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Geburtshilfe: Uniklinik Erlangen gewinnt Klinikcheck

Die Frauenklinik ist Gesamtsieger unter den 16 bewerteten Krankenhäusern - 14.07.2018 05:53 Uhr

Mutter und Kind wohlauf: Dr. Mathias Winkler, Professor Sven Kehl (v.l.) und Mama Amelie Braun freuen sich, dass die kleine Emma da ist. Und Lina ist stolze große Schwester. © Roland Fengler


Auch für diesen medizinischen Fachbereich haben Gesundheitswissenschaftler der Uni Erlangen-Nürnberg das Ranking aus öffentlich zugänglichen Daten der Kliniken zur gesetzlichen Qualitätsmessung erstellt. Gesamtsieger unter 16 bewerteten Kliniken wurde das Universitätsklinikum Erlangen. Ebenfalls mit Top-Werten folgen die Klinik Hallerwiese in Nürnberg und das Klinikum Fürth auf den Plätzen dahinter.

Hier geht es zur vollständigen Ansicht der Infografik. © Melanie Held


In der Printausgabe der Nürnberger Zeitung erläutern die beiden Oberärzte Dr. Mathias Winkler und Prof. Sven Kehl, wie die Frauenklinik auf die Bedürfnisse der werdenden Mütter eingeht: "Uns ist eine Wohlfühlatmosphäre wichtig", so Winkler.So werde Selbstbestimmung während der Entbindung groß geschrieben, Einzelzimmer und Balkone auf der Wöchnerinnenstation sorgen für Entspannung, wenn das Kind auf der Welt ist. Auch eine psychologische Betreuung ist möglich, etwa nach traumatischen Erfahrungen wie einer Totgeburt. Amelie Braun jedenfalls ist mit dem Uniklinikum hochzufrieden. Sie hat nun schon ihre zweite Tochter hier auf die Welt gebracht. "Ich fühle mich einfach gut aufgehoben", sagt Braun. 

Der NZ-Klinikcheck

Hier geht es zur vollständigen Ansicht der Infografik. © FAU


"Ziel unseres Projekts ist es, die Versorgungsqualität in der Region insgesamt anzuheben", erklärt PD Dr. Martin Emmert, der verantwortliche Wissenschaftler am Nürnberger Lehrstuhl für Versorgungsmanagement. In den USA hätten ähnliche Ranglisten Kliniken zu Verbesserungen anregen können. Auch könnten niedergelassene Ärzte damit ihre Patienten gezielter beraten.

Die GoogleMap zeigt alle gerankten Häuser. Falls die Karte nicht angezeigt wird, benutzen Sie bitte diesen Link.

Im NZ-Klinikcheck (er findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt) schneiden die Kandidaten bei den betrachteten Behandlungsarten ganz unterschiedlich ab. Große, kleine oder spezialisierte Häuser können im Wechsel punkten.


Details, Tabellen und Hintergründe zum Forschungsprojekt Klinikcheck finden Sie hier. 


Für Emmert ist das ein wichtiges Ergebnis: "Wir möchten die Menschen dafür sensibilisieren, dass man sich nicht nur generell über ein Krankenhaus informieren sollte, sondern dass es deutliche Unterschiede je nach Fachgebiet geben kann." Von Häusern in der weniger guten Kategorie 4 ist keineswegs allgemein abzuraten. Für ihre schlechteren Ergebnisse im regionalen Vergleich sind teilweise geringe Unterschiede ausschlaggebend.

Bilderstrecke zum Thema

Vom Hüftgelenk bis zum Herzschrittmacher - Info-Grafiken zur Serie

Hier finden Sie die Infografiken aller im NZ-Klinikcheck bereits erschienenen Krankheitsbilder.


 

Stephanie Siebert Lokalredaktion E-Mail

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