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Erlangen: Stellenstreichungen bei Areva?

Am Mittwoch informiert Konzern 300 Führungskräfte über Rotstiftmaßnahmen - 11.03.2015 06:00 Uhr

Areva hat zwar mit den geschäftlichen Folgen des Atomausstieg der Bundesregierung zu kämpfen, doch an den Mitarbeitern wird nicht gespart. Viele verschiedene Arbeitszeitmodelle sind für Familien attraktiv. © Harald Sippel


Ein Standort in Deutschland wird schließen. Das ist für Wolfgang Niclas, den DGB-Kreisvorsitzenden für Erlangen und Erlangen-Höchstadt, so gut wie sicher. Höchstwahrscheinlich, so berichtete er unserer Zeitung, werde es sich dabei um das Werk in Offenbach handeln. Als Aufsichtsratsmitglied und IG–Metall-Beauftragter für das Unternehmen war der Gewerkschafter bei der  Betriebsversammlung im hessischen Offenbach selbst vor Ort.

Dort wurden die Mitarbeiter unter anderem von Konzernchef Philippe Knoche und dem Technischen Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung Stefan vom Scheidt über das angekündigte Kürzungsprogramm und mögliche Konsequenzen informiert.

Die Geschäftsführung habe die Rotstift- Summe von einer Milliarde Euro bis 2017 bestätigt und Maßnahmen in ihrer „ganzen denkbaren Bandbreite“ angekündigt. Auf dem Weg dorthin, so habe die Konzernleitung deutlich gemacht, werde es „keine Tabus“ geben. Nicht bestätigt habe die Areva-Geschäftsführung hingegen das Gerücht, wonach die deutsche Tochter ein Drittel der geforderten Milliarde zu tragen habe. Für Areva-Aufsichtsratsmitglied Niclas heißt das: „Es kann mehr oder weniger sein.“

Was genau auf die Deutschland-Zentrale in Erlangen zukommt, werde Betriebsrat und Konzern aushandeln. Erlangen werde bei der Kostenreduzierung aber seinen Beitrag leisten müssen.

Dazu findet heute eine Veranstaltung für 300 Führungskräfte auf dem Südgelände statt. Niclas hofft auf eine zeitgleiche Information aller Mitarbeiter: „Andernfalls wäre das eine unglaubliche Missachtung der Beschäftigten.“

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Sharon Chaffin

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