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Erlangens Süden muss sich neue Wege suchen

Auf Bahnstrecken- folgt Brückensperrung in Tennenloher Straße - 07.07.2013 13:17 Uhr

Auf die Bahnstrecken- folgt die Brückensperrung in der Tennenloher Straße. Die Bauzeit wird voraussichtlich ein Jahr betragen.

Auf die Bahnstrecken- folgt die Brückensperrung in der Tennenloher Straße. Die Bauzeit wird voraussichtlich ein Jahr betragen. © Harald Sippel


Der Ausbau der Bahnstrecke im Erlanger Süden zwischen den Bahnhöfen Bruck und Eltersdorf zieht eine Totalsperre der Tennenloher und der Äußeren Tennenloher Straße nach sich. Bereits ab Montag, 8. Juli, ist die Brücke über die Bahnlinie total gesperrt – sie wird am kommenden Wochenende 13./14. Juli abgetragen. Die Sperrung dauert über ein Jahr – im vierten Quartal 2014 wollen Stadt und Bahn die neue Brücke für den Verkehr freigeben.

Sie wird dann vier (statt bisher zwei) Gleise überspannen, ist 40 m lang und zehn Meter breit. Geplant ist eine Brücke aus einem „Guss“, es soll eine sogenannte Einfeldstahlbetonbrücke werden. Während der Bauarbeiten ist auch das nähere Umfeld der Brücke gesperrt, Anwohner tun gut daran, sich rechtzeitig ein Zu- und Abfahrtstraining zu überlegen.

Neue Segmente eingehoben

Derweil gehen die Aufbauarbeiten für die neue Gossen-Brücke weiter. Am letzten Wochenende wurden auch die mächtigen tragenden Teile des nördlichen Brückensegments eingehoben – damit hat die Brücke nun ihre volle Breite erreicht, nun können auch die Fahrbahnen und angrenzenden Gehsteige mit Radspuren eingerichtet werden. Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, geht es an den Neubau des S-Bahnhofs Gossen-Straße. Dieser wird unter der Brücken-Mitte zu liegen kommen und wird an den Bahnsteigkanten von den beiden mittleren der insgesamt sechs Gleise bedient. An den S-Bahn-Gleisen führen die des Fernverkehrs vorbei, zudem gibt es ein Überholgleis für und von Güterzügen sowie ein sogenanntes Ausziehgleis für Rangierfahrten im Bahnhof Erlangen.

Dessen wirtschaftliche Seite wird nicht ganz eingestellt – als Güter werden künftig noch Tanklastzüge (für das Tanklager der Firma Kempe) sowie Kohlezüge für die Stadtwerke angefahren, abgestellt bzw. rangiert.

Den größten Einschnitt für die Bahnfahrer wird es am kommenden Wochenende 13./14. Juli geben. Dann wird die Bahnstrecke komplett gesperrt, alle Fahrten von und nach Nürnberg und Forchheim müssen mit dem Bus unternommen werden. Die Busse sind auf dem Busbahnhof hinter dem Bahnhof zu erreichen, für diese zwei Tage hat die Bahn ein gesondertes Fahrplanheft ausgelegt, das die Busverbindungen auflistet und auf die weiterführenden Schienen-Anschlüsse in Fürth, Nürnberg und Forchheim verweist.

Für die Bahn wird die Komplettsperrung der Bahnlinien am Wochenende eine logistische und technische Herausforderung werden, müssen doch nicht weniger als sechs Kilometer neue Gleise und zwölf Weichen in die Programme der elektronischen Stellwerke eingegliedert werden.

Weitere Einschränkungen müssen die Zugfahrer im Bahnhof selbst hinnehmen. Das Gleis 1 bleibt rund ein Jahr lang gesperrt. Dort wird der Bahnsteig verlängert und das Gleis neu verlegt, sodass passierende ICE-Züge den Bahnhof Erlangen mit maximal 160 km/h durchfahren können. Dazu muss der Gleisbogen etwas aufgeweitet werden, das Gleis eins liegt südlich des Bahnhofs künftig also etwas weiter östlich.

Was zudem erhalten bleibt ist der „Wechselverkehr“: Sobald ein neues Gleis gelegt ist, wechseln die Züge dahin, damit das alte Gleis erneuert werden kann. Dies betrifft im Laufe des Jahres auch noch das Gleis und den Bahnsteig 4 des Fernverkehrs. Dann werden nicht nur die S-Bahnen den Mittebahnsteig anfahren, sondern auch die ICE- und Express-Züge. Der Bahnsteig 2 ist bereits in Richtung Norden auf ICE-Maße verlängert worden. Er ist übrigens mit dem Aufzug erreichbar, den alle neuen S-Bahnhöfe als „behindertengerecht“ vorweisen müssen. 

Peter Millian

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