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Landesgartenschau Erlangen: Pro und Kontra

Oberbürgermeister Florian Janik und ÖDP-Stadtrat im Doppel-Interview - 23.12.2016 17:00 Uhr

Der Großparkplatz hinter dem Bahnhof soll Platz für Landesgartenschau machen. © Harald Sippel


Oberbürgermeister Florian Janik betonte, dass sich die Stadt in den nächsten zehn Jahren durch den Siemens-Campus und die Neuansiedlung der Universität im Himbeerpalast grundsätzlich verändern werde. „Beide Projekte sind eine tolle Chance für Erlangen und gleichzeitig eine Herausforderung für die Alt- und die Innenstadt. Ich möchte, dass wir ein funktionierendes Zentrum behalten“.

Ein neuer Stadtteil auf dem Großparkplatz und die Entwicklung von zusätzlichen Freizeitflächen auf der Wöhrlmühlinsel seien die Chance, um „Impulse für die Nordstadt zu setzen“.

Darüber hinaus hob der Oberbürgermeister hervor, dass die Landesgartenschau zudem die Chance biete, einen neuen Stadtteil auf dem Großparkplatz und eine Freizeitfläche im Bereich der Wöhrmühlinsel zu realisieren. „Und sie ist ein Event, das eine Millionen Menschen in die Stadt bringen wird, mit allen Vorteilen für Handel und Gastronomie.“

ÖDP-Stadtrat und Mitinitiator der Bürgerinitiative gegen die Landesgartenschau Frank Höppel hob hervor, dass durch die Landesgartenschau — im Gegensatz zur Meinung des Oberbürgermeisters — kein Quadratmeter mehr an Grün geschaffen werde, wenn er sich den Westteil der Landesgartenschau betrachte.

„Wir haben dort ein Landschaftsschutzgebiet, das im Hochwassergebiet liegt. Und wir haben dort ein existierendes Biotop. Alles, was sich dort durch eine Landesgartenschau hineinleite, ist ein Kultur. Und Kultur ist das Gegenteil von Natur.“

Zudem betonte Höppel die negativen Auswirkungen eines neuen Stadtteils für die Altstadt. Wenn Gewerbe in die Regnitzstadt komme, bedeute das zusätzliche Konkurrenz für die Altstadt.“ Höppel betrachtete auch die Ausgaben für die Landesgartenschau kritisch: „Je nach Einnahmesituation muss die Stadt Projekte schieben oder über Jahre strecken. Dieses Großprojekt — wir sprechen von einem zweistelligen Millioneninvest — aber ist gesetzt: Der Termin steht fest. Da gibt es keine Möglichkeiten zu verschieben.“

Oberbürgermeister Florian Janik antwortete darauf: „Wer von uns kann schon seriös in die Zukunft schauen? Der Stadtrat hat gesagt: Er will das Projekt, weil man der Überzeugung ist, dass der Nutzen größer ist als die Kosten.“

  

RALF H. KOHLSCHREIBER

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