biermuseum der Steinbachbräu? Die Bilder bieten praktisch einen virtuellen Stadtrundgang.

Auch Unternehmen können Köhn und Dorn gewerblich beauftragen, ein Panoramabild für sie anzufertigen, welches entweder auf der Homepage von Erlangen 360 erscheint oder nur exklusiv vom Unternehmen genutzt werden kann. Köhn: „Für Erlanger Unternehmen stellt das eine gute Möglichkeit dar, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.“ Bisher vertreten sind unter anderen bereits der Club „Transfer“ und das Modegeschäft „Dress for Success“.

Weitere Infos im Internet:

www.erlangen360.de

oder unter Tel. 09131/125684.

  

JULIA RIESE

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