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Der TSV Marloffstein will eine neue Hütte bauen

Ersatz für abgebranntes Sportheim — Zwei Standorte möglich — Befreiung von Festsetzungen des Bebauungsplans - 11.12.2017 18:00 Uhr

Weil der Neubau des Nebengebäudes mit Vereinsraum auf dem bestehenden Fundament (vorn) derzeit nicht möglich ist, will der TSV Marloffstein das Häuschen neben dem massiven Sanitär- und Umkleidegebäude auf dem Parkplatz (hinten links) bauen. © Foto: Klaus-Dieter Schreiter


Es war Brandstiftung, als in der Nacht vom 11. auf den 12. Februar letzten Jahres das hölzerne Sportheim des TSV Marloffstein in Flammen aufging. Dem Vernehmen wurde der Brandstifter ermittelt, und die Versicherung hat, wie im Gemeinderat gesagt wurde, dem Sportverein den Schaden ersetzt.

Ende letzten Jahres hatte der TSV schon einmal einen Bauantrag gestellt für ein Gebäude in etwa auf demselben Fundament, auf dem das abgebrannte Häuschen stand. Aber offenbar gibt es Schwierigkeiten mit dem Besitzer der gepachteten Fläche, und darum hat der Sportverein nun eine Bauvoranfrage gestellt für die Errichtung eines Nebengebäudes westlich des bestehenden, massiven Sanitär- und Umkleidegebäudes.

Da das Gelände im Bebauungsplan aber als Parkplatz ausgewiesen ist und dort kein Baufenster besteht, kann eine Baugenehmigung nur erteilt werden, wenn eine entsprechende Befreiung erteilt wird. Die kann das Landratsamt nur dann geben, wenn auch der Gemeinderat keine Einwände hat.

In der Stellungnahme des Landratsamtes heißt es dazu: "Die überschlägige Prüfung hat ergeben, dass die neu zu bauende Hütte auch an dem im Plan eingezeichneten Alternativstandort (Anm. d. Red.: westlich des Bestandsgebäudes auf dem Parkplatz) errichtet werden kann und dafür keine Änderung des Bebauungsplans notwendig ist". Der Grund für diese Einschätzung: Die Hütte ist entsprechend klein, und die vom Bebauungsplan vorgesehenen Parkflächen werden kaum beeinträchtigt.

Zwar befürchtet Petra Lobenhofer-Brixner (CSU), dass mit der Befreiung von den Vorgaben im Bebauungsplan erneut ein Präzedenzfall geschaffen wird, das Bauamt sieht das jedoch anders. Es werde kein Präzedenzfall geschaffen, weil sich der gültige Bebauungsplan ausschließlich auf das Sportgelände beziehe, heißt es von dort.

Da es sich laut Lobenhofer-Brixner zudem offenbar andeutet, dass der Besitzer der Fläche, auf dem der abgebrannte Schuppen stand, nun doch einem Neubau zustimmen würde, wurde darüber diskutiert, ob der Gemeinderat dann überhaupt dem neuen Standort zustimmen solle. Michael Greiner (FW) meinte jedoch, der Rat solle zeigen, dass der Wille der Gemeinde da sei den Verein zu unterstützen.

Letztendlich wurde das gemeindliche Einvernehmen für den neuen Standort westlich des Sanitär- und Umkleidegebäudes einstimmig erteilt und gleichzeitig der Befreiung von den Festsetzungen im Bebauungsplan zugestimmt. Wo der Sportverein dann sein Häuschen bauen wird, werde sich Anfang nächsten Jahres entscheiden, meinte Bürgermeister Eduard Walz. 

KLAUS-DIETER SCHREITER

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