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Finanzen der Stadt Baiersdorf verbessert

Haushaltsentwurf des Kämmerers findet Zustimmung - 15.12.2017 15:00 Uhr

Die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet Bergstraße Nord in Igelsdorf müssen im nächsten Jahr endfinanziert werden, durch den Grundstücksverkauf erlöst die Stadt Baiersdorf aber auch eine ordentliche Summe. © Harald Sippel


Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 15,328 Millionen Euro ab (ein Minus von 359.600 Euro gegenüber 2017). Der Vermögenshaushalt ist mit 6,745 Millionen Euro ebenfalls abgespeckt, nämlich um 1,097 Millionen Euro. Dass es der Stadt finanziell zunehmend besser geht, belegt auch die Entwicklung der Steuerkraft, die von 955 Euro je Einwohner auf 1024 Euro / Einwohner gestiegen ist. Damit arbeitet sich Baiersdorf von Rang zehn auf Platz neun im Landkreis vor.

Verbessert hat sich auch die Umlagekraft der Stadt, nämlich von 991 Euro auf knapp 1065 Euro. Hier liegt Baiersdorf im Landkreis EH ebenfalls auf Rang 9 (Vorjahr Platz 13). Diese positive Entwicklung hat natürlich einen Pferdefuß: Damit wächst auch die zu zahlende Kreisumlage, bei unverändertem Hebesatz würde die Stadt 262 000 Euro mehr an den Kreis abführen als in diesem Jahr, nämlich 3,57 Millionen Euro.

Mit Mehreinnahmen darf die Stadt rechnen bei der Grundsteuer B 1,025 Millionen Euro (plus 79 000), bei der Gewerbesteuer hofft man auf 3,4 Millionen Euro (plus 450 000 Euro), der Einkommensteueranteil klettert voraussichtlich auf 5,6 Millionen Euro (plus 290 000). Dafür werden sich die Schlüsselzuweisungen um 64 000 Euro auf 310 000 Euro vermindern, errechnet die Kämmerei.

Die Zuführung zum Vermögenshaushalt wird wahrscheinlich bei 904 000 Euro liegen. Bereinigt um die Rückzahlung eines Darlehens, für das bereits 1,5 Millionen Euro als Rücklagensumme vorhanden sind, beläuft sich der erforderliche Zuführungsbetrag auf 778 000 Euro. Das heißt, die Stadt Baiersdorf hat eine – wenn auch kleine – freie Finanzspanne.

Bei den Investitionen, sprich: im Vermögenshaushalt, gönnt sich Baiersdorf eine kleine Verschnaufpause. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich die Bürger eine Verschiebung der Kanalsanierung in der Forchheimer Straße/Hauptstraße von 2018 auf die Jahre 2019/2020 erbeten haben.

Freilich bleibt noch genug für die Folgejahre vorzubereiten sowie begonnene Maßnahmen aus den Vorjahren abzuarbeiten und abzuzahlen. Dabei helfen der Kämmerei Ausgabereste aus 2017. So fallen Restkosten für die Baumaßnahmen im Rathaus an, Endzahlungen sind auch für den Ausbau der Judengasse, für den Neubau der Kita Blumenstraße sowie für die Förderung des Umbaus am Gemeindezentrum Hagenau fällig. Restzahlungen muss die Stadt auch für die Bahnhofunterführung und für den Neubau der Bahnbrücke, gleichfalls für die Erschließung des Baugebiets "Bergstraße Nord" in Igelsdorf und für die Kanalauswechslung in der Linsengrabenstraße.

Dafür darf Baiersdorf aber auch auf erkleckliche Einnahmesümmchen aus dem Verkauf von Gewerbegrundstücken (1,1 Millionen Euro) und Bauplätzen (1,835 Millionen Euro) hoffen. Der SPD-Antrag im Haushalt 20 000 Euro als projektbezogene Unterstützung zur Sportförderung" wurde in den Haushaltsentwurf mit aufgenommen. 

DIETER KÖCHEL

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