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Kita in Hetzles kostet gut eine Million

Räte möchten abgespecktes Konzept und erfuhren begründete Ablehnung - 26.08.2018 12:00 Uhr

Die Kita von Hetzles soll erweitert werden: Das Gebäude soll unter anderem eine Küche, eine Essensausgabe und einen Personalraum erhalten. © Pauline Lindner


Der überarbeitete Plan sieht im Bereich des heutigen Mehrzweckraums eine Küche (30 Quadratmeter), eine Essensausgabe und einen Personalraum (22 Quadratmeter) vor. "Die Auflagen machen es nicht billiger", war die einhellige Meinung im Rat.

Dachte man anfangs an Summen von gut einer halben Million Euro, betragen die Baukosten nach einer sehr akribischen Schätzung des Planers nun 1,2 Millionen Euro. "Eine sehr realistische Schätzung, die ganz umfänglich die Maßnahme umfasst", betonte Schmidtlein.

Das Gremium fragte sich, ob das von der Regierung geforderte Konzept nicht doch noch abgespeckt werden könnte. Das musste Kai Wellmann von der Verwaltung, der an dem Gespräch in Bayreuth teilgenommen hatte, verneinen. Ein Elternwarteraum für die Krippe und ein Fachraum "sollten mitgeplant werden", habe es im Hinblick auf bezuschussbare Räume geheißen.

"Wenn wir 65 Prozent Zuschuss erhalten, bin ich mit den Plänen einverstanden", versuchte Schmidtlein die zögerlichen Ratsmitglieder zu beruhigen. Ebenso Andreas Bayer, der hinwies, dass die jetzt vorhandenen Pläne noch keine Genehmigungsplanung seien. "Das Projekt ließe sich noch stoppen." Gleichwohl betonte er die knappen Ressourcen. So sind bereits heute die Krippenplätze im Herbst 2019 ausgebucht. Die ersten zwölf Krippenplätze wurden 2012 eingerichtet. Nun steht die Verdopplung an.

Mangel braucht Disziplin

Der Rat beauftragte einstimmig den Bürgermeister, die neuen Pläne der Regierung vorzustellen und ihre Förderfähigkeit zu besprechen. Die Planungskosten sind im Haushalt 2018 abgebildet. Die Baukosten sollen in die Haushalte der nächsten zwei Jahre.

Die Nahwärmeversorgung für Schule und Kita durch eine Hackschnitzelheizung sind einen Schritt weitergekommen. Die Gemeinde schloss mit der Kirchenstiftung einen Gestattungsvertrag für einen Zuweg zum geplanten Gebäude. Der Schotterweg soll seitens der Kommune befestigt werden. Das Baugelände liegt südwestlich der Kita auf dem Grundstück Flurnummer 2337. Um sieben Quadratmeter ragt es in die Fläche Nr. 3149 hinein. Sie ist als Biotopfläche "Kopfeichenbestand" ausgewiesen.

Die Restarbeiten am Hochbehälter sollen in den nächsten Tagen erledigt sein. "Die Decke der Wasserkammer passt nun", teilte Schmidtlein dem Rat mit.

Allerdings nützt das neue Becken mit 250 Kubikmetern bei der derzeitigen Trockenheit nichts. Die Schüttung der örtlichen Doggerquelle ist auf 2,8 Liter pro Sekunde zurückgegangen. Schmidtlein dankte den Bürger, die seinen Aufruf zum Wasser sparen befolgen. "Ich möchte kein Verbot aussprechen müssen, aber es dauert drei bis vier Wochen nach einem Regen bis sich unsere Quelle erholt."

Dass kein Gieß- und Autowaschverbot ausgesprochen werden musste, liegt am Zusammenschluss mit der Leithenberggruppe. Sie kann aber ihre Fördermengen nicht weiter erhöhen, da sie ihr Wasser dem Buntsandstein entnimmt. Die gesteinsbedingte Arsenbelastung nähert sich laut Schmidtlein bereits der Obergrenze. 

PAULINE LINDNER

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