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Samstag, 22.09.2018

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E-Werk-Töpferwerkstatt hat neues Zuhause in Erlangen

Im Kulturpunkt Bruck wird nun mit Nudelholz und Schmackes mit Ton gearbeitet - 12.09.2018 14:00 Uhr

Montags und mittwochs entstehen in Bruck neue Kunstwerke: Im Bürgertreff an der Fröbelstraße hat die E-Werk-Töpferwerkstatt ihr neues Zuhause. © Wolfgang Sembritzki


Keramik auf Wanderschaft durch die Hugenottenstadt: Als im Herbst 2016 ein Gebäudeteil des E-Werks Bauarbeiten weichen musste, wich mit ihm die Töpferwerkstatt. Die offene Gruppe hörte zu diesem Zeitpunkt aber nicht auf zu existieren. Stattdessen ging es Stück für Stück gen Süden.

So war der nächste Halt die Volkshochschule, in der die "Töpfer" aufgrund einer Kooperation Kurse abhielten, ehe die Brandschutzverordnungen sie zum nächsten Umzug zwangen: Wer nun am Ton tätig werden will, sollte sich in der Fröbelstraße umsehen. Denn dort – im tiefsten Bruck – stellt der ortsansässige Kulturpunkt nun die Räumlichkeiten für die Interessengemeinschaft.

Die Gruppe selbst ist so alt wie das E-Werk. Gründungsmitglieder sind jedoch keine mehr dabei. Erst in den letzten Jahren erlebte die Töpferkultur wieder einen regelrechten Aufschwung: "Ich glaube, dass es den Leuten Spaß macht, als Gegensatz zur Digitalisierung wieder etwas mit den Händen zu machen", meint die Gruppendelegierte Sabine Schricker-Müller.

Do-it-Yourself-Welle

Die Do-it-Yourself-Welle macht also auch vor Erlangen nicht halt, denn die Kurse, die sich regen Zuspruchs erfreuen, werden größtenteils von jungen Menschen besucht – das Einstiegsalter beträgt dabei 16 Jahre. Als "fortgeschrittene Anfänger" bezeichnen sich die Ehrenamtlichen um Sabine Schricker-Müller und Sieglinde Callian-Rink, sie sind fit an der neuen Drehscheibe und geben ihr Wissen, das sie sich selbst angeeignet haben, gerne weiter.

Sollten durch Zufall alle mit ihrem Latein am Ende sein, steht ein ganzes Regal mit Fachliteratur zur Verfügung. Und wenn es dann losgeht, kann es schon mal etwas lauter werden: Ton muss schließlich bisweilen geplättet werden und dabei ist Körperkraft gefragt. Mit dem Nudelholz, das noch aus Omas Küche stammen könnte, kommt man meist nicht weit. Also gilt es, die Masse mit Schmackes auf ein Brett zu schlagen.

Material ist vorhanden: Vier Euro kostet das Kilo Ton.

Und diese Investition sei es auch wert, denn "daraus lässt sich dann schon eine ordentliche Schüssel formen", garantiert Sieglinde Callian-Rink.

 

Öffnungszeiten: Montag und Mittwoch von 19 bis 22 Uhr außer an Feiertagen und in den Schulferien. Die maximale Teilnehmerzahl pro Abend beträgt zehn Personen. Infos zu den Unkostenbeiträgen und Anmeldung via E-Mail an toepferwerk@gmx.de 

WOLFGANG SEMBRITZKI

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