Dienstag, 13.11.2018

|

Ein schmucker Hauch

Australiss am Martin-Luther-Platz mit «Down Under» - 15.12.2007

Mit ihrem Schmuck und vielen originalen und originellen Präsenten aus Australien macht Moira Drexler im «Australiss» neugierig. © Rald Rödel


Vogelgezwitscher dringt ans Ohr, wenn man den hellen Laden betritt, Kunden betrachten neugierig die außergewöhnlichen Auslagen. Das Angebot ist offenbar fesselnd. Und mittendrin eine gute Laune ausstrahlende Frau - Moira Drexler, die Inhaberin des «Australiss». Sie ist ganz begeistert, wenn sie von sich und ihrem neuen Geschäft erzählt. Seit rund zwei Monaten verkauft die Australierin handgemachten Schmuck aus aller Welt - aber natürlich vor allem aus ihrer Heimat Australien.

«Ich lege großen Wert auf Naturprodukte», betont sie, deshalb sind ihre Ringe, Armreifen und Halsketten aus naturechtem Baumharz und sogar aus recyceltem Glas gefertigt. Neben dem internationalen Schmuck bietet sie auch exklusive Naturprodukte aus Australien an: so Exotisches wie Nudeln aus Emu-Eiern, Limetten aus der Wüste, Gourmetsalz und Pfeffer und wilden Hibiskus, der in Sekt eingelegt wird und als leckerer Aperitif gilt. Zudem gehören Öle aus Macadamia-Nüssen und australischer Vanillezucker, eine Art Puderzucker, zum Angebot. Ihr Sortiment wird vervollständigt durch kleine Tagebücher aus Leder, Taschen und Tücher aus Seide, Wolle und Baumwolle von Designern aus Italien. «Jetzt bin ich endlich richtig in Deutschland angekommen», freut sich die Schmuck-Liebhaberin mit dem australischen Akzent und blickt verträumt durch ihren Laden.

Und richtig gut «ankommen» tut auch ihr neues Geschäft, das offenkundig alle Alterklassen von 20 bis 90 Jahren anzieht. Richtig angetan seien ihre Kunden von dem internationalen Angebot, stellt sie zufrieden lächelnd fest, und jeden Tag kämen neue Menschen dazu. Daher plant sie bereits, ihr Verkaufsprogramm zu erweitern und lässt demnächst australischen Wein importieren. Und auch für die Männer, die bisher im Sortiment etwas zu kurz gekommen sind, werden in Kürze exklusive Manschettenknöpfe aus Australien eingeflogen.

Außerdem können Freunde des Exotischen sich in Zukunft Emu-Fleisch, Gewürzschinken, Wurstwaren vom Emu, Speise-Eier und Emu- Lederwaren bestellen. Diese werden zwar nicht aus Australien importiert, dafür aber frisch vom Emu-Züchter aus Nürnberg geliefert. «Auch kleinere Schmuck-Reparaturen machen wir bei uns», sagt sie. Zusammen mit einem ortsansässigen Silberschmied bietet sie diesen Service an.

Seit sieben Jahren lebt die gebürtige Australierin inzwischen zusammen mit ihrem Mann, einem Deutschen, in Erlangen. Die Idee und das Konzept eines eigenen kleinen Schmuckgeschäfts in der Erlanger Altstadt hatte sie schon länger im Kopf. «Denn dieses Metier ist kein Neuland für mich», erklärt Moira Drexler. In «Down Under», wie ihre Heimat sich so gerne nennt, hatte sie bereits ein Geschäft mit Antikschmuck eröffnet. In Melbourne geboren studierte sie jedoch zunächst Grundschullehramt, bis sie ihre Liebe für das Antike und den Schmuck entdeckte. «Daraufhin habe ich mich intensiv mit Silber und Schmuck beschäftigt», erklärt die 41-Jährige. Angekommen in Deutschland habe sie ihren Beruf nicht ganz aufgeben wollen, fügt die zweifache Mutter hinzu. Und nachdem ihre Kinder jetzt den halben Tag in der Schule seien, habe sie Zeit sich um ihre Geschäfte zu kümmern, fügt sie hinzu. Nun hat sie sich ihren Traum erfüllt. Unterstützung bekommt die 41-jährige, die auch noch den Schmuckladen in

ihrer Heimat managt, von zwei Angestellten und einer Freundin, die vor allem am Samstag aushelfen. Täglich von 10 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr können Interessierte sich von der Atmosphäre des Ladens einnehmen lassen. KATHARINA FEDERLEIN 

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus dem Ressort: Erlangen